Gedenken an die Kirche

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Gedenktag des heiligen Franz Xaver. Er lebte als Jesuit und Missionar im 16. Jahrhundert in Indien und Japan.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ich bin der gute Hirte,
meine Schafe hören auf meine Stimme,
und sie werden
eine einzige Herde sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Matthäus 7,21.24-27

Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Jeder, der diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut. Und jeder, der diese meine Worte hört und nicht danach handelt, ist ein Tor, der sein Haus auf Sand baute. Als ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ein neues Gebot gebe ich euch:
Liebet einander!

Halleluja, halleluja, halleluja.

Jesus beendet gerade die sogenannte "Bergpredigt" und stellt diejenigen, die sein Wort hören und danach handeln, denjenigen gegenüber, die es nur hören. Jesus macht deutlich, dass diese Worte keine Moralpredigt sind, sondern ein Fundament, nämlich das des neuen Lebens der Jünger. Das Evangelium ist die Wahrheit, die Substanz und die eigentliche Lebenswirklichkeit. In einer immer flüchtigeren Welt, in den Fängen von ichbezogenen Gefühlen sind diese Worte der wahre Fels, um einen Weg für die Gemeinschaft und für die Gesellschaft aufzubauen. Jesus zeigt zwei gegensätzliche Bilder auf: "Jeder, der diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute", wer aber "diese meine Worte hört und nicht danach handelt, ist ein Tor, der sein Haus auf Sand baute." Das Beispiel geht weiter: Es kam ein Wolkenbruch, die Flüsse traten über die Ufer und die Winde tobten und rüttelten an diesen beiden Häusern. Jesus spricht über die Stürme des Lebens, über die Versuchungen, in die wir geraten, über die Schwierigkeiten, die auf uns einstürzen, über Probleme, die uns plagen und anderes mehr. Im Sturm dieser Pandemie und der Unsicherheit über die Zukunft hat das auf Fels gebaute Haus, also ein Leben, das in der Treue zum Evangelium und zur Liebe geführt wird, Bestand. Das andere Haus aber, das auf Sand gebaut ist, stürzt unvermeidlich ein. Sind diese Sandkörner nicht die unzähligen Körnchen von Lastern, Schwächen, Instinkten, die - wenn auch winzig klein - unser Herz und unseren Geist erfüllen und unser Leben oft leer und banal machen? Das Wort Gottes bildet somit das Fundament. Es erleuchtet das Haus und macht es stabil, damit es im Dienst des Evangeliums für alle, besonders für die Armen stehen kann.