Gedenken an die Kirche

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Gedenktag des heiligen Ignatius, Bischof von Antiochien. Er wurde zum Tod verurteilt und nach Rom gebracht, wo er den Märtyrertod starb († 107).


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ich bin der gute Hirte,
meine Schafe hören auf meine Stimme,
und sie werden
eine einzige Herde sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Brief an die Römer 3,21-30a

Jetzt aber ist unabhängig vom Gesetz die Gerechtigkeit Gottes offenbart worden, bezeugt vom Gesetz und von den Propheten: die Gerechtigkeit Gottes durch Glauben an Jesus Christus, offenbart für alle, die glauben. Denn es gibt keinen Unterschied: Alle haben ja gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. Umsonst werden sie gerecht, dank seiner Gnade, durch die Erlösung in Christus Jesus. Ihn hat Gott aufgerichtet als Sühnemal - wirksam durch Glauben - in seinem Blut, zum Erweis seiner Gerechtigkeit durch die Vergebung der Sünden, die früher, in der Zeit der Geduld Gottes, begangen wurden; ja zum Erweis seiner Gerechtigkeit in der gegenwärtigen Zeit, um zu zeigen: Er selbst ist gerecht und macht den gerecht, der aus Glauben an Jesus lebt. Wo bleibt da noch das Rühmen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Durch das der Werke? Nein, durch das Gesetz des Glaubens. Denn wir sind der Überzeugung, dass der Mensch gerecht wird durch Glauben, unabhängig von Werken des Gesetzes. Oder ist Gott nur der Gott der Juden, nicht auch der Heiden? Ja, auch der Heiden, da doch gilt: Gott ist der Eine. Er wird aufgrund des Glaubens sowohl die Beschnittenen wie die Unbeschnittenen gerecht machen.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebet einander!

Halleluja, halleluja, halleluja.

Im Vorfeld hat Paulus erklärt, dass Gott seine Gerechtigkeit geoffenbart hat, diese aber von den Menschen nicht angenommen worden ist. Die Heiden haben sie weder in den Zeichen der Schöpfung noch in ihrem Gewissen erkannt. Israel hingegen hat zwar das Gesetz empfangen, daraus aber kein Mittel, Gott mit ganzem Herzen anzuhängen, sondern ein Instrument der Selbstrechtfertigung gemacht. Israel stellt, so Paulus, unter den Völkern keine Ausnahme dar, denn vor Gott sind alle Menschen gleich. Die Auserwählung ist mithin kein Privileg, dessen man sich rühmen könnte, sondern eine Entscheidung, die eine Antwort der Liebe verlangt. Wenn Israel nicht antwortet, verrät es den Bund. Trotz des Verrats aber löst Gott seinen Bund mit Israel nicht. Die Auserwählung bleibt bestehen - aber gewiss nicht, weil das Volk, sondern weil Gott treu ist. Gottes niemals nachlassende Liebe ist ein Leitmotiv, das die gesamte Geschichte Israels durchzieht und mit Jesus, der aus Liebe sein ganzes Leben hingibt, seinen Höhepunkt erreicht. Paulus ermahnt die Christen von Rom, das Gesetz nicht gering zu schätzen. Vor allem aber fordert er sie auf, den neuen Bund, den Gott durch den Glauben an Christus mit allen Menschen geschlossen hat, von ganzem Herzen zu lieben. Dieser Bund ist neu, weil er sich nicht auf das Gesetz, sondern auf den Glauben gründet: "Denn wir sind der Überzeugung, dass der Mensch gerecht wird durch Glauben, unabhängig von Werken des Gesetzes." Der Glaube, ungeschuldetes Geschenk an das erste Bundesvolk, ist durch Jesus allen Menschen gleich welcher Sprache und Nation angeboten worden. Deshalb kann Paulus sagen, dass das Gesetz nicht außer Kraft gesetzt wird. Dennoch wird der neue Heilsweg aufgezeigt, der sich auf den Glauben gründet.