Gebet an Ostern

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Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Christus ist von den Toten auferstanden
und er stirbt nicht mehr,
er erwartet uns in Galiläa.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Apostelgeschichte 4,1-12

Während sie zum Volk redeten, traten die Priester, der Tempelhauptmann und die Sadduzäer zu ihnen. Sie waren aufgebracht, weil die Apostel das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung von den Toten verkündeten. Und sie legten Hand an sie und hielten sie bis zum nächsten Morgen in Haft. Es war nämlich schon Abend. Viele aber von denen, die das Wort gehört hatten, wurden gläubig; und die Zahl der Männer stieg auf etwa fünftausend. Es geschah: Am anderen Morgen versammelten sich ihre Oberen sowie die Ältesten und die Schriftgelehrten in Jerusalem, dazu Hannas, der Hohepriester, Kajaphas, Johannes, Alexander und alle, die aus dem Geschlecht der Hohepriester stammten. Sie stellten die beiden in die Mitte und forschten sie aus: Mit welcher Kraft oder in wessen Namen habt ihr das getan? Da sagte Petrus, erfüllt vom Heiligen Geist, zu ihnen: Ihr Führer des Volkes und ihr Ältesten! Wenn wir heute wegen einer guten Tat an einem kranken Menschen darüber vernommen werden, durch wen er geheilt worden ist, so sollt ihr alle und das ganze Volk Israel wissen: im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, den ihr gekreuzigt habt und den Gott von den Toten auferweckt hat. Durch ihn steht dieser Mann gesund vor euch. Dieser Jesus ist der Stein, der von euch Bauleuten verworfen wurde, der aber zum Eckstein geworden ist. Und in keinem anderen ist das Heil zu finden. Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Christus ist von den Toten auferstanden
und er stirbt nicht mehr,
er erwartet uns in Galiläa.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Die Apostelgeschichte berichtet in diesem Abschnitt über die Verhaftung von Petrus und Johannes durch die Tempelwache: "Und sie legten Hand an sie und hielten sie bis zum nächsten Morgen in Haft." Es wiederholt sich, was kurz zuvor mit Jesus geschehen war. Warum? Nach der Heilung des Gelähmten eilten die Menschen herbei und hörten ihnen aufmerksam zu. Zwischen der egoistischen Mentalität dieser Welt und dem Evangelium gibt es einen mehr oder weniger verborgenen, aber ständigen Gegensatz. Immer ist das Wort Gottes der Mentalität der Welt gegenüber nicht nur fremd, es übt auch Kritik an ihr: Es wendet sich gegen alle Gewalt, ist beunruhigend für jede Form von Selbstzufriedenheit, stellt jede Resignation infrage und drängt unaufhörlich dazu, die ausschließliche Selbstliebe abzulegen. Petrus und Johannes finden im Evangelium ihre Antriebskraft. Während die Mitglieder des Hohen Rates die Apostel befragten, antworteten diese ohne Furcht und sogar mit großem Freimut, dass sie ihre Tat mit der Vollmacht Jesu vollbracht haben, der von ihnen gekreuzigt wurde. Dieser Jesus, von dem sie glaubten, er sei tot und für immer besiegt, wurde von Gott auferweckt und wirkt nun in der Welt durch diese kleine Gruppe von Männern und Frauen, die sich freimütig als seine Jünger bezeichnen. Petrus greift das von Jesus in seinem Wirken verwendete Bild auf und antwortet: "Dieser Jesus ist der Stein, der von euch Bauleuten verworfen wurde, der aber zum Eckstein geworden ist. Und in keinem anderen ist das Heil zu finden." Mit diesen Worten und diesem Zeugnis begannen die Verkündigung und das Wirken der Urgemeinde in der Geschichte. Petrus und Johannes haben Angst und Furcht abgelegt und verkünden nun mit Freimut in Worten und in Taten der Heilung, dass Jesus Christus der einzige Erlöser ist: "Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen."