Gebet für den Frieden

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Gedenktag des seligen Giuseppe Puglisi, Priester der Kirche von Palermo, der 1993 von der Mafia ermordet wurde.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Brief an die Römer 4,20-25

Er zweifelte aber nicht im Unglauben an der Verheißung Gottes, sondern wurde stark im Glauben, indem er Gott die Ehre erwies, fest davon überzeugt, dass Gott die Macht besitzt, auch zu tun, was er verheißen hat. Darum wurde es ihm auch als Gerechtigkeit angerechnet. Doch nicht allein um seinetwillen steht geschrieben: Es wurde ihm angerechnet, sondern auch um unseretwillen, denen es angerechnet werden soll, uns, die wir an den glauben, der Jesus, unseren Herrn, von den Toten auferweckt hat. Wegen unserer Verfehlungen wurde er hingegeben, wegen unserer Gerechtmachung wurde er auferweckt.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Apostel schreibt an die Römer, dass die Geschichte Abrahams auch uns Christen, "die wir an den glauben, der Jesus, unseren Herrn, von den Toten auferweckt hat", direkt betrifft. In einem jüdischen Schriftkommentar heißt es: "Alles, was über Abraham geschrieben steht, wiederholt sich in der Geschichte seiner Kinder." Paulus schreibt den Römern, dass der Herr dem Abraham erschienen ist und ihn um seines Glaubens willen gerecht gemacht hat. Der Apostel stellt klar, dass Jesus durch seinen Tod am Kreuz alle Sünden der Welt auf sich genommen und uns durch seine Auferstehung gerecht gemacht hat: "Wegen unserer Verfehlungen wurde er hingegeben, wegen unserer Gerechtmachung wurde er auferweckt". Durch diese Präzisierung kann der Apostel den Glauben Abrahams dahingehend deuten, dass er ihn zum Geheimnis Jesu selbst in Beziehung setzt, der stirbt und aufersteht. Der Gott Abrahams offenbart sich in seiner Fülle in Christus Jesus. Die Geschichte Abrahams ist mithin ein Sinnbild für alle Gläubigen und für die Christen, weil sie die Radikalität des Glaubens veranschaulicht. Wie der Erste der Patriarchen, der "gegen alle Hoffnung" geglaubt hat, binden auch wir uns durch den Glauben an Gott. Dieser Glaube, der nun auch der unsere ist, verlangt, dass wir uns ganz auf den Sohn Gottes und sein Heilsgeheimnis verlassen. Das Gottvertrauen des Christen ist wie das des Abraham. Deshalb ist der Glaube nicht in erster Linie ein Werk, das wir vollbringen müssen, sondern vor allem anderen Selbsthingabe an Gott, der uns ruft, und rückhaltloses Vertrauen auf den Willen Gottes und seinen Plan der Liebe, an dem er uns teilhaben lässt. Mit dem Kommen Jesu und mit seinem Tod und seiner Auferstehung ist das Geheimnis des Glaubens und des Heils in Fülle offenbar geworden. Abraham, das Urbild des Christen, ist der "Vater aller Glaubenden".