change language
sie sind in: home - Ökumene und dialog - internat...streffen - antwerpe...e future kontaktnewsletterlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  

„Wege des Friedens“ einschlagen in einer von zu vielen Konflikten geprägten Welt: Vorstellung des internationalen Treffens Paths of Peace

Marco Impagliazzo: „Es wird die wichtigste Friedensveranstaltung des Jahres, eine deutliche Botschaft gegen die Kriege, gegen Spaltungen und Mauern, um den in Krisen lebenden Ländern und Kontinenten eine Seele zurückzugeben“

52 syrische Flüchtlinge sind heute in Fiumicino auf dem Weg der humanitären Korridore angekommen: „Ab heute seid ihr Neuitaliener“

Viele Kinder darunter. Video und Fotos von der Ankunft in Italien

9. bis 12. September 2017 - Internationales Friedenstreffen in Osnabrück und Münster


 
druckversion
9 September 2014 19:00 | Grote Markt

Rede


Andrea Riccardi


Gründer der Gemeinschaft Sant’Egidio

Liebe Freunde,

viele Kriegsflammen sind am Horizont zu sehen. Deshalb haben wir eine Begegnung von Frauen und Männern verschiedener Religionen und von Nichtgläubigen in Antwerpen organisiert, um über eine lebenswichtige Frage nachzudenken: Ist der Friede unsere Zukunft?

Viele verängstigte und von Krieg zugrunde gerichtete oder bedrohte Völker stellen sich die Frage: Wird der Friede unsere Zukunft sein?

Einige sagen: Er kann nicht unsere Zukunft sein! Seid doch realistisch! Konflikte können unmöglich vermieden werden. Der Friede ist nicht die Zukunft! Zumindest für bestimmte Völker... Es ist ein resigniertes und im Grunde genommen erbarmungsloses und gleichgültiges "Nein". Dieses "Nein" hat einen Preis: Leid für Hunderte von Menschen, verwundete und vergewaltigte Frauen, Kinder, denen die Kindheit geraubt wird, zur Flucht gezwungene Menschen. Völker ohne Zukunft. Diesem "Nein" vieler anderer wollen nicht noch unser "Nein" hinzufügen.

Angesehene Religionsoberhäupter haben sich in diesen Tagen die Frage gestellt: Dürfen wir dieses "Nein" hinnehmen? Darf Krieg abgesegnet werden, der Vater von so viel Leid und Armut ist? Wir haben die Stimmen verschiedener religiöser Traditionen gehört: Der Krieg darf nicht heilig sein! Allein der Friede ist heilig, denn er ist der Name Gottes, denn er ist das Leben der Frauen und Männer.

Durch Begegnung und Aufmerksamkeit für die leidvollen Situationen unserer Welt haben die Religionsoberhäupter sich gegenseitig einen vorrangigen Aspekt ihrer Mission in Erinnerung gerufen.

Der Friede ist in der Tiefe aller religiöser Traditionen verwurzelt.

Möge die Friedensbotschaft lautstark erklingen! Möge sie die Herzen erobern! Möge sie denjenigen den Mut rauben, die durch Gewalt in Versuchung geführt werden!

Auf diese Botschaft warten Millionen Menschen, die Gefangene von Konflikten sind.

Gläubige und Religionsoberhäupter brauchen Kühnheit und Mut.

Begegnung, Gespräch und gegenseitiges Zuhören in diesen Tagen haben Hoffnung geschenkt.

Ich danke der Stadt Antwerpen für ihre herzliche Gastfreundschaft. Ich möchte Bischof Johan Bonny und der Kirche von Antwerpen sehr für die Gastfreundschaft und gute Zusammenarbeit danken. Ich danke allen, die ihre Erfahrungen und Weisheit eingebracht haben. Ich danke den vielen Teilnehmern unserer Treffen und denen, die heute hier sind. Ich danke euch, dass ihr viel für diese Veranstaltung gearbeitet habt.

Wir haben ein Ereignis des Friedens in einer Welt und Kultur durchgeführt, die vor dem Krieg resignieren und durch Gewalt eingeschüchtert sind.

Hundert Jahre nach dem Ersten Weltkrieg haben wir das Grauen des Krieges vergessen.

Der Krieg lässt die Welt schlechter zurück, als sie sie vorgefunden hat.

Doch eine Friedenshoffnung blüht auf, nicht nur für uns, für alle!

Unsere Welt hat die Ideale verloren. Sie hat auf Zukunftsvisionen verzichtet. Oft begnügen wir uns mit der Suche nach einem kleinen Frieden für mich, für meine kleine Welt.

Heute wird in Antwerpen hundert Jahre nach dem Ersten Weltkrieg ein Ideal vorgeschlagen. Damals fand ein Weltkrieg statt, könnte heute nicht ein Weltfrieden Wirklichkeit werden?

Setzen wir dem Frieden keine Grenzen!

Ist das nur ein Traum? Nur eine Utopie?

Er ist doch so realistisch, so menschlich: der Friede ist wirklich die Zukunft für alle!

Ich glaube, dass dies ein Ideal ist, das verwirklicht werden und für das gelebt werden muss!

PROGRAMMA
PDF



RELATED NEWS
21 Juli 2017
ROM, ITALIEN

„Wege des Friedens“ einschlagen in einer von zu vielen Konflikten geprägten Welt: Vorstellung des internationalen Treffens Paths of Peace


Marco Impagliazzo: „Es wird die wichtigste Friedensveranstaltung des Jahres, eine deutliche Botschaft gegen die Kriege, gegen Spaltungen und Mauern, um den in Krisen lebenden Ländern und Kontinenten eine Seele zurückzugeben“
IT | EN | ES | DE | FR | PT | CA
20 Juli 2017
ROM, ITALIEN
Pressekonferenz

Wege des Friedens – Paths of Peace


Vorstellung des von Sant’Egidio in Deutschland organisierten Friedenstreffens
IT | ES | DE | CA
29 Juni 2017
OSNABRÜCK, DEUTSCHLAND

Paths of Peace: großes Treffen in Münster und Osnabrück vom 10.-12. September, um gemeinsam Wege des Friedens einzuschlagen


Pressekonferenz zur Vorstellung des internationalen Friedenstreffens
IT | ES | DE | FR
24 Mai 2017
BERLIN, DEUTSCHLAND

Delegation von Sant’Egidio bei der Konferenz „Friedensverantwortung der Religionen“ im Auswärtigen Amt


Religion als Teil der Lösung, nicht des Konflikts: Im Auswärtigen Amt kommen Vertreter der großen Weltreligionen zusammen, um über die Kraft der Religionen für den Frieden nachzudenken
20 Juni 2017
ROM, ITALIEN

Zentralafrikanische Republik – in Sant’Egidio wurden ein Waffenstillstandsabkommen mit einer Roadmap für den Frieden unterzeichnet

IT | EN | ES | DE | FR | PT | CA | NL | RU | HU
1 Januar 2012

1. Januar 2012 - Weltfriedenstag

IT | ES | DE | CA
tierratgeber

NEWS HIGHLIGHTS
24 Juli 2017 | BALAKA, MALAWI

Sant’Egidio eröffnet ein Ernährungszentrum für Kinder in Balaka


Neben den Mahlzeiten bietet das Zentrum auch Unterricht für Straßenkinder an
IT | ES | DE | FR | PT | CA
21 Juli 2017 | ROM, ITALIEN

„Wege des Friedens“ einschlagen in einer von zu vielen Konflikten geprägten Welt: Vorstellung des internationalen Treffens Paths of Peace


Marco Impagliazzo: „Es wird die wichtigste Friedensveranstaltung des Jahres, eine deutliche Botschaft gegen die Kriege, gegen Spaltungen und Mauern, um den in Krisen lebenden Ländern und Kontinenten eine Seele zurückzugeben“
IT | EN | ES | DE | FR | PT | CA
20 Juli 2017 | ROM, ITALIEN
Pressekonferenz

Wege des Friedens – Paths of Peace


Vorstellung des von Sant’Egidio in Deutschland organisierten Friedenstreffens
IT | ES | DE | CA

ASSOCIATED PRESS
30 Juli 2017
HASEPOST
Angela Merkel kommt zum katholischen Weltfriedenstreffen – aber nicht nach Osnabrück
22 Juli 2017
Avvenire
Un mondo ferito dalle guerre ha bisogno di «strade di pace»
22 Juli 2017
Corriere della Sera
Merkel e i leader religiosi riuniti da Sant'Egidio in Germania
21 Juli 2017
SIR
Dialogo tra religioni: Impagliazzo (Comunità di Sant’Egidio), “vogliamo lanciare dal cuore dell’Europa un forte messaggio di pace”
21 Juli 2017
Radio Vaticana
Sant'Egidio lancia "Strade di pace" per dire no al terrorismo
alle presse-