Gedenken an den gekreuzigten Jesus

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Gedenken an die Heiligen Antonius und Theodosius († 1073), die Gründer des Kiewer Höhlenklosters und Väter des russischen und ukrainischen Mönchtums. Gedenken an die Christen in der Ukraine und in Russland.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Matthäus 13,18-23

Ihr also, hört, was das Gleichnis vom Sämann bedeutet. Zu jedem Menschen, der das Wort vom Reich hört und es nicht versteht, kommt der Böse und nimmt weg, was diesem Menschen ins Herz gesät wurde; bei diesem ist der Samen auf den Weg gefallen. Auf felsigen Boden ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort hört und sofort freudig aufnimmt; er hat aber keine Wurzeln, sondern ist unbeständig; sobald er um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt wird, kommt er sofort zu Fall. In die Dornen ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort hört, und die Sorgen dieser Welt und der trügerische Reichtum ersticken es und es bleibt ohne Frucht. Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht; er bringt Frucht - hundertfach oder sechzigfach oder dreißigfach.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das heutige Evangelium überliefert die Deutung des Gleichnisses vom Sämann so, wie Jesus selbst es seinen Jüngern ausgelegt hat. Der Sämann hat den Samen - "das Wort vom Reich", wie Jesus erklärt - mit vollen Händen ausgestreut. Das Evangelium ist das Wort, das in den Herzen der Menschen und in der Geschichte das Himmelreich eröffnet. Wir wissen, dass die Verkündigung des Himmelreiches im Mittelpunkt der Predigt Jesu steht. Er beginnt die Erklärung, indem er die vier verschiedenen Arten des Bodens erläutert, auf die der Same vom Sämann gestreut wird. Die Samen, die auf den Weg fallen, werden vom Bösen geraubt. Das sind unsere Herzen, wenn sie undurchdringlich oder auf uns selbst konzentriert sind. Das Wort wird gesät, aber man ist so mit sich selbst beschäftigt, dass man das Geschenk, das man empfangen hat, nicht verstehen und nicht aufnehmen kann. Natürlich besteht die Hoffnung, dass es auf guten Boden fällt und Wurzeln schlagen kann, wenn der Sämann wiederkommt. Dann ist da der Same, der auf felsigen Boden fällt. Das ist bei jenen der Fall, die noch voll guter Absicht zuhören, dann aber das Wachstum durch die Schwierigkeiten, Anfechtungen und Mühen verhindern lassen. Dann ist da der Same, der in die Dornen fällt. Das ist das Herz dessen, der auf das Wort hört, bei dem dann aber die weltlichen Sorgen und vor allem der Reichtum so erdrückend sind, dass sie das Wachsen verhindern. Schließlich ist da der gute Boden, also das Herz dessen, der zuhört und zulässt, dass der Samen wächst und reif wird. Es kommt nicht auf die Menge der Ernte an, sondern dass es sie gibt. Frucht zu bringen bedeutet, dem Sämann helfen zu können, dass der Same in uns selbst wächst. Das ist der Sinn der Mahnung an die Jünger, dass sie den Herrn darum bitten sollen, Arbeiter für seine Ernte zu senden. Diese Arbeiter sind dazu gerufen, selbst Sämann zu sein. Sie müssen jeden Tag den Samen des Evangeliums aussäen, mit der gleichen Großzügigkeit wie der Sämann.