Gedenken an die Heiligen und die Propheten

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Lesung des Wortes Gottes

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr seid ein auserwählter Stamm,
ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk,
ein Volk, das Gott erworben hat,
um seine Wunder zu verkünden.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Das Evangelium nach Matthäus 15,29-37

Jesus zog von dort weiter und kam an den See von Galiläa. Er stieg auf einen Berg und setzte sich. Da kamen viele Menschen zu ihm und brachten Lahme, Blinde, Krüppel, Stumme und viele andere Kranke; sie legten sie ihm zu Füßen und er heilte sie, sodass die Menschen staunten, als sie sahen, dass Stumme redeten, Krüppel gesund wurden, Lahme gehen und Blinde sehen konnten. Und sie priesen den Gott Israels. Jesus rief seine Jünger zu sich und sagte: Ich habe Mitleid mit diesen Menschen; sie sind schon drei Tage bei mir und haben nichts mehr zu essen. Ich will sie nicht hungrig wegschicken, sonst brechen sie auf dem Weg zusammen. Da sagten die Jünger zu ihm: Wo sollen wir in dieser Wüste so viel Brot hernehmen, um so viele Menschen satt zu machen? Jesus sagte zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Sie antworteten: Sieben - und ein paar Fische. Da forderte er die Leute auf, sich auf den Boden zu setzen. Und er nahm die sieben Brote und die Fische, sprach das Dankgebet, brach sie und gab sie den Jüngern und die Jünger gaben sie den Menschen. Und alle aßen und wurden satt. Und sie sammelten die übrig gebliebenen Stücke ein, sieben Körbe voll.

[Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart - Alle Rechte vorbehalten]

 

Halleluja, halleluja, halleluja.

Ihr werdet heilig sein,
weil ich heilig bin, spricht der Herr.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Als Jesus nach Galiläa zurückkehrte, stieg er wieder auf den Berg. Dieser hohe Ort, an dem sich der Sohn und der Vater im Gebet begegnen, verwandelte sich in einen heiligen Ort, zu dem Kranke, Arme und Lahme gebracht werden, damit sie von Jesus gesegnet und geheilt werden. Genau das erfüllt Jesus: Er heilt die Kranken und richtet an alle sein Wort. Der Text erweckt den Eindruck, dass alles an drei aufeinander folgenden Tagen - also ohne Unterbrechung - geschieht. Die Entscheidung dieser Menschen, trotz vieler Beschwerden bei Jesus zu bleiben, steht im Gegensatz zu unserer Faulheit und Zerstreuung angesichts des Wortes Gottes. Drei ganze Tage lang hat diese Menge Jesus zugehört. Jesus bemerkt es und ist innerlich bewegt. Er beschließt, ihnen auch das materielle Brot zu schenken, nachdem er ihre Herzen mit dem Brot des Wortes genährt hatte. Im Gegensatz zu Jesus verstehen die Jünger nicht und sind nicht von der Ausdauer jener Menschenmenge berührt, die während sie Jesus zuhörten, sogar zu essen vergessen hatten. Als Jesus sie darauf hinweist, zeigen sie nur ihre Resignation: Man kann nichts tun. Doch Jesus resigniert niemals. Er fordert die Jünger auf, nach Brot unter den Leuten zu suchen. Die Jünger gehorchen Jesus und finden sieben Brote. Sieben steht für die Fülle. Es handelt sich nicht nur um ein Almosen, sondern um eine wahrhaftige Nahrung. Jesus vertraut seiner Kirche, seinen Jüngern, eben diese Aufgabe an. Nicht zufällig werden sieben Diakone ausgewählt, um den Dienst an den Tischen zu tun. Jesus nimmt diese sieben Brote und vermehrt sie für alle viertausend anwesenden Personen. Das Wunder geschieht aus einer leidenschaftlichen Liebe zu dieser müden und hungernden Menge heraus. Dieses Evangelium fordert uns dazu auf, das gleiche Mitleid für die Schwachen und Armen zu haben. So können wir selbst am Wunder der Vermehrung der Liebe mitwirken.