Gedenken an den gekreuzigten Jesus

Teilen Auf

Gedenktag des heiligen Kirchenvaters und Mönchs Johannes von Damaskus, der im achten Jahrhundert in Damaskus lebte, seine Güter an die Armen verteilte und in das Kloster San Saba bei Jerusalem eintrat. Gebet für die Christen in Syrien.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Matthäus 9,27-31

Als Jesus weiterging, folgten ihm zwei Blinde und schrien: Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids! Nachdem er ins Haus gegangen war, kamen die Blinden zu ihm. Und Jesus sagte zu ihnen: Glaubt ihr, dass ich dies tun kann? Sie antworteten: Ja, Herr. Darauf berührte er ihre Augen und sagte: Wie ihr geglaubt habt, so soll euch geschehen. Da wurden ihre Augen geöffnet. Jesus aber wies sie streng an: Nehmt euch in Acht! Niemand darf es erfahren. Doch sie gingen weg und erzählten von ihm in der ganzen Gegend.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Zwei Blinde folgen Jesus, als er das Haus des Synagogenvorstehers verlässt. Sie richten eine einfache Bitte an ihn: "Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids!" Es ist eine Bitte, die wir oft in den Evangelien lesen. Die Kirche lässt sie uns zu Beginn jeder Messe wiederholen: "Herr, erbarme dich!" Angesichts der Größe des Herrn ist dies das erste und wichtigste Gebet, das wir an ihn richten können, denn wir sind arme Bettler um Liebe. Als Jesus das Haus betritt, nimmt er sich der beiden Blinden an und spricht mit ihnen. Die Heilung ist keine magische Handlung und auch nicht das Ergebnis esoterischer Riten. Heilung geschieht immer innerhalb einer persönlichen Beziehung zu Jesus: Man muss den Augen und dem Herzen Jesu begegnen, man muss sich vertrauensvoll an ihn binden. Deswegen fragt Jesus die beiden Blinden: "Glaubt ihr, dass ich dies tun kann?" Dies ist die Frage nach dem Vertrauen in ihn. Ohne diese direkte persönliche vertrauensvolle Beziehung ist keine Heilung möglich. Als die beiden Blinden seine Frage bejahen, berührt Jesus ihre Augen und sagt: "Wie ihr geglaubt habt, so soll euch geschehen." Da öffneten sich ihre Augen. Es gibt eine direkte Verknüpfung zwischen dem Glauben und der Heilung. Karl Barth, ein bekannter protestantischer Theologe des vergangenen Jahrhunderts, hatte Recht: "Gott verhält sich nicht gleich, ob wir zu ihm beten oder es nicht tun." Das ist eine wertvolle Lehre. Das Gebet ist das erste Werk des Glaubenden. So gibt man sich dem Herrn hin, der hört und erhört.