Gedenken an die Kirche

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Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ich bin der gute Hirte,
meine Schafe hören auf meine Stimme,
und sie werden
eine einzige Herde sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Brief an die Römer 6,19-23

Wegen eures schwachen Fleisches rede ich nach Menschenweise: Wie ihr eure Glieder in den Dienst der Unreinheit und der Gesetzlosigkeit gestellt habt, sodass ihr gesetzlos wurdet, so stellt jetzt eure Glieder in den Dienst der Gerechtigkeit, sodass ihr heilig werdet! Denn als ihr Sklaven der Sünde wart, da wart ihr der Gerechtigkeit gegenüber frei. Welche Frucht hattet ihr damals? Es waren Dinge, deren ihr euch jetzt schämt; denn sie bringen den Tod. Jetzt aber, da ihr aus der Macht der Sünde befreit und zu Sklaven Gottes geworden seid, habt ihr eine Frucht, die zu eurer Heiligung führt und das ewige Leben bringt. Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebet einander!

Halleluja, halleluja, halleluja.

Sehr wirkungsvoll stellt der Apostel zwei Freiheiten einander gegenüber: die Freiheit eines Daseins, bei dem das eigene Selbst im Mittelpunkt steht, und die Freiheit eines Daseins, das sich in die Nachfolge des Herrn begibt. In beiden Fällen ist man in gewisser Weise vom Gesetz befreit. Doch die Freiheit ohne Gott und ohne die Schwestern und Brüder bringt nur bittere und ungeordnete Früchte hervor, weil sie uns zu Sklaven unserer eigenen Traditionen und unseres Stolzes macht, die der zerstörenden Kraft der Sünde und des Bösen unterworfen sind. Das Heil kommt von Gott, der uns aus der Sklaverei der sündigen Instinkte befreit und uns die Freiheit schenkt, dem Evangelium zu dienen und somit unser ganzes Leben der Liebe zu Gott, zu den Mitmenschen und zu den Armen zu widmen. Er schreibt: "Jetzt aber, da ihr aus der Macht der Sünde befreit und zu Sklaven Gottes geworden seid, habt ihr eine Frucht, die zu eurer Heiligung führt und das ewige Leben bringt". Die Freiheit des Christen beginnt, sobald er die Liebe annimmt, die Gott in unsere Herzen ausgießt, damit wir jenem großen Plan der Liebe dienen, den er für die Welt im Sinn hat, nämlich schon jetzt sein Reich der Liebe, des Friedens und der Gerechtigkeit zu errichten. Die Beteiligung an diesem Plan Gottes ist unser Heil und ist bereits der Eintritt ins ewige Leben. Sein Leben für das Reich Gottes einzusetzen ist der eigentliche Sinn des Lebens. Ohne Übertreibung kann der Apostel sagen, dass wir gleichsam "Sklaven" Gottes und seiner Gerechtigkeit sind. Doch es ist eine Heil bringende Sklaverei, die für uns selbst und für die Welt Früchte des Friedens, der Fülle und des ewigen Lebens wachsen lässt. Deshalb erklärt Paulus kühn: "Ihr wurdet aus der Macht der Sünde befreit und seid zu Sklaven der Gerechtigkeit geworden."