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UNESCO: "Die historische Wahrheit über den Tempelberg von Jerusalem wird geleugnet. Die für Judentum, Christentum und Islam heilige Stadt darf nicht für politische Zwecke instrumentalisiert werden."

20 Oktober 2016

Judentum

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Die Gemeinschaft Sant'Egidio missbilligt die neuste Resolution der UNESCO-Kommission "Programme and External Relations" über den "Schutz des kulturellen Erbes von Palästina und den endgültigen Charakter von Ostjerusalem". Die Wahl der ausschließlichen Bezeichnung als "edles Heiligtum", das in arabischer Sprache ein Hinweis auf die Al-Aqsa-Moschee ist, und die Tatsache, den jüdischen Begriff "Tempelberg" unerwähnt zu lassen, widerspricht der Berufung des internationalen Organisation mit dem Auftrag, das kulturelle Erbe der Welt zu bewahren und lässt auf politische Absichten schließen.

Der von der UNESCO-Kommission angenommene Text leugnet trotz der Vorbehalte von Seiten der Generaldirektorin, Irina Bokova, die tausendjährige Verbundenheit des Volkes Israel mit dem Ort, wo einst der Tempel stand. Dadurch wird nicht nur das religiöse Empfinden von Millionen Juden beleidigt, es werden auch nicht zu bezweifelnde historische und archäologische Tatsachen ignoriert, die die Heiligkeit dieses Orten für Gläubige anderer Religionen nicht in Frage stellen.  Möge Jerusalem, dessen Name "Stadt des Friedens" bedeutet, nicht mehr für politische Zwecke instrumentalisiert werden, sondern zum Ort der Begegnung und des Zusammenlebens mit einer erneuerten Suche nach Frieden werden, die auf dem Weg des Dialogs zwischen Christen, Juden und Muslimen durchgeführt wird.