Südsudan

Frieden

Teilen Auf

Der Bürgerkrieg – der am 15. Dezember 2013 begann – hat mehrere tausend Todesopfer gefordert. Die Lage im Land ist dramatisch, es gibt 2,5 Millionen Flüchtlinge in Lagern der Nachbarländer und 2 Millionen Inlandsflüchtlinge (Quelle UNHCR). Ca. 6,3 Millionen Menschen werden durch enorme Nahrungsmittelhilfen des World Food Programme unterstützt. Die Kämpfe zwischen den Fraktionen dauern an, die Straßen sind unbenutzbar. Einige Verbindungen im Inland sind Flüge. Der Konflikt wurde noch schlimmer durch die große Anzahl der im Land verbreiteten Waffen. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind ca. 700.000 leichte Waffen (darunter sehr viele AK47) in den Händen der Zivilbevölkerung.

Die Hauptgruppen des Konflikts sind die Regierung unter der Führung von Salva Kiir und eine wesentlich aus der Dinkaethnie bestehende Gruppe (SPLM/IG); die Fraktion von Riek Machar (SPLM/IO) von der Ethnie der Nuer; ein Bündnis aus verschiedenen Rebellengruppen (SSOA) mit dem General Cirillo und verschiedenen Vertretern früherer Regierungen, wie Lam Akol und Pagan Amum; die Gruppe des ehemaligen Generalstabsführers Paul Malong (NAF).

Der Friedensprozess gliedert sich in verschiedene untereinander abgestimmte Initiativen:

High Level Revitalization Forum unter der Leitung der IGAD, die Ismail Wais damit beauftragt hat, das Friedensabkommen von 2015 zwischen Salva Kiir und Riek Machar mit neuem Leben zu erfüllen. Opposition und Regierung beklagen sich aus gegensätzlichen Gründen über das Forum, das die wichtigsten Ursachen der Krise nicht behandelt und keinen direkten Kontakt der Parteien herbeigeführt hat. Das Mandat der IGAD ist sehr eingeschränkt, und die Länder des IGAD sind sich nicht einig, wie mit der Krise umzugehen ist.

Der vom Präsidenten Salva Kiir gewollte National Dialogue möchte einen Beratungsprozess auf lokaler Ebene einschließlich der Flüchtlinge in den Lagern außerhalb des Landes durchführen. Das Leitungskomitee betont, dass Vertreter der Opposition bei dem Prozess fehlen, sodass er nicht als inklusiv angesehen werden kann. Die Beratungen auf Provinzebene wurden abgeschlossen, jedoch mit einer Kritik an der Gestaltung des Dialogs von Seiten der Regierung und an der Abwesenheit des Staates, was die Sicherheit betrifft.

Die Gemeinschaft Sant’Egidio war mehrere Male in Juba und hat am National Prayer For Repentance & Forgiveness teilgenommen und verschiedene Regierungsvertreter, Angehörige der Zivilgesellschaft, des National Dialogue, des Ältestenrates und der Opposition getroffen, um den Dialog zwischen den verschiedenen Parteien zu fördern.

Eine wichtige Partnerschaft besteht zum Kirchenrat von Südsudan (South Sudanese Council of Churches). Es ist eine Einrichtung von großer nationaler Bedeutung, die eine wesentliche Rolle bei der Befriedung des Landes auf allen Ebenen spielt. Die Gemeinschaft Sant’Egidio war in Rom Gastgeber einer Delegation dieses Kirchenrates, der anschließend auch vom Papst empfangen wurde. Mit dem Rat wurde eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Wiederherstellung des Friedens unterzeichnet.

 

NEWS #Frieden #


von 1 bis 2 von 2 nachrichten / ereignisse (in 0,02 sekunden) 

springe zur seite

von 1 »



Südsudan
Südsudan
Südsudan
Südsudan