Gedenken an den gekreuzigten Jesus

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Gedenktag des heiligen Nikolaus († 343), dessen Reliquien in Bari aufbewahrt werden. Er war Bischof in Myra in Kleinasien (in der heutigen Türkei) und wird im ganzen Orient verehrt. Gedenken an alle Christen, die im Orient leben.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Jesaja 29,17-24

Ist es nicht nur noch eine kurze Zeit, dann wandelt sich der Libanon in einen Baumgarten und der Baumgarten wird als Wald gelten? Die Tauben werden an jenem Tag die Worte des Buches hören und aus Dunkel und Finsternis werden die Augen der Blinden sehen. Die Gedemütigten freuen sich wieder am HERRN und die Armen unter den Menschen jubeln über den Heiligen Israels. Denn der Unterdrücker ist nicht mehr da, der Spötter ist am Ende, ausgerottet sind alle, die auf Böses bedacht sind, die durch ein Wort Menschen zur Sünde verleiten, die dem, der im Stadttor entscheidet, Fallen stellen und den Gerechten mit haltlosen Gründen wegdrängen. Darum - so spricht der HERR zum Haus Jakob, der HERR, der Abraham losgekauft hat: Nun braucht sich Jakob nicht mehr zu schämen, sein Gesicht muss nicht mehr erbleichen. Denn wenn er seine Kinder, das Werk meiner Hände, in seiner Mitte sieht, werden sie meinen Namen heilig halten. Sie werden den Heiligen Jakobs heilig halten und den Gott Israels werden sie fürchten. Dann werden, die verwirrten Geistes waren, Einsicht erkennen, und die murrten, nehmen Belehrung an.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Mit diesen Worten endet das der Stadt Jerusalem gewidmete Kapitel, der die Strafe wegen ihrer geistigen Verblendung angekündigt wird. Der Prophet aber prophezeit das große Werk der Verwandlung der Menschheit. Man muss nicht mehr lange warten, sagt Jesaja, „nur noch eine kurze Zeit", und der Herr wird eingreifen. Diese Worte möchten uns das Eingreifen des Herrn gleichsam mit Händen spüren lassen: „... dann wandelt sich der Libanon in einen Baumgarten und der Baumgarten wird als Wald gelten". Auch der Schöpfung kommt es spürbar zugute, wenn sich das Herz des Menschen verändert. Die Menschen werden auf der Erde leben, ohne sie zu entstellen und ohne sie für eigene Interessen zu missbrauchen. Dazu ist unbedingte Wachsamkeit erforderlich, also das beständige Hören auf das Wort Gottes. Denn der Prophet zeigt auf, wie dem Volk endlich die Augen geöffnet werden, wenn es dem Herrn gegenüber nicht mehr taub ist, und wie es die Liebe erkennen kann, die Gott seinen Kindern entgegenbringt. Jesaja erinnert daran, dass es Abraham ähnlich ergangen ist. Das Volk Gottes ist ein demütiges Volk. Es vertraut auf die Kraft des Herrn und entdeckt in seiner Nähe das Volk der Armen. Somit kann es sich wieder freuen, weil es die Nähe des Heiligen Israels spürt. Es gibt ein neues Bündnis zwischen dem Volk der Gläubigen und dem Volk der Armen. Denn alle sind vereint in der neuen Welt Gottes, in der der Tyrann und der Hochmütige zu Fall kommen und all jene besiegt werden, die Unrecht aushecken und Fallen stellen. Mit diesem Bund setzt Gott ein neues Reich ein. Der Prophet ermahnt: „Nun braucht sich Jakob nicht mehr zu schämen, sein Gesicht muss nicht mehr erbleichen. Denn wenn er seine Kinder, das Werk meiner Hände, in seiner Mitte sieht, werden sie meinen Namen heilig halten." Anstatt zu erröten, werden die Gläubigen sich freuen können über die Werke, die der Herr durch sie mitten unter den Menschen vollbracht hat.