Gedenken an die Armen

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Gedenktag des heiligen Papstes Kallistus († 222). Er war ein Freund der Armen und gründete ein Gebetshaus, an dessen Stelle später die Basilika Santa Maria in Trastevere errichtet werden sollte.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Brief an die Römer 1,1-7

Paulus, Knecht Christi Jesu, berufen zum Apostel, ausgesondert, das Evangelium Gottes zu verkünden, das er durch seine Propheten im Voraus verheißen hat in heiligen Schriften: das Evangelium von seinem Sohn, der dem Fleisch nach geboren ist als Nachkomme Davids, der dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt ist als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten, das Evangelium von Jesus Christus, unserem Herrn. Durch ihn haben wir Gnade und Apostelamt empfangen, um unter allen Heiden Glaubensgehorsam aufzurichten um seines Namens willen; unter ihnen lebt auch ihr, die ihr von Jesus Christus berufen seid. An alle in Rom, die von Gott geliebt sind, die berufenen Heiligen: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Römerbrief, mit dessen Lektüre wir heute beginnen, nimmt, sowohl was seinen Umfang als auch was die Wichtigkeit des behandelten Themas betrifft, den ersten Rang unter den paulinischen Briefen ein. Darin wendet sich der Apostel an die Gemeinde von Rom - die er nicht gegründet hat, deren Glaube aber "in der ganzen Welt bekannt gemacht wird" (Röm 1,8). Im Brief will er erklären, was es mit jenem Heil, also der Heil bringenden "Gerechtigkeit", auf sich hat, die Gott den Menschen durch Jesus Christus geschenkt hat, um so die Verheißung an Abraham zu erfüllen. Im Grußwort stellt sich Paulus als "Knecht" Jesu vor, denn er gehört ihm ganz und gar. Genau deshalb ist er ja "zum Apostel" berufen und "ausgesondert", das heißt, vom Herrn selbst mit einer besonderen Sendung und Aufgabe betraut worden, die dem Aufbau der Kirche dient. Es handelt sich um den Sendungsauftrag, jenes Evangelium zu verkünden, das Gott "durch seine Propheten im Voraus verheißen hat in heiligen Schriften" und das im Evangelium Jesu gipfelt, "der dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt ist als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten". Der Herr selbst hat Paulus berufen, diese Frohbotschaft der großen Welt der "Heiden" zu überbringen, zu denen auch "alle in Rom" gehören. Der Apostel weiß, dass die Gemeinde in Rom zum großen Teil aus Heidenchristen besteht, die ebendeshalb zu "Heiligen" geworden sind, weil sie das Evangelium empfangen und angenommen haben. Deshalb wünscht er allen Gnade und Frieden - die Gaben also, mit denen Gott das Leben seiner Kinder bereichert und beschützt. Es ist die Gnade eines Lebens, das vom Tod freigekauft worden ist und durch die Liebe zu zahllosen Brüdern und Schwestern bereichert wird, und es ist der Friede eines Daseins, das in der Nachfolge Jesu seine Erfüllung findet. Jeder Gläubige ist nach dem Beispiel des Apostels "Knecht Christi Jesu" und "berufen zum Apostel".