Gedenken an den gekreuzigten Jesus

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Gedenktag des heiligen Franz Xaver (+ 1552). Er lebte als Jesuit und Missionar im 16. Jahrhundert in Indien und Japan.


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das ist das Evangelium der Armen,
die Befreiung der Gefangenen,
das Augenlicht der Blinden,
die Freiheit der Unterdrückten.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Buch Jesaja 29,17-24

Ist es nicht nur noch eine kurze Zeit, dann wandelt sich der Libanon in einen Baumgarten und der Baumgarten wird als Wald gelten? Die Tauben werden an jenem Tag die Worte des Buches hören und aus Dunkel und Finsternis werden die Augen der Blinden sehen. Die Gedemütigten freuen sich wieder am HERRN und die Armen unter den Menschen jubeln über den Heiligen Israels. Denn der Unterdrücker ist nicht mehr da, der Spötter ist am Ende, ausgerottet sind alle, die auf Böses bedacht sind, die durch ein Wort Menschen zur Sünde verleiten, die dem, der im Stadttor entscheidet, Fallen stellen und den Gerechten mit haltlosen Gründen wegdrängen. Darum - so spricht der HERR zum Haus Jakob, der HERR, der Abraham losgekauft hat: Nun braucht sich Jakob nicht mehr zu schämen, sein Gesicht muss nicht mehr erbleichen. Denn wenn er seine Kinder, das Werk meiner Hände, in seiner Mitte sieht, werden sie meinen Namen heilig halten. Sie werden den Heiligen Jakobs heilig halten und den Gott Israels werden sie fürchten. Dann werden, die verwirrten Geistes waren, Einsicht erkennen, und die murrten, nehmen Belehrung an.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Der Menschensohn
ist gekommen, um zu dienen,
wer groß sein will
mache sich zum Diener aller.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Mit diesen Worten endet das Kapitel über Jerusalem, dem die Strafe wegen seiner geistlichen Verblendung angekündigt wird. Der Prophet Jesaja verheißt das große Werk der Verwandlung der Menschheit. Man muss nicht mehr lange warten: "Nur noch eine kurze Zeit" und der Herr wird eingreifen. Diese Worte wollen uns gleichsam das mit Händen greifen lassen, was geschieht, wenn der Herr einschreitet: "... dann wandelt sich der Libanon in einen Baumgarten und der Baumgarten wird als Wald gelten". Auch der Schöpfung kommt das veränderte Herz der Menschen zugute. Die Menschen werden auf der Erde leben, ohne sie zu zerstören und für eigene Interessen auszubeuten. Daher sollen sie die Schöpfung achten, damit sie zu einem "Baumgarten" werden kann. Diese prophetischen Worte erscheinen gerade in dieser Zeit von großer Bedeutung, in der Individualinteressen zur Umweltzerstörung führen. Die Enzyklika "Laudato si'" von Papst Franziskus greift diesen Aufruf des Propheten auf und dehnt ihn auf die ganze Welt aus. Es ist unerlässlich, das Wort Gottes wieder neu zu verkünden, damit die Verheißung eintrifft: "Denn die Tauben werden an jenem Tag die Worte des Buches hören" und "die Augen der Blinden" werden sehen. Der Prophet verspricht, dass sich die Welt verändern wird. Dies hat der Herr schon an Abraham und am Haus Jakobs getan, wie Jesaja betont und verheißt: "Die Gedemütigten freuen sich wieder ... und die Armen unter den Menschen jubeln". Das Volk Gottes ist ein demütiges Volk und vertraut auf die Macht seines Herrn. Es lebt vereint mit dem Volk der Armen, das wieder jubelt, weil es die Nähe des Heiligen Israels erfährt. Mit diesem Bund Gottes beginnt das neue Reich. Der Prophet sagt: "Nun braucht sich Jakob nicht mehr zu schämen, sein Gesicht muss nicht mehr erbleichen. Denn wenn er seine Kinder, das Werk meiner Hände, in seiner Mitte sieht, werden sie meinen Namen heilig halten." Die Gläubigen schämen sich nicht, vielmehr jubeln sie über die Werke des Herrn, die er durch sie unter den Menschen vollbracht hat.