Gedenken an den gekreuzigten Jesus

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Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Jesaja 48,17-19

So spricht der HERR, dein Erlöser, der Heilige Israels: Ich bin der HERR, dein Gott, der dich lehrt, was Nutzen bringt, und der dich auf den Weg führt, den du gehen sollst. Hättest du doch auf meine Gebote geachtet! Dein Heil wäre wie ein Strom und deine Gerechtigkeit wie die Wogen des Meeres. Deine Nachkommen wären wie der Sand und die Sprösslinge deines Leibes wie seine Körner. Ihr Name wäre in meinen Augen nicht getilgt und gelöscht.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Volk Israel erlag leicht der Versuchung, sich vom Herrn zu entfernen und andere Wege einzuschlagen. Daher erinnert der Prophet daran, dass Gott allein auf den Weg des Heiles führt. Wie damals Israel erleben wir alle heute, wie hart das Leben ist, wenn man fern von Gott lebt. Die ersten, die diese Erfahrung machen müssen, sind die Schwächsten und Armen, die bitter dafür bezahlen müssen, dass man sie verwirft und an den Rändern des Lebens im Stich lässt. Der Prophet bittet darum, den Blick von sich selbst zu erheben und den Herrn und seine Liebe zu uns zu bemerken. Gott ist seinem Volk nahe, begleitet es und bittet darum, erkannt und geliebt zu werden. Wenn man sich aber daran gewöhnt, ohne das Bewusstsein für die Gegenwart Gottes zu leben, lässt man sich leicht zu einem irgendwie grauen und auch sinnlosen Leben verleiten. Wir haben es nötig umzukehren, um zuzuhören und die Anwesenheit Gottes in unseren Tagen in unseren Gemeinschaften und Gesellschaften zu erkennen. Dann wird es für den Herrn möglich, unsere Schritte zu lenken. Dann wird er sie auf den Weg der Liebe und des Friedens führen. Niemals hält der Herr sein Wort zurück. Er sendet es aus und spricht unaufhörlich zu uns, damit wir seinen Weg in unseren Tagen erkennen können: „Ich bin der HERR, dein Gott, der dich lehrt, was Nutzen bringt, und der dich auf den Weg führt, den du gehen sollst." Die Treue im Hören auf das Wort Gottes, das in dieser Zeit des Advents in besonderer Fülle an uns gerichtet wird, ist ein Segen für unser Leben.