Gedenken an die Heiligen und die Propheten

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Gebet für die Einheit der Christen. Besonderes Gedenken an die protestantischen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften (Lutheraner, Reformierte, Methodisten, Baptisten, Pfingstkirchen und Evangelikale).


Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das erste Buch Samuel 17,32-33.37.40-51

David sagte zu Saul: Niemand soll wegen des Philisters den Mut sinken lassen. Dein Knecht wird hingehen und mit diesem Philister kämpfen. Saul erwiderte ihm: Du kannst nicht zu diesem Philister hingehen, um mit ihm zu kämpfen; du bist zu jung, er aber ist ein Krieger seit seiner Jugend. Und David sagte weiter: Der HERR, der mich aus der Gewalt des Löwen und des Bären gerettet hat, wird mich auch aus der Gewalt dieses Philisters retten. Da antwortete Saul David: Geh, der HERR sei mit dir. nahm seinen Stock in die Hand, suchte sich fünf glatte Steine aus dem Bach und legte sie in die Hirtentasche, die er bei sich hatte, in den Vorratsbeutel. Die Schleuder in der Hand, ging er auf den Philister zu. Der Philister kam immer näher an David heran; sein Schildträger schritt vor ihm her. Als der Philister aufblickte und David sah, verachtete er ihn, denn er war jung, rötlich und von schöner Gestalt. Der Philister sagte zu David: Bin ich denn ein Hund, dass du mit einem Stock zu mir kommst? Und er verfluchte David bei seinen Göttern. Er rief David zu: Komm nur her zu mir, ich werde dein Fleisch den Vögeln des Himmels und den wilden Tieren geben. David antwortete dem Philister: Du kommst zu mir mit Schwert, Speer und Sichelschwert, ich aber komme zu dir im Namen des HERRN der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels, den du verhöhnt hast. Heute wird dich der HERR mir ausliefern. Ich werde dich erschlagen und dir den Kopf abhauen. Die Leichen des Heeres der Philister werde ich noch heute den Vögeln des Himmels und den wilden Tieren geben. Alle Welt soll erkennen, dass Israel einen Gott hat. Auch alle, die hier versammelt sind, sollen erkennen, dass der HERR nicht durch Schwert und Speer Rettung verschafft; denn es ist ein Krieg des HERRN und er wird euch in unsere Hand geben. Als der Philister weiter vorrückte und immer näher an David herankam, lief auch David schnell auf die Schlachtreihe zu, dem Philister entgegen. Er griff in seine Hirtentasche, nahm einen Stein heraus, schleuderte ihn ab und traf den Philister an der Stirn. Der Stein drang in die Stirn ein und der Philister fiel mit dem Gesicht zu Boden. So besiegte David den Philister mit einer Schleuder und einem Stein; er traf den Philister und tötete ihn, ohne ein Schwert in der Hand zu haben. Dann lief David hin und trat neben den Philister. Er ergriff sein Schwert, zog es aus der Scheide, tötete ihn und schlug ihm den Kopf ab. Als die Philister sahen, dass ihr starker Mann tot war, flohen sie.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Saul gelingt es nicht, Israel vor den Philistern zu verteidigen, deren Bedrohlichkeit in der Person des Goliat Gestalt annimmt. Wenn Goliat als Riese bezeichnet wird, dann ist das nicht nur ein sprachliches Bild; er ist wirklich ein imposanter Mann, dessen Aussehen ganz Israel vor Angst erzittern lässt. Zudem hat er eine vollständige Rüstung: Helm, Schuppenpanzer, Beinschienen, Speer und Sichelschwert. Er ist der Archetyp des Kriegers. Zu seiner schrecklichen Bewaffnung kommen noch hochtrabende Worte hinzu. Er ist sich seiner sicher. Israel ist davon eingeschüchtert. Doch dann tritt David vor, ein junger Mann, der achte Sohn einer unbedeutenden Familie, der nicht weiter auffällt. Doch er kann es kaum erwarten, in den Kampf einzutreten. Die anderen sind verschreckt und können weder denken noch sprechen; David dagegen fragt mit einer selbstsicheren Einstellung: „Wer ist denn dieser unbeschnittene Philister, dass er die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhöhnen darf?" (1 Sam 17,26). David weiß, dass der Herr Israel beschützt. Für ihn ist es undenkbar, den Ausgang einer Schlacht abzuschätzen, ohne an Gott zu denken. Er ist wirklich ein Mann „nach dem Herzen" Gottes (1 Sam 13,14). So ist seine Frage, die naiv erscheint, ein deutlicher Vorwurf an seine Brüder und am Ende auch an Saul. David weiß, dass der Herr bei seinem Volk ist. Er geht daher zu Saul und erzählt ihm von seiner Erfahrung und seiner Eignung (1 Sam 16,18): Er hat seine Herde vor Löwen und Bären beschützt und konnte die Schafe vor den Tieren retten, die sie angriffen (1 Sam 17,35). Den Philister will er wie eines dieser Raubtiere behandeln, die er ohne Angst vernichtet hat. Der Hauptgrund für Davids Mut ist, dass dieser Philister den lebendigen Gott herausgefordert hat. Niemand anderes im Text außer David erwähnt den Namen Gottes. Er zweifelt nicht an der Hilfe Gottes. Saul lässt sich überzeugen und in seiner Antwort an David hat er den Mut, ebenfalls den Namen Gottes auszusprechen. Es ist, als hätte David dem Saul den Mut und den Glauben gegeben, von Neuem vom Herrn zu sprechen. Saul möchte, dass David sein Verhalten nachahmt und die Kriegsrüstung anzieht. Doch David weigert sich, so wie Saul zu sein, wie die anderen Völker oder wie der Philister (1 Sam 17,39b), und schlägt eine radikale Alternative vor: nur fünf glatte Steine. Dann stehen sie sich gegenüber - auf der einen Seite die militärische Kraft und auf der anderen Seite die Schwäche; der Riese und der junge Mann, derjenige, der auf sich selbst vertraut, und der, welcher sein Vertrauen auf Gott setzt. David legt Zeugnis ab von der Kraft Gottes und an den Riesen gewandt sagt er mit Gewissheit: „Heute wird dich der HERR mir ausliefern". Tatsächlich besiegt er den Riesen mit nur einem Stein. Er erschlägt ihn und schlägt ihm den Kopf ab.