Gebet für den Frieden

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Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Brief an die Epheser 2,1-10

Ihr wart tot infolge eurer Verfehlungen und Sünden. Ihr wart einst darin gefangen, wie es der Art dieser Welt entspricht, unter der Herrschaft jenes Geistes, der im Bereich der Lüfte regiert und jetzt noch in den Ungehorsamen wirksam ist. Unter ihnen haben auch wir alle einmal unser Leben geführt, als wir noch von den Begierden unseres Fleisches beherrscht wurden. Wir folgten dem, was das Fleisch und der böse Sinn uns eingaben, und waren von Natur aus Kinder des Zorns wie auch die anderen. Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat uns, die wir infolge unserer Sünden tot waren, in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, zusammen mit Christus lebendig gemacht. Aus Gnade seid ihr gerettet. Er hat uns mit Christus Jesus auferweckt und uns zusammen mit ihm einen Platz in den himmlischen Bereichen gegeben, um in den kommenden Zeiten den überfließenden Reichtum seiner Gnade zu zeigen, in Güte an uns durch Christus Jesus. Denn aus Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft - Gott hat es geschenkt - , nicht aus Werken, damit keiner sich rühmen kann. Denn seine Geschöpfe sind wir, in Christus Jesus zu guten Werken erschaffen, die Gott für uns im Voraus bestimmt hat, damit wir mit ihnen unser Leben gestalten.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will,
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Vor der Bekehrung haben „auch wir alle einmal", so erinnert uns Paulus, nach der Mentalität dieser Welt gelebt. Denn als wir dem Geist des Bösen unterworfen waren, sind wir unseren „Begierden" gefolgt, haben getan, „was das Fleisch und der böse Sinn uns eingaben", statt Gott zu lieben „mit ganzem Herzen und ganzer Seele" und mit unserem „ganzen Denken" (Mk 12,30). Daher waren wir „von Natur aus" dem Zorn Gottes unterworfen, das heißt in einer Situation, die Gott nicht ertragen konnte, weil sie dem Plan seiner Liebe widersprach. Trotz unserer Sünde ist er gekommen, um uns zu retten, wie der Apostel schreibt: „Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat uns, die wir infolge unserer Sünden tot waren, in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, zusammen mit Christus lebendig gemacht. Aus Gnade seid ihr gerettet. Er hat uns mit Christus Jesus auferweckt und uns zusammen mit ihm einen Platz in den himmlischen Bereichen gegeben". Der Herr hat Mitleid mit uns und schenkt uns seine Liebe, ohne sich irgendeine Grenze zu setzen. Das Außergewöhnliche ist, dass er sich nicht an einen reuigen, sondern an einen sündigen Menschen wendet, der mithin sein Feind ist. Gleichwohl beschränkt er sich nicht darauf, uns aus einer ausweglosen Lage zu helfen, sondern gewährt uns sogar Anteil am wahren Leben. In Christus hat uns der Vater sein barmherziges Antlitz enthüllt. Als Glieder des Leibes Christi, des geliebten Sohnes, sind wir bereits mit ihm auferweckt und sind dort, wo er ist, nämlich bei Gott. Mit Christus und seinem Leib, der Kirche, vereint, sind wir vor dem blinden Schicksal des Bösen, der Einsamkeit und des Todes gerettet, aus Gnade gerettet, wie der Apostel wiederholt. Der Apostel erinnert an den Vorrang der Gnade, damit wir nicht in Versuchung geraten, uns einer Rettung zu „rühmen", die wir unseren „Werken" zu verdanken hätten. Der Glaube besteht darin, die Liebe Gottes in unserem Herzen aufzunehmen und ihrer Kraft gemäß wirken zu lassen.