Gedenken an die Kirche

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Gedenktag des heiligen Johannes Paul II., der im Jahr 2005 verstorben ist.
Gedenken an Maria Salome, die Mutter von Jakobus und Johannes, die dem Herrn bis unter das Kreuz nachfolgte und ihn ins Grab legte.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ich bin der gute Hirte,
meine Schafe hören auf meine Stimme,
und sie werden
eine einzige Herde sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Brief an die Epheser 3,14-21

Daher beuge ich meine Knie vor dem Vater, von dem jedes Geschlecht im Himmel und auf der Erde seinen Namen hat. Er gebe euch aufgrund des Reichtums seiner Herrlichkeit, dass ihr in Bezug auf den inneren Menschen durch seinen Geist an Kraft und Stärke zunehmt. Durch den Glauben wohne Christus in euren Herzen, in der Liebe verwurzelt und auf sie gegründet. So sollt ihr mit allen Heiligen dazu fähig sein, die Länge und Breite, die Höhe und Tiefe zu ermessen und die Liebe Christi zu erkennen, die alle Erkenntnis übersteigt. So werdet ihr erfüllt werden in die ganze Fülle Gottes hinein. Dem aber, der gemäß der Macht, die in uns wirkt, unendlich viel mehr tun kann, als wir erbitten oder erdenken, ihm sei die Herrlichkeit in der Kirche und in Christus Jesus bis in alle Generationen für ewige Zeiten. Amen.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebet einander!

Halleluja, halleluja, halleluja.

Angesichts der Offenbarung des unergründlichen Reichtums Christi beugt Paulus seine „Knie vor dem Vater" und betet für die Epheser. Er bittet Gott, dass der Geist sie stark machen und den inneren Menschen in ihnen festigen möge. Der Geist ist die Kraft Gottes, die in der Tiefe des Herzens wirkt, dem Ort der Entschlüsse, Entscheidungen, und Gedanken. Denn im Herzen beginnt die Veränderung, und hier ist es, wo Christus mit seinem Wort und seiner Gnade herabsteigt. Die Gegenwart Christi öffnet das Herz und den Geist für die Gemeinschaft mit den Brüdern und Schwestern. Das Geheimnis Gottes kann man nur in der Liebe verstehen, nur in einem Leben der Jüngerschaft und des in der Gemeinschaft, „mit den Heiligen" gelebten Zeugnisses. Die Erkenntnis des Geheimnisses - einschließlich des Hörens auf das Wort - besitzt zwangsläufig eine kirchliche Dimension, insofern man dieselben Wahrheiten teilt und vor allem gemeinsam erfährt. In der gegenseitigen Liebe werden die Schwestern und Brüder zu Vermittlern der Erkenntnis Christi selbst. In der Geschwisterlichkeit wirkt der Geist für unser inneres Wachstum. Deshalb ist das gemeinsame Leben mit den Schwestern und Brüdern unabdingbare Voraussetzung der Erkenntnis Christi. Paulus' Gebet für die Epheser gipfelt in einer letzten Bitte: dass sie „in die ganze Fülle Gottes hinein" erfüllt werden. Der Apostel schließt mit einem Lobpreis. Die Einheit der Menschheit ist die Herrlichkeit Gottes, die Offenbarung seiner Liebe, die immer überreichlich sein und all unsere Begriffe und Erwartungen übersteigen wird. Ihm gebührt daher die Herrlichkeit „in der Kirche und in Christus Jesus".