Gedenken an die Heiligen und die Propheten

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Gedenktag des heiligen Karl Lwanga, der zusammen mit zwölf Gefährten in Uganda den Märtyrertod erlitt (1886).


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der zweite Brief an Timotheus 1,1-3.6-12

Paulus, durch den Willen Gottes Apostel Christi Jesu, gemäß der Verheißung des Lebens in Christus Jesus, an Timotheus, sein geliebtes Kind: Gnade, Erbarmen und Friede von Gott, dem Vater, und Christus Jesus, unserem Herrn. Ich danke Gott, dem ich wie schon meine Vorfahren mit reinem Gewissen diene. Unablässig denke ich an dich in meinen Gebeten bei Tag und bei Nacht. Darum rufe ich dir ins Gedächtnis: Entfache die Gnade Gottes wieder, die dir durch die Auflegung meiner Hände zuteilgeworden ist! Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Schäme dich also nicht des Zeugnisses für unseren Herrn und auch nicht meiner, seines Gefangenen, sondern leide mit mir für das Evangelium! Gott gibt dazu die Kraft: Er hat uns gerettet; mit einem heiligen Ruf hat er uns gerufen, nicht aufgrund unserer Taten, sondern aus eigenem Entschluss und aus Gnade, die uns schon vor ewigen Zeiten in Christus Jesus geschenkt wurde; jetzt aber wurde sie durch das Erscheinen unseres Retters Christus Jesus offenbart. Er hat den Tod vernichtet und uns das Licht des unvergänglichen Lebens gebracht durch das Evangelium, als dessen Verkünder, Apostel und Lehrer ich eingesetzt bin. Darum muss ich auch dies alles erdulden; aber ich schäme mich nicht, denn ich weiß, wem ich Glauben geschenkt habe, und ich bin überzeugt, dass er die Macht hat, das mir anvertraute Gut bis zu jenem Tag zu bewahren.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Zu Beginn seines zweiten Briefes an Timotheus spricht Paulus von seiner Autorität als „Apostel" Jesu Christi, die ihm „durch den Willen Gottes" verliehen worden ist. Paulus ist sich des jugendlichen Alters des Timotheus bewusst sowie der großen Aufgabe des pastoralen Dienstes, die er ihm anvertraut hat. Er erinnert ihn daran, keine Furcht zu haben, da ihm von Gott selbst, durch die Auflegung seiner Hände, eine besondere Kraft geschenkt worden ist. Diese Gnade muss er freilich durch Gebet, Treue und Hingabe neu beleben. Er macht dem jungen Jünger zudem deutlich: „Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit". Deshalb soll Timotheus ein weiser und starker Hirte sein und sich „nicht des Zeugnisses für unseren Herrn" schämen, also das Evangelium Jesu verkünden. Er soll sich auch des Apostels nicht schämen, der „seinetwegen", also des Herrn wegen, „im Gefängnis" ist und die Verkündigung zu seinem Lebensziel gemacht hat. Dies gilt im Übrigen für jeden Jünger, wie Jesus selbst gesagt hat: „Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen" (Mt 10,32). Paulus weiß, dass er am Ende seiner Tage angelangt ist, und er hat die Gewissheit, dass das ihm „anvertraute Gut" (vgl. auch 1 Tim 6,20) bis zu „jenem Tag", das heißt bis zum Ende der gegenwärtigen Zeit und der Rückkehr des Herrn (2 Tim 1,18; 2 Thess 1,10), in den allmächtigen Händen Gottes gut behütet sein wird. Paulus ruft Timotheus dazu auf, das „kostbare Gut", also das Evangelium Jesu Christi, gut zu bewahren, denn Jesus hat „den Tod vernichtet und uns das Licht des unvergänglichen Lebens gebracht".