change language
sie sind in: home - Ökumene und dialog - internat...streffen - antwerpe...e future kontaktnewsletterlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  

WeltAIDStag 2016 - für die Zukunft Afrikas

Das DREAM-Programm: 300.000 Menschen in Behandlung in 46 Gesundheitszentren mit 5.000 ausgebildeten Mitarbeitern

Ab dem Advent wird Das Wort Gottes jeden Tag auf Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch und Portugiesisch auf Facebook veröffentlicht

Ein Beitrag für das gemeinsame Gebet zusätzlich zur Gebetsapp, die schon auf Italienisch auch für Mobiltelefon zur Verfügung steht

Podcast mit allen Aufnahmen des Abendgebets mit der Gemeinschaft Sant'Egidio jetzt online

Das Abendgebet live oder Aufnahmen der vergangenen Monate

 
druckversion
9 September 2014 19:30 | Grote Markt

FRIEDENSAPPELL 2014

    Als Männer und Frauen aus verschiedenen Religionen haben wir uns auf Einladung der Gemeinschaft Sant'Egidio in Antwerpen, im Herzen Europas, versammelt, in einem Land, das vor einem Jahrhundert den Schrecken des Ersten Weltkriegs erlebt hat. Wir verneigen uns im Gedenken an die vielen Gefallenen und wiederholen: Nie wieder Krieg!

    Heute hingegen ist der Krieg auf europäischen Boden zurück gekehrt, anderswo zerstört er ein Jahrtausende altes Zusammenleben und lässt zu viele Menschen leiden.

    Die Gebete von Millionen von Flüchtlingen sind zu uns gedrungen, die Gebete derer, die darum bitten, nicht an Hunger und Durst zu sterben oder an Krankheiten, die in anderen Teilen der Welt heilbar sind. Wir haben den Ruf nach Würde für die Armen, nach Gerechtigkeit für die Völker und die Ränder der Welt gehört.

    Die Welt hatte viele Möglichkeiten und viel Zeit, um Frieden zu schaffen, Distanzen zu verringern und Konflikten vorzubeugen, bevor die Krisen sich zuspitzten. Doch die Welt hat viele Gelegenheiten versäumt. Doch jetzt ist die Zeit der Entscheidung, nicht die Zeit der Resignation.

    Krieg und Gewalt in vielen Teilen der Welt wollen die Grenzen neu ziehen und unsere Lebensformen und Sichtweisen in Bezug auf andere verändern. Die Welt läuft Gefahr, das Gespür für ein gemeinsames Schicksal zu verlieren, gerade jetzt in der Zeit der Globalisierung.

    Es gibt schwere Krankheiten, die alles schwierig machen: Spaltung und Resignation erfassen viele Menschen und schwächen sie: religiöse Gemeinschaften, die Politik, internationale Positionen und Institutionen.

    Die Religionen sind aufgerufen, sich Fragen zu stellen: Haben sie es verstanden, der Suche nach einem gemeinsamen Schicksal eine Seele zu geben, oder waren sie in einer Logik des Konflikts gefangen? Die Religionen vermögen viel: Sie können der Suche nach Frieden als gemeinsamem Schicksal aller Völker ein Herz und eine Seele geben.

    Wir nehmen heute die Verantwortung für den Frieden auf uns, während zu wenige vom Frieden träumen.

    Die Religionen sagen heute mit größerer Kraft als gestern: Es gibt keinen heiligen Krieg. Die Eliminierung anderer im Namen Gottes ist immer blasphemisch. Die Elimierung anderer unter Berufung auf den Namen Gottes bedeutet nur Schrecken und Terror. Blind durch den Hass entfernt man sich auf diese Weise von der reinen Religion und zerstört genau die Religion, von der man behauptet, sie zu verteidigen.

    Wir verpflichten uns in einer schwiergen Zeit, das bedrohte Leben von Schwestern und Brüdern anderer Religionen zu verteidigen.

    Wir arbeiten gemeinsam für die Zukunft der Welt, im Wissen, dass der Krieg eine große Torheit ist und dass der Friede etwas zu Ernsthaftes ist, als dass wir ihn nur einigen wenigen überlassen könnten. Der Dialog ist Medizin für die Konflikte, er heilt Wunden, er macht Zukunft möglich.

    Der Krieg wird nur mit dem Frieden besiegt. Wenn es nicht gelingt, sich Wege des Friedens vorzustellen, bleiben nur Trümmer und Hass. Es ist nötig, den Mut aufzubringen, den Frieden zu denken, denn entweder ist die Zukunft Frieden, oder es gibt keine Zukunft mehr, weder für den Sieger noch für den Verlierer.

    Der jungen Generation sagen wir: Lasst Euch nicht vom traurigen Realismus betrügen, der sagt, Dialog und Gebet würden nichts nützen. Die Welt erstickt ohne Gebet und ohne Dialog.

    Die Gewalt kann aufgehalten werden. Wer Gewalt übt, diskreditiert immer die eigene Sache. Alles ist verloren mit dem Krieg.

    Ja, Gott gebe der Welt eine Zukunft - die der Friede ist.


Antwerpen, 9. September 2014

PROGRAMMA
PDF



RELATED NEWS
8 Dezember 2016

Libyen, Sant'Egidio: erste Versöhnung zwischen Misurata und Zintan


Nach einer langen Krise wurde in Rom durch Vermittlung der Gemeinschaft eine gemeinsame Erklärung zwischen Vertretern der beiden libyschen Städte unterzeichnet
IT | ES | DE | FR | PT
21 November 2016
ROM, ITALIEN
Pressemitteilung

Frieden in der Zentralafrikanischen Republik - Religionsführer aus Bangui in Sant'Egidio erneuern den Vorschlag der Versöhnungsplattform


Ein übertragbares Modell: Einsatz für Dialog und Frieden wird fortgesetzt
IT | ES | DE | FR | PT | CA
14 November 2016
BRÜSSEL, BELGIEN

Der Einsatz von Sant'Egidio für den Irak wird fortgesetzt. In Brüssel ein Studientag mit dem Komitee für die Versöhnung

IT | ES | DE | FR | PT
7 November 2016
ADDIS ABABA, ÄTHIOPIEN

Eine Delegation von Sant'Egidio trifft den Präsidenten Äthiopiens Mulatu Teshome

IT | ES | DE | PT
2 November 2016
ROM, ITALIEN

Freundschaftsabkommen zwischen Sant'Egidio und Rissho Kosei-kai - Dialog und Leidenschaft für die Herausforderungen unserer Zeit

IT | ES | DE | FR | PT | RU
1 Januar 2012

1. Januar 2012 - Weltfriedenstag

IT | ES | DE | CA
tierratgeber

NEWS HIGHLIGHTS
10 Dezember 2016 | REGGIO EMILIA, ITALIEN

Am internationalen Tag der Menschenrechte erhält Sant'Egidio den Friedenspreis Giuseppe Dossetti


Auszeichnung der humanitären Korridore, durch die bisher 500 Flüchtlinge nach Italien kommen konnten. Die Verleihung findet heute in Reggio Emilia statt
IT | DE
8 Dezember 2016

Libyen, Sant'Egidio: erste Versöhnung zwischen Misurata und Zintan


Nach einer langen Krise wurde in Rom durch Vermittlung der Gemeinschaft eine gemeinsame Erklärung zwischen Vertretern der beiden libyschen Städte unterzeichnet
IT | ES | DE | FR | PT
7 Dezember 2016 | LONDON, VEREINIGTES KÖNIGREICH

Ein für die Armen gedeckter Tisch - "Our Cup of Tea". Video der BBC


Dokumentation des britischen Fernsehens über die Begleitung von alten Menschen und Obdachlosen in London durch die Gemeinschaft Sant'Egidio
IT | EN | ES | DE | FR | PT | HU

ASSOCIATED PRESS
8 Dezember 2016
Vatican Insider
Libia, Sant’Egidio: prima riconciliazione tra Misurata e Zintan
3 Dezember 2016
Radio Vaticana
Pace in Colombia: ex guerriglieri iniziano il disarmo
28 November 2016
FarodiRoma
La preghiera per la pace da Wojtyla a Bergoglio in un libro di Paolo Fucili
23 November 2016
Il Fatto Quotidiano
Non solo faide, al Sud si parla di pace
22 November 2016
Avvenire
Sant'Egidio. «Quella in Centrafrica non è una guerra di religione»
alle presse-

Per Natale, regala il Natale! Aiutaci a preparare un vero pranzo in famiglia per i nostri amici più poveri