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28 November 2015 | BANGUI, ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK

Zum ersten Mal treffen sich die Präsidentschaftskandidaten und richten eine Botschaft an den Papst, den "Friedenspilger"

An der von der Gemeinschaft Sant'Egidio organisierte Versammlung nahmen die Kandidaten der Wahlen im kommenden Monat aus allen Parteien und Religionen teil. Die Wahlen sollen einen Ausweg aus dem Tunnel der Gewalt sein

 
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Am Vorabend des Besuchs von Papst Franziskus in der Zentralafrikanischen Republik, das sehr unter dem Bürgerkrieg leidet, trafen sich alle nationalen Führer und Kandidaten bei den kommenden Präsidentschaftswahlen in einem Saal des Stadions von Bangui. Die Gemeinschaft Sant'Egidio, die seit vielen Jahren in der Friedensvermittlung tätig ist, organisierte die Versammlung; es ist die erste in dieser Form seit dem Beginn des Konflikts. Dabei kam der Wunsch der Teilnehmer zum Ausdruck, am 27. Dezember an den Wahlen teilzunehmen, da sie als unbedingter Weg angesehen werden, aus dem Tunnel der Gewalt herauszukommen, der das Land seit Jahren mit Blut befleckt. Nur eine durch die Urnen legitimierte Regierung wird Hilfen bekommen, um die Zentralafrikanische Republik wiederaufzubauen und sowohl Armee als auch Polizei mit den Instrumenten auszustatten, die schrittweise die Rolle der bewaffneten Milizen übernehmen sollen. Viele Teilnehmer hatten schon den "Appell für das zentralafrikanische Volk" unterzeichnet, der in Rom bei Sant'Egidio am 27. Februar 2015 verabschiedet wurde.

Wichtig war, dass die Führer aller politischen Kräfte anwesend waren - sowohl Christen als auch Muslime - und auch Vertreter der internationalen Gemeinschaft, vor allem von MINUSCA, dem Friedenskontingent der UNO in der Zentralafrikanischen Republik. Das Treffen bekundete die feste Absicht, die politischen Rivalen als "Gegner aber nicht als Feinde" anzusehen und jede Logik der Auseinandersetzung auf ethnischer oder religiöser Grundlage abzulehnen. Auf Vorschlag der Vertreter der FAO wurde auch besonders auf die Bedürfnisse der landwirtschaftlichen Produktion wertgelegt, die durch den Krieg aktuell zusammengebrochen ist. Die Versammlung endete mit der Entscheidung, eine Grußbotschaft an Papst Franziskus zu richten, dem "Friedenspilger", der am Sonntag, den 29. November das Land besucht.  

 


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