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Papst Franziskus in der St. Bartholomäusbasilika zum Gebet im Gedenken an die neuen Märtyrer. Texte, Video, Fotos

Papst Franziskus besucht am 22. April die St. Bartholomäusbasilika zum Gebet im Gedenken an die neuen Märtyrer

Beim Gebet gibt es Zeugnisse von Verwandten und Freunden der Märtyrer und eine Begegnung mit Flüchtlingen. Die Veranstaltung wird im Live-Streaming auf der Homepage und bei Facebook übertragen

Ostern der Auferstehung: Christ ist erstanden! Er ist wahrhaft auferstanden!

Papst Franziskus kommt am 22. April zum Gebet mit den neuen Märtyrern in die St. Bartholomäusbasilika auf der Tiberinsel

Am Palmsonntag haben wir ein Friedenszeichen auf den Straßen und in den Städten der Welt verteilt #PalmSunday

Hier die Fotos

 
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9 September 2014 19:00 | Grote Markt

Zeugnis


Rita Prigmore


Sinti-Gemeinde, Deutschland

Majestät, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

mein Name ist Rita Prigmore, ich bin eine deutsche Zigeunerin und habe den Holocaust überlebt. Ich bin 1943 geboren und habe den Schrecken des Krieges mit einer Zigeunerfamilie erlebt. Die meisten wurden in Auschwitz, Dachau, Bergen-Belsen und anderen Lagern ermordet.

Andere wurden sterilisiert und konnten keine Familie gründen. Ich und meine Schwester sind als Zwillinge geboren. An mir und ihr wurden medizinische Versuche durchgeführt, wie man die Augenfarbe ändern kann. Meine Schwester hat das nicht überlebt.

"Friede ist die Zukunft". Wir brauchen Frieden in diesen kriegerischen Zeiten. Hundert Jahre nach dem Ersten Weltkrieg habe ich Angst, dass sich die Vergangenheit wiederholt. Die Phänomene der Kriege in vielen Ländern erschrecken mich: die Kriege in Russland, in der Ukraine, im Irak, in Syrien und vielen anderen Ländern. Andrea Riccardi hat zurecht gesagt: "Der Friede ist ein Ideal, das in zu vielen Gegenden der Welt missachtet wird".

Wenn man Fernsehen schaut und die Schrecken im Namen des Krieges sieht, wie viele Menschen leiden müssen, dann geht es mir schlecht, und ich muss weinen: junge Frauen werden vergewaltigt! Alte Menschen werden geschlagen, ihre Häuser zerstört. Sie werden aus ihren Wohnungen verschleppt. Millionen von Flüchtlingen. Sie wissen nicht, wie ihre Zukunft aussieht, oder ob sie ihre Familien jemals wiedersehen. All diese Grausamkeiten, die heute in der Welt geschehen, erinnern mich an die Zeit des Holocausts. Ist uns bewusst, was da alles geschieht?

Auf der Grundlage meiner mit dem Zigeunervolk ertragenen leidvollen Erfahrungen sage ich euch: Die Krieg richtet alles zugrunde! Der Friede ist die wichtigste Sache, und wir müssen ihn bewahren, ehren und verteidigen.

Wir müssen Frieden in unseren Herzen aufbauen und uns um ihn kümmern.

Gott hat mein Leben gerettet und mir die Kraft zum Weiterleben geschenkt. Als Überlebende habe ich die Verantwortung zu sprechen. Durch das Gebet gibt Gott mir Kraft und Mut, gemeinsam mit der Gemeinschaft Sant'Egidio zu Tausenden von Jugendlichen zu sprechen und ihnen zu sagen, dass wir alle Formen von Rassismus fürchten müssen.

Friede ist die Zukunft! Bauen wir eine Zukunft auf, in der die Welt in Frieden lebt!

PROGRAMMA
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