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3. Dezember: Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung. Eine Welt mit mehr Inklusion nach der Pandemie: die Gemeinschaft schaut auf die Zukunft aller

3 Dezember 2020

Behinderte
Gaststätte ?Die Freunde?

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Am 3. Dezember 2020 lenkt der internationale Tag der Menschen mit Behinderung die Aufmerksamkeit auf den Aufbau von mehr Inklusion auf der Welt, die alle einschließt und allen Zugang ermöglicht. Mit dem Thema Building Back Better möchte die UNO dazu einladen, die Welt nach der Pandemie "besser wiederaufzubauen" mit dem Blick von Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung, denn "es handelt sich nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern um eine Investition für eine gemeinsame Zukunft”.

Seit 1981 wird dieser Tag begangen, seitdem setzt sich auch die Gemeinschaft Sant'Egidio für Menschen mit Behinderung ein.
Der Traum von einer vollständigen Inklusion und einer wirksamen Teilhabe an der Gesellschaft wurde auf drei wesentlichen Ebenen umgesetzt: Wohnung, Arbeit und Gesundheit.
 

Daheim als Alternative zur Heimunterbringung

In Italien wurde durch das Gesetz “Nach uns” (Nr. 112/2016) ein wichtiger Schritt für den Schutz von schwerbehinderten Menschen getan, deren Eltern verstorben sind oder die keine familiäre Unterstützung haben. Es ist eine Ergänzung zu den Gesetzesvorschriften, die alternative Wohnformen zum Heim für Menschen mit Behinderung fördern.
Neue Wohnformen werden ermöglicht, indem häusliche Betreuung gestärkt und ein Zusammenwirken von Ressourcen gefördert wird, das alle umfasst, Menschen mit Behinderung, Einrichtungen und informelles Umwelt wie die Nachbarschaft, das Stadtviertel und das Ehrenamt.

Für Menschen mit Behinderung und für Bedürftige ist die Unterbringung in großen Institutionen trotzdem immer noch eine verbreitete Zukunftsperspektive und wird allzu schnell durchgeführt.

Die Gemeinschaft Sant’Egidio hat in Italien über 35 Wohngemeinschaften bzw. Co-housing-Projekte eingerichtet. In normalen Wohnungen, die teilweise den Behinderten selbst gehören, wird Menschen mit Behinderung der Wunsch ermöglicht, in autonomer und selbstbestimmter Weise zu leben, die Freiheiten der eigenen Lebensgestaltung zu nutzen und unabhängig zu sein (siehe Art. 19 der UN-Behindertenrechtskonvention).

Diese unterschiedlichen Wohnformen haben die gemeinsame Charakteristik, dass ein familiäres Lebensumfeld geschaffen wird. Menschen mit Behinderung helfen einander, im eigenen Umfeld, in der eigenen Wohnung bleiben zu können und angemessene Wohnformen zu wählen, indem neue Freundschaften aufgebaut werden und die menschlichen, sozialen und finanziellen Ressource auf bestmögliche Weise genutzt werden. 

Link:

Wohngemeinschaften
 

Arbeit, Inklusion von Menschen mit Behinderung

Die Pandemie ist eine Herausforderung für die Projekte der Arbeitsinklusion von Menschen mit Behinderung. Besonders wichtig ist die Frage, wie die Gesundheit der Personen vor einem Virus geschützt werden kann, das die körperliche Versehrtheit gefährdet. Die "Gaststätte Die Freunde" ist ein Arbeits- und Ausbildungsprojekt der Gemeinschaft. Es handelt sich um ein Restaurant in Trastevere im Herzen Roms, das unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften, soweit es möglich ist, geöffnet hat. Alle Anti-Covid-19-Maßahmen werden streng umgesetzt. Diese Inklusionsprojekt möchte die Botschaft verbreiten: Behinderte Menschen besitzen viele Fähigkeiten und können vor allem in ihrer Behinderung Freundschaft, Höflichkeit und Gastfreundschaft schenken.

Gaststätte "Die Freunde": inklusives Restaurant mit Menschen mit Behinderung. Interview bei Radio Vatikan (IT)

Bericht bei Rome Reports: Originelle Inklusion in einer Gaststätte im Herzen von Trastevere in Rom (IT)

Link:

Arbeit und Behinderung

Jeder ist eine einzigartige und unwiederholbare Person

In der Enzyklika "Fratelli tutti" erinnert Papst Franziskus daran:  "Viele Menschen mit Behinderungen »fühlen sich ohne Zugehörigkeit und Beteiligung«. Es gibt immer noch vieles, was ihnen eine volle Teilhabe verunmöglicht. Die Aufgabe besteht nicht nur darin, diesen Menschen zu helfen, sondern es geht um ihre »aktive Teilnahme an der zivilen und kirchlichen Gemeinschaft«. Das ist ein anstrengender, ja beschwerlicher Weg, der aber nach und nach dazu beitragen wird, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass jeder Mensch eine einzigartige und unwiederholbare Person ist."

Link:
Behinderung und Evangelium



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