Gedenken an die Kirche

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Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ich bin der gute Hirte,
meine Schafe hören auf meine Stimme,
und sie werden
eine einzige Herde sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Brief an die Epheser 6,10-20

Schließlich: Werdet stark durch die Kraft und Macht des Herrn! Zieht an die Waffenrüstung Gottes, um den listigen Anschlägen des Teufels zu widerstehen! Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen Mächte und Gewalten, gegen die Weltherrscher dieser Finsternis, gegen die bösen Geister in den himmlischen Bereichen. Darum legt die Waffenrüstung Gottes an, damit ihr am Tag des Unheils widerstehen, alles vollbringen und standhalten könnt! Steht also da, eure Hüften umgürtet mit Wahrheit, angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit, die Füße beschuht mit der Bereitschaft für das Evangelium des Friedens. Vor allem greift zum Schild des Glaubens! Mit ihm könnt ihr alle feurigen Geschosse des Bösen auslöschen. Und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist das Wort Gottes! Hört nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist; seid wachsam, harrt aus und bittet für alle Heiligen, auch für mich, dass mir das rechte Wort gegeben werde, sooft ich meinen Mund auftue, mit Freimut das Geheimnis des Evangeliums zu verkünden; als dessen Gesandter bin ich in Ketten, damit ich in ihm freimütig zu reden vermag, wie es meine Pflicht ist.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebet einander!

Halleluja, halleluja, halleluja.

Am Ende des Briefes wendet sich Paulus nochmals an die Epheser und sagt ihnen, dass das christliche Leben ein Kampf ist. Es ist ein schwieriger und harter Kampf, weil er gegen bedrohliche und heimtückische Kräfte geführt wird. Auf viele Arten, in vielen Ereignissen und in vielen historischen Situationen manifestiert sich das vielfältige Gesicht des Bösen. Paulus erwähnt die „Weltherrscher dieser Finsternis" und die „bösen Geister in den himmlischen Bereichen", Kräfte also, die eine heimliche, aber machtvolle Herrschaft über die Menschen ausüben. Deshalb muss man „die Waffenrüstung Gottes" anziehen, das heißt mit Gottes eigenen Waffen kämpfen. Daher mahnt der Apostel, sich die Hüften „mit Wahrheit" zu umgürten, also das Evangelium gut zu kennen, und den „Brustpanzer der Gerechtigkeit" anzulegen, sich also von Gott gerecht machen zu lassen. Weiter geht die Beschreibung mit dem Bild der Soldatenstiefel, die für die Bereitschaft stehen, sich auf den Weg zu machen und das Evangelium des Friedens, den Jesus am Kreuz erwirkt hat, bis an die Enden der Erde zu tragen. Der Glaube ist der Schild, der den ganzen Leib des Soldaten schützt, wie geschrieben steht: „Der Herr ist meine Kraft und mein Schild, auf ihn vertraute mein Herz" (Ps 28,7). Der Helm steht für die Heilsgewissheit. Zuletzt erhält der Christ von Gott das Schwert des Geistes, das heißt das Wort Gottes. Es besitzt Urteilsvermögen, durchschlagende Wirkung, Schöpferkraft und zerstörerische Macht. Es ist die wahre Kraft des Gläubigen. Es ist richtig, an das „Wort der Wahrheit" zu denken, „das Evangelium von eurer Rettung" (Eph 1,13), das nicht nur im Kampf ein wirkungsvolles Mittel ist, den Feind zu besiegen, sondern mit der Kraft der Liebe auch das Reich Gottes unter den Menschen zu errichten vermag. Zum Kampf gegen das Böse gehört nicht zuletzt das Gebet, vor allem das inständige Gebet. Paulus spricht davon, „zu beten und zu flehen", um seine unabdingbare Beharrlichkeit zu betonen. Das Gebet „für alle Heiligen" zu dem Zweck, das Leben der Gemeinde zu erhalten und zu verteidigen, hilft, wachsam zu bleiben, und verleiht der Verkündigung des Evangeliums Kraft. Paulus bittet auch für sich selbst um Gebete, damit ihm „das rechte Wort gegeben werde, ... mit Freimut das Geheimnis des Evangeliums", also die Größe der Liebe Gottes zu uns, „zu verkünden". Der Brief endet mit dem Segenswunsch: Friede und Gnade „von Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesus Christus." Der abschließende Gruß ist weitgefasst und feierlich. Er verbindet den Frieden und die Liebe. Der eine kann nicht ohne die andere sein. Die Kraft der Christen ruht auch heute auf diesen beiden Säulen.