Gedenken an den gekreuzigten Jesus

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Gedenktag des heiligen Petrus Damiani († 1072). In der Treue zu seiner monastischen Berufung liebte er die ganze Kirche und setzte sein Leben ein, um sie zu reformieren. Gedenken an die Ordensleute überall auf der Welt.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Brief des Jakobus 2,14-24.26

Was nützt es, meine Brüder und Schwestern, wenn einer sagt, er habe Glauben, aber es fehlen die Werke? Kann etwa der Glaube ihn retten? Wenn ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung sind und ohne das tägliche Brot und einer von euch zu ihnen sagt: Geht in Frieden, wärmt und sättigt euch!, ihr gebt ihnen aber nicht, was sie zum Leben brauchen - was nützt das? So ist auch der Glaube für sich allein tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat. Aber es könnte einer sagen: Du hast Glauben und ich kann Werke vorweisen; zeige mir deinen Glauben ohne die Werke und ich zeige dir aus meinen Werken den Glauben. Du glaubst: Es gibt nur einen Gott. Damit hast du Recht; das glauben auch die Dämonen und sie zittern. Willst du also einsehen, du törichter Mensch, dass der Glaube ohne Werke nutzlos ist? Abraham, unser Vater, wurde er nicht aus den Werken als gerecht anerkannt, als er seinen Sohn Isaak auf den Opferaltar legte? Du siehst, dass der Glaube mit seinen Werken zusammenwirkte und dass der Glaube aus den Werken zur Vollendung kam. So hat sich das Wort der Schrift erfüllt: Abraham glaubte Gott und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet und er wurde Freund Gottes genannt. Ihr seht, dass der Mensch aus Werken gerechtfertigt wird und nicht aus Glauben allein. Denn wie der Körper ohne den Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Glaube ist es, der uns rettet, schreibt Paulus. Er befreit uns von der Anmaßung, das Heil einzufordern, das doch eine unentgeltliche Gabe Gottes ist. Der Glaube muss allerdings das ganze Dasein des Jüngers mit Leben erfüllen, fügt Jakobus hinzu. Das ist kein Widerspruch, sondern eine Erläuterung dessen, was Paulus hervorhebt. Denn der Glaube setzt Energien des Guten frei; in diesem Sinn ist er ohne die Werke tot. Zudem hat Jesus gesagt: „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut" (Mt 7,21). Jakobus besteht, wie er es schon bisher getan hat, auf einem Christentum, das aus dem Glauben heraus zu Taten, Verhaltensweisen und Lebensentscheidungen wird. Die Versuchung heute ist die eines sentimentalen, individualistischen Glaubens, der sich nicht in Lebensentscheidungen widerspiegelt. Mit dem Beispiel der Weigerung, einem Bruder oder einer Schwester in Not zu helfen, deckt Jakobus die Gefühlskälte und Herzenshärte derjenigen Gläubigen auf, die kein Mitleid mit den Mitmenschen haben. Ein solches Verhalten ist ein offener Verrat am grundlegenden Gebot der Liebe. Genau das aber tun wir für gewöhnlich, wenn wir uns mit unseren Gefühlen begnügen - die ja durchaus mit großer Anteilnahme verbunden sein können - und wenn wir glauben, mit uns sei alles in Ordnung, weil wir ein paar freundliche Worte gesagt haben, ohne aber den Bittstellern konkrete Hilfe zu leisten. Ein Glaube, der im Abstrakten bleibt, reicht nicht aus, und es genügt ebenso wenig, bestimmte rituelle Handlungen durchzuführen. Der Glaube führt notwendigerweise zu neuen Verhaltensweisen, neuen Ausdruckweisen der Liebe. Abraham ist das Vorbild für den wahren Gläubigen, denn er hat voll Vertrauen auf das gehört, was Gott von ihm forderte, und hat es sofort und zur Gänze umgesetzt. Sein Glaube, der in der Hingabe an den Willen Gottes begann, wurde vollkommen in diesem Werk und wurde dadurch gerechtfertigt. Dasselbe gilt für Rahab, die sich entschied, sich auf die Seite des Gottesvolkes zu stellen, obwohl sie eine Fremde und Prostituierte war. Jakobus endet mit einem weiteren Bild: Wie der tote Leib ein Zeichen für die Abwesenheit der Seele ist, so ist die Abwesenheit der Werke ein Zeichen für das Fehlen eines lebendigen Glaubens.