Gedenken an die Mutter des Herrn

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Gedenken an den Propheten Elija, der in den Himmel entrückt wurde und Elischa seinen Mantel überließ.
Die Muslime feiern das Opferfest (Aid al-Adha)


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Geist des Herren ruht auf dir,
der von dir geboren wird, wird heilig sein.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Matthäus 12,46-50

Als Jesus noch mit den Leuten redete, siehe, da standen seine Mutter und seine Brüder draußen und wollten mit ihm sprechen. Da sagte jemand zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir sprechen. Dem, der ihm das gesagt hatte, erwiderte er: Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder? Und er streckte die Hand über seine Jünger aus und sagte: Siehe, meine Mutter und meine Brüder. Denn wer den Willen meines himmlischen Vaters tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Hier sind, Herr, deine Diener,
uns geschehe nach deinem Wort.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Diese Episode wird von allen Synoptikern überliefert. Schon dies weist auf ihre Wichtigkeit für das Leben der Urgemeinde hin. Jesus spricht gerade zu der Menge, als seine Mutter und seine Brüder kommen und ihn treffen wollen. Doch die Menge ist so groß, dass sie seine Verwandten daran hindert, näher an ihn heranzukommen. Der Evangelist merkt an, dass die Verwandten "draußen" stehen. Sie sind also nicht unter den Zuhörern. Dieser Hinweis bezieht sich nicht so sehr auf den Raum. Der Evangelist unterstreicht, dass der Glaube nicht über die Blutsbande vermittelt wird, sondern durch das Hören auf das Wort Gottes. Zu denen, die ihm sagen, dass draußen seine Mutter und seine Brüder sind und auf ihn warten, antwortet Jesus, seine Mutter und seine Verwandten seien die, die ihm zuhören: die nämlich, die drinnen sind, um die Verkündigung des Evangeliums zu hören. Jesus möchte damit deutlich machen, dass seine wahre Familie aus seinen Jüngern besteht, aus denen, die ihm vertrauen und aus den Armen, die sich ihm anvertrauen. Das Wort Gottes verbessert die "natürlichen" Beziehungen und bringt durch das Wirken des Geistes, der in die Herzen ausgegossen ist, neue Beziehungen hervor. Aus dem Hören auf das Wort Gottes entsteht eine neue Familie, die viel größer und fester gefügt ist als die natürliche Familie. Die geschwisterlichen Bindungen, die Jesus zu schaffen gekommen ist, sind nicht auf uns selbst und unsere irdischen Beziehungen gegründet, sondern auf das Hören des Wortes Gottes. Die durch das Evangelium versammelte christliche Gemeinschaft ist ein Segen für die ganze Gesellschaft, besonders für die Einsamen, die Armen, die Verlassenen, die Betrübten und Verfolgten. Für diese Letzten ist die Gemeinschaft der Jünger oft die einzige Familie, die sie aufnimmt und behütet.