Riccardi Andrea: auf dem web

Riccardi Andrea: auf sozialen netzwerken

Riccardi Andrea: pressespiegel

change language
sie sind in: home - news kontaktnewsletterlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  
21 September 2012 | KRAKAU, POLEN

Europäische Jugendliche in Auschwitz für eine gewaltfreie Welt

Die Jugendlichen von Sant'Egidio treffen ehemalige Deportierte der nationalsozialistischen Vernichtungslager

"Wir sind in Krakau und Auschwitz zusammengekommen, weil Rassismus, Hass und andere Übel weiter wüten. Juden, Roma und andere Minderheiten werden immer noch bedroht. Wir wollen nicht zulassen, dass diese Glut wieder einen Brand entfacht. Darum bitten wir euch Jugendliche um Hilfe. Helft, helft, helft!"

 
druckversion

EINE GEWALTFREIE WELT AUFBAUEN

SO LAUTET DER WUNSCH EUROPÄISCHER JUGENDLICHE, NACHDEM SIE ZEUGNISSE VON ÜBERLEBENDEN DER SHOAH UND DES PORRAJMOS, DEM GENOZID AN DEN SINTI UND ROMA WÄHREND DES ZWEITEN WELTKRIEGS GEHÖRT HABEN

 

 

"Die Flammen des Krematoriums wurden gelöscht, doch vielleicht habt ihr diese Hitze noch gespürt. Wir sind in Krakau und Auschwitz zusammengekommen, weil Rassismus, Hass und andere Übel weiter wüten. Juden, Roma und andere Minderheiten werden immer noch bedroht. Wir wollen nicht zulassen, dass diese Glut wieder einen Brand entfacht. Darum bitten wir euch Jugendliche um Hilfe. Helft, helft, helft!" Mit diesem flehentlichen Appell beendete Béla Varga, ein ungarischer Jude und Überlebender der nationalsozialistischen Deportation im Zweiten Weltkrieg, seinen Vortrag in einem großen Saal voller europäischer Schüler und Studenten. Mehrere Hundert Jugendliche waren aus verschiedenen Ländern auf Einladung der Gemeinschaft Sant'Egidio nach Krakau gekommen (Tschechien, Italien, Polen, Rumänien, Russland, Slowakei, Ukraine, Ungarn). Sie waren beeindruckt vom Zeugnis eines alten Mannes, der als Jugendlicher überlebte und die Grausamkeiten der Shoah durchgestanden hat, und antworteten mit einer Standing ovation, um ihren Wunsch zu Ausdruck zu bringen, auf den Appell zu antworten, der an sie gerichtet wurde.

 

Wie kann eine gewaltfreie Zukunft aufgebaut werden? So lautete die Frage dieses ersten Tages beim dritten Internationalen Treffen "Europäische Jugendliche für eine gewaltfreie Welt". Diese Frage hat ihren Ursprung im Einsatz der Gemeinschaft Sant'Egidio in zahlreichen europäischen Städten, wo viele Initiativen eine Kultur der Solidarität, des Zusammenlebens und des Dialogs verbreiten und dabei besonders die Jugendlichen einbeziehen möchten. Es gibt öffentliche Tagungen zum Thema Antisemitismus in Kiew, Veranstaltungen als Antwort auf Gewalt gegen Sinti und Roma in Prag und Budapest, Konferenzen zum Thema Solidarität mit Obdachlosen in Warschau, Bratislava und Moskau oder zum Thema Alter in Bukarest. Diese Frage stand somit auf dem langen und intensiven Weg der Vorbereitung auf das Treffen in Krakau-Auschwitz im Mittelpunkt.

 

In der polnischen Stadt versammelten sich nicht nur Schüler sondern auch viele Studenten. Gleichzeitig fand in einem benachbarten Saal der Vortrag eines Überlebenden von Auschwitz-Birkenau, Zeev Tibi Ram, statt, der dafür Zeugnis ablegte, dass auch in der Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus die Menschlichkeit gerettet werden konnte. Er sagte mit bewegenden Worten: "Ich habe viel Leid gesehen, ich habe sehr gelitten. Doch ich kenne weder das Wort Rache noch das Wort Hass. Ich sehe den Menschen in der Person, ohne zu urteilen und zu verachten. Ihr seid jung und müsst eine bessere Gesellschaft aufbauen. Ihr seid an der Reihe und müsst eine menschlichere Welt aufbauen". Ähnlich sprach Rita Prigmore, eine Sintifrau aus Würzburg in Deutschland, die Opfer der medizinischen Versuche der Nationalsozialisten wurde. Alle Anwesenden hörten ganz aufmerksam zu, als sie sprach: "Wenn ich mit Sant'Egidio zusammen bin, schöpfe ich Hoffnung, dass ich junge Menschen finde, die eine gewaltfreie Welt aufbauen wollen. Das ist die einzige Hoffnung für die Zukunft. Ich rufe euch auf, andere nicht zu verurteilen. Jeder ist zunächst einmal ein Mensch".

 Die 1.500 Jugendlichen werden noch das Lager Auschwitz besuchen. Msgr. Marco Gnavi von der Gemeinschaft Sant'Egidio sagte zum Abschluss: "Wir werden Auschwitz als freie Menschen besuchen, weil wir in diesen Tagen vom Samen des Bösen, der Gewalt und der Vorurteile befreit wurden. Wir wollen keine Sklaven einer vergiftenden Logik sein. Gemeinsam werden wir weniger Angst haben. Wir müssen den Panzer der Gleichgültigkeit und der Gewalt ablegen und uns entwaffnen". Das wird das Programm und der Einsatz am zweiten Tag des Treffens der europäischen Jugendlichen sein.


Interview auf radio vaticana (it)


 LESEN SIE AUCH
• NACHRICHTEN
30 November 2016
KOSTELEC, TSCHECHISCHE REPUBLIK

Die Jugendlichen von Prag lehnen die fremdenfeindliche Propaganda ab: "Wir wollen Freunde der Flüchtlinge sein"

IT | DE | FR | RU
29 November 2016

Zum 75. Jahrtag der Deportation der Juden aus Unterfranken zieht ein langer Gedenkzug mit Lichtern durch die Fußgängerzone

26 November 2016
DEUTSCHLAND

Ehemaliger unschuldiger Todeskandidat beeindruckt hunderte Jugendliche und ruft sie zum Einsatz für Menschlichkeit und Barmherzigkeit auf

20 Oktober 2016

UNESCO: "Die historische Wahrheit über den Tempelberg von Jerusalem wird geleugnet. Die für Judentum, Christentum und Islam heilige Stadt darf nicht für politische Zwecke instrumentalisiert werden."

IT | ES | DE
15 Oktober 2016
ROM, ITALIEN

Gedenken an die Deportation der Juden aus Rom am 16. Oktober 1943 - Grundlage für die Menschlichkeit und gegen die Gleichgültigkeit

IT | ES | DE | FR | PT | RU
9 Oktober 2016
BERLIN, DEUTSCHLAND

No More Walls - 10 Jahre Schule des Friedens in Berlin

IT | ES | DE | FR
all news
• DRUCKEN
30 November 2016
Main-Post

Dem Vergessen könnte das Morden folgen

29 November 2016
Volksblatt

Erinnerung an Deportation jüdischer Würzburger vor 75 Jahren - Warnungen vor aktuellen Entwicklungen

24 November 2016
Famiglia Cristiana

Andrea Riccardi: Servizio civile. Scuola di cittadini

17 November 2016
Famiglia Cristiana

Andrea Riccardi: Trump presidente, ma papa Francesco....

10 November 2016
Famiglia Cristiana

Andrea Riccardi: Integrare è un dovere, la prudenza è una virtù

9 November 2016
Corriere della Sera

Andrea Riccardi: Il Papa e l’accoglienza, prudenza, non paura

alle pressemitteilungen
• GESCHEHEN
10 Dezember 2016 | MÖNCHENGLADBACH, DEUTSCHLAND

Der Spielzeugmarkt 2016 - "Kommt, wir helfen Afrika!"

28 November 2016 | WÜRZBURG, DEUTSCHLAND

GEDENKEN AN DIE DEPORTATION DER JUDEN AUS WÜRZBURG

26 November 2016

Der Spielzeugmarkt 2016 - "Kommt, wir helfen Afrika!"

Alle sitzungen des gebets für den frieden
• KEINE TODESSTRAFE
2 Juli 2014

Sant'Egidio nella "task force" per la lotta alla pena di morte istituita dal governo italiano per il semestre europeo

gehen keine todesstrafe
• DOKUMENTE

Hilde Kieboom: "Die Freundschaft als Weise um Kirche zu sein"

Zeugnis von Branislaw Savic, Roma

Zeugnis von Francesca, Jugendliche aus Rom

alle dokumente
• BÜCHER

Milano, 30 gennaio 1944





Guerini e Associati

Trialoog





Lannoo Uitgeverij N.V
alle bücher

FOTOS

828 besuche

1009 besuche

1031 besuche

963 besuche

1026 besuche
alle verwandten medien

Per Natale, regala il Natale! Aiutaci a preparare un vero pranzo in famiglia per i nostri amici più poveri