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21 September 2014 | OSWIECIM, POLEN

Diese Umarmung schenkt Hoffnung auf Frieden - 1000 europäische Jugendliche sagen NEIN zur Gewalt

In Auschwitz widersetzen sich Jugendliche aus Mittel- und Osteuropa der Kultur des Feindes. Die Umarmung von Russen und Ukrainern

 
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Eine Umarmung von ukrainischen und russischen Jugendlichen am Abschlusstag des IV. Internationalen Treffens "Europäische Jugendliche für eine gewaltfreie Welt" brachte eindrucksvoll den Geist und die Botschaft der von der Gemeinschaft Sant'Egidio organisierten Begegnung von Studenten und Schülern aus Mittel- und Osteuropa zum Ausdruck. "Hier entsteht eine neue Hoffnung auf eine Zukunft in Frieden", sagte eine ukrainische Jugendliche, während ein russischer Jugendlicher sagte: "Heute treffen sich Jugendliche unserer Länder leider selten im Geist des Friedens. Wenn es hier möglich war, kann es überall möglich sein".

Am Tag zuvor hatten eine Jugendliche aus Moskau und eine aus Kiew gemeinsam auf Ukrainisch und dann auf Russisch die letzten Sätze des Appells von tausend Jugendlichen bei einer beeindruckenden Feier im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau vorgelesen.

Im Schweigemarsch zogen die Jugendlichen aus Russland und der Ukraine, aus Polen, Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Georgien und Italien vom Eingangstor des Lagers bis zum Denkmal bei den Krematorien an den Gleisen entlang, auf denen die Züge mit den Deportierten ankamen. Zwei Blumenkränze wurden von einigen Jugendlichen in Vertretung für die Herkunftsländer der Teilnehmer niedergelegt. Ein Kranz vor dem Gedenkstein der jüdischen Opfer und ein anderer vor dem Gedenkstein der Opfer der Roma und Sinti.

Die Feier bildete den Abschluss eines intensiven Tages mit dem Besuch des Museums im Konzentrationslager Auschwitz. Dabei wurden die Orte besichtigt, Zeugnisse und Geschichten vorgetragen, viele Gesichter von Deportierten waren zu sehen, deren Fotos in den Blöcken des Lagers ausgestellt sind. All das führte den Jugendlichen das Alltagsleben im Lager deutlich vor Augen.

In Auschwitz wurde hundert Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs feierlich eine Ablehung des Krieges und eine deutliche Entscheidung für den Frieden zum Ausdruck gebracht, wie es im Appell heißt:

"Der Krieg kann nur durch Frieden überwunden werden. Der Friede muss mit Mut aufgebaut werden. Ohne Frieden gibt es keine Zukunft, weder für Sieger noch für Verlierer. Unsere Welt hat die Ideale verloren. Wir haben ein Ideal, um dafür zu leben: Der Friede ist wirklich die Zukunft für alle!"

 

 




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