Gedenken an die Heiligen und die Propheten

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Gedenktag des heiligen Ägidius. Er war ein Mönch aus dem Osten, der in den Westen kam, in Frankreich lebte und Vater vieler Mönche wurde. Der Name der Gemeinschaft Sant'Egidio geht auf die ihm geweihte Kirche in Rom zurück.
Gedenken an den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und Gebet für das Ende aller Kriege.
Für die orthodoxe Kirche beginnt das Kirchenjahr.
Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der erste Brief an die Korinther 2,10b-16

Wer von den Menschen kennt den Menschen, wenn nicht der Geist des Menschen, der in ihm ist? So erkennt auch keiner Gott - nur der Geist Gottes. Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott stammt, damit wir das erkennen, was uns von Gott geschenkt worden ist. Davon reden wir auch, nicht mit Worten, wie menschliche Weisheit sie lehrt, sondern wie der Geist sie lehrt, indem wir den Geisterfüllten Geistgewirktes deuten. Der irdisch gesinnte Mensch aber erfasst nicht, was vom Geist Gottes kommt. Torheit ist es für ihn und er kann es nicht verstehen, weil es nur mit Hilfe des Geistes beurteilt werden kann. Der geisterfüllte Mensch aber urteilt über alles, ihn selbst vermag niemand zu beurteilen. Denn wer begreift den Geist des Herrn? Wer kann ihn belehren? Wir aber haben den Geist Christi.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Paulus, der vor kurzem den „Fehlschlag" von Athen erlebt hat, macht den Christen von Korinth gegenüber deutlich, dass seine ganze Stärke allein in der Verkündigung des gekreuzigten Christus besteht. Im Kreuz nämlich verdichtet sich die Kernaussage des Evangeliums: Gott hat die Menschen so unaussprechlich geliebt, dass er seinen eigenen Sohn auf die Erde sandte, damit er sich dem Kreuzestod überantwortete und so die Menschen vom Bösen und vom Tod befreite. Die Erkenntnis dieses Geheimnisses der Liebe ist die Weisheit, die die Glaubenden empfangen. Es ist eine wahrhaft paradoxe Liebe. Eine Liebe, die wir unmöglich erkennen könnten, wenn sie uns nicht geoffenbart worden wäre. „Davon reden wir auch", erinnert der Apostel die Christen von Korinth, „nicht mit Worten, wie menschliche Weisheit sie lehrt, sondern wie der Geist sie lehrt". Der Apostel weist hier darauf hin, wie wichtig das Handeln des Geistes ist, weil nur er sowohl die Geheimnisse Gottes als auch die Geheimnisse der menschlichen Seele kennt. Paulus fordert die Christen von Korinth und uns dazu auf, den Geist, der in unsere Herzen eingegossen worden ist, wirken zu lassen, das heißt, zu „geisterfüllten" Männern und Frauen zu werden, zu Glaubenden, die sich vom Geist des Herrn führen lassen. Wer jedoch die egozentrischen Triebe in sich handeln lässt, die ja ebenfalls im Herzen des Menschen wohnen, der „erfasst nicht, was vom Geist Gottes kommt", nämlich jene grenzenlose Liebe, die in den Augen der Menschen wie „Torheit" erscheint. Der Geist dagegen enthüllt den Jüngern das seit ewigen Zeiten verborgene Geheimnis, das kein Auge je zuvor geschaut hatte. Es ist das Geheimnis des Sohnes, des Einziggeborenen, den der Vater auf die Erde gesandt hat, um die Menschen aus der Knechtschaft des Bösen zu erretten. Das Evangelium hütet „den Geist Christi". Er ist der Schatz, der den Glaubenden ins Herz gesenkt worden ist, er ist die Energie, die aus aller Knechtschaft befreit, die Kraft, die die Welt verändert.