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Flüchtlinge in Mosambik: Armut, Klimawandel, Gewalt. Sant'Egidio in den Lagern für Flüchtlinge und Vertriebene #WorldRefugeeDay

20 Juni 2020 - MOSAMBIK

Mosambik
AfrikaZyklon IdaichoronavirusCovid-19

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Flüchtlinge, Vertriebene, Inlandsflüchtlinge. Zum Weltflüchtlingstag ein Besuch im Flüchtlingslager in Mosambik, dort Leben von Armut, vom Klimawandel und von Gewalt gezeichnete Menschen. In dieser Region setzt sich die Gemeinschaft Sant'Egidio durch Solidarität und Gebet für den Frieden.

Gewalttätige Übergriffe in der Provinz Cabo Delgado. Die Hilfe von Sant’Egidio in den großen Lagern der Vertriebenen

Seit 2017 ist die Provinz Cabo Delgado im äußersten Norden Mosambiks Opfer von gewalttätigen Übergriffen islamischer Extremisten geworden. Die Gegend ist reich an Rohstoffen, dort gibt es große Gasvorkommen und auch Edelsteine und andere wertvolle Mineralien.
Die gewalttätigen Übergriffe auf arme Dörfer von Bauern oder Fischern haben nicht nur Hunderte Todesopfer gefordert, sondern auch Tausende von Frauen, Männern und Kindern in die Flucht getrieben. Nach Schätzungen sind es ca. 200.000 Inlandsflüchtlinge, sie suchen Sicherheit in der Nähe der Stadt Pemba, dem Hauptort der Provinz Cabo Delgado, und auch in der benachbarten Provinz Nampula. Mit der Diözesancaritas Pemba hat die Gemeinschaft in diesen Tagen Lebensmittel und Seife in einem Lager in der Nähe von Metuge verteilt, in dem aktuell ca. 15.000 Menschen leben. In den nächsten Tagen werden auch in zwei Lagern in der Provinz Nampula, in Namialo und Nacarroa Hilfsgüter verteilt.

Einsatz für Umweltflüchtlinge für umgesiedelte Opfer des Zyklons Idai

In der Nähe von Beira befinden sich drei Lager für die Neuansiedlung der Opfer vom Zyklon Idai, der im März 2019 90% der Häuser der Stadt zerstört oder beschädigt hat.
Huete leben in den drei Lagern ca. 1500 Familien. Seit über einem Jahr sind sie noch in Zelten untergebracht, einige haben sich selbst Lehmhütten gebaut. Die Gemeinschaft hat vor kurzem dort Lebensmittel, Seife und Masken an ca. 700 Familien verteilt.

Trotz der Nähe zu Beira sind einige Lager isoliert. Man hat Bäume gefällt, um Platz für Neuankömmlinge zu schaffen. Seit Beginn der Notlage hat die Gemeinschaft immer wieder Lebensmittel, Seife, Deskinfektionsmittel zur Wasserreinigung verteilt. Das wird auch in den kommenden Wochen fortgesetzt.

VIDEO: Ausgabe von Pakete mit Gütern für den Grundbedarf im Lager Maratane

 

Essen für Kinder und Familien im Lager Maratane für afrikanische Flüchtlinge

Eigentlich war es ein Ort für Aussätzige und ein Betreuungszentrum für Tuberkulosekranke. Heute ist Maratane ein Flüchtlingslager 30 km von Nampula, der größten Stadt im Norden Mosambiks. Dort leben ca. 9000 Flüchltinge überwiegend aus der Demokratischen Republik Kongo und Burundi, aber auch aus Äthiopien und Ruanda.

Seit 2011 besucht die Gemeinschaft das Lager, damals gab es eine Flüchtlingswelle vor allem vom Horn Afrikas wegen einer großen Dürre. 2015 kamen dann Flüchtlinge aus Burundi und der Region Kivu im Kongo hinzu.

Seit fast zehn Jahren organisiert die Gemeinschaft jede Woche ein Mittagessen für die Kinder im Lager, dem schließen sich auch mosambikanische Kinder an, die mit ihren Familien in der Umgebung des Lagers leben. Das sind immer zwischen 300 und 500 Kinder. Das Mittagessen ist auch ein Anlass, um mit den Kindern zu spielen. Durch den Lockdown darf es kein Mittagessen geben, doch die Familien erhalten von der Gemeinschaft Lebensmittelpakete.

 



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