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Ökologie, solidarische und nachhaltige Entwicklung: die grüne Gemeinschaft Sant’Egidio von Bukavu in der Demokratischen Republik Kongo

7 November 2018 - BUKAVU, DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO

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Am 19. Oktober haben die Universitätskurse des Projektes Bukavu – Green Community begonnen, die von Sant’Egidio in Kivu organisiert werden.

Im Unicampus der UCB (Katholische Universität von Bukavu) besuchen Ingenieure aus Bukavu und Goma im ersten Semester den Kurs Projektentwicklung, Bau und Unterhalt von erneuerbaren Energieproduktionsanlagen. Der Kurs endet mit dem zweiten Semester im April 2019. Er findet auf der Grundlage eines Abkommens über Umweltkooperation zwischen dem italienischen Umweltministerium und dem Ministerium für Bewahrung der Schöpfung und nachhaltige Entwicklung der Demokratischen Republik Kongo statt. Im Verlauf von drei Jahren werden drei wichtige Ziele verfolgt. Ausbildung auf hohem Niveau für diplomierte Ingenieure aus dem Kongo im Bereich erneuerbare Energien und gute Nutzung und Wiederaufbereitung von Wasser und Abfällen. Es soll eine Zusammenarbeit auf Arbeitsebene im Bereich Sonnenenergie begonnen werden, um durch das Projekt auf lokaler Ebene Unternehmen zu gründen. Es sollen einige Produktionsprojekte für Elektroenergie aus erneuerbaren Quellen im Dienst von örtlichen Einrichtungen installiert werden, wo es häufig zu wenig Energie für alle gibt.

Die Qualität der Fortbildung wird durch eine Partnerschaft mit Professoren zweier hochrangiger Universitäten, dem Polytechnikum Turin und der Katholischen Universität Bukavu, garantiert. Der Generalsekretär des kongolesischen Umweltministeriums sagte bei seinem Besuch in Bukavu: „Wir haben einen großen Bedarf an langfristiger Kompetenz. Bildung und Arbeit ist ein angemessenes Binom, damit die jungen Menschen Wissen erwerben und das Wissen anwenden… nicht fortgehen, sondern in ihrer Region das umsetzen, was sie gelernt haben.“

Zwei für Sant’Egidio sehr bedeutungsvolle Energieanlagen werden installiert. Zunächst im Bereich des Friedenszentrums, das Sant’Egidio in Bukavu errichtet. Die Anlage wird mit 79KW die bisher größte in ganz Südkivu sein. Sie wird der ganzen Umgebung Strom liefern, vom größten Gymnasium der Stadt bis zum benachbarten Universitätscampus. Das ist saubere Energie für die Jugend und die Erziehung. Die zweite Anlage wird in Goma bei einer Grundschule mit dem Namen Floribert Bwana Chui installiert; der Name geht auf einen Märtyrer zurück, der gegen die Korruption Widerstand geleistet hat. Sie wird für die Schule und das Stadtviertel Mugunga eingesetzt, das aus einem Flüchtlingslager entstand und jetzt zum westlichsten Stadtviertel Gomas geworden ist. Die saubere Energie dient dem Wachstum der Peripherien. Die Studenten und Dozenten zeigten sich zu Beginn begeistert und inspiriert vom Geist von Sant’Egidio, der aus Liebe zu Afrika und Glaube an eine solidarische und nachhaltige Entwicklung besteht. Das ist eine Hoffnung für Afrika, damit nicht dieselben Fehler wiederholt werden, wie es in verschiedenen Regionen des Planeten geschehen ist, wo es zu einem hemmungslosen Wettlauf nach nicht erneuerbarer und sehr umweltschädlicher Energiegewinnung gekommen ist.

 



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