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Unterstützung der Gemeinschaft

  
21 Februar 2015 | ROM, ITALIEN

Bundeskanzlerin Merkel besucht Sant’Egidio: Durch die menschliche Freiheit und den Mut zum Frieden verändert ihr die Welt“

Im Zentrum der Gespräche stand die Arbeit der Gemeinschaft für den Frieden und die Wichtigkeit eines weiteren Einsatzes Europas zur Beendigung der Konflikte. Es wurde auch über Integration, Armut und den Süden der Welt gesprochen

 
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Bei ihrem kurzen Aufenthalt in Rom besuchte Angela Merkel nach der Audienz bei Papst Franziskus im Vatikan die Gemeinschaft Sant'Egidio. Die deutsche Kanzlerin, die bereits im Jahr 2011 am von Sant'Egidio organisierten Internationalen Friedenstreffen in München teilgenommen hatte, kam zum Sitz der Gemeinschaft im Herzen Trasteveres und blieb über eine Stunde. Bei einem Gespräch mit dem Gründer von Sant'Egidio, Andrea Riccardi, wurde über dringliche internationale Themen gesprochen, über die Integration der eingewanderten "neuen Europäer" und über die verzweifelten Reisen zu unserem Kontinent, die immer höhere Opferzahlen fordern. Riccardi drückte die große Sorge der Gemeinschaft angesichts dieses Notstands aus und berichtete über Geschichten von Kriegsflüchtlingen, die die Kanzlerin als "schrecklich" und "unerträglich" bezeichnete.

Im "Saal des Friedens", in dem es Sant'Egidio 1992 gelang, eine Übereinkunft zwischen den beiden mosambikanischen Kriegsparteien zu erzielen, wandte sich der Präsident der Gemeinschaft, Marco Impagliazzo, in einem Grußwort an Merkel: "Die Menschen sehnen sich am meisten nach Frieden. Für uns Europäer ist der Friede ein Grundpfeiler unserer Einigung. Wir haben zu sehr durch Krieg gelitten und Leid zugefügt. Deshalb engagieren wir uns als Europäer und als Christen für den Aufbau des Friedens. Heute steht Europa vor einer Herausforderung: dem friedlichen Zusammenzuleben. Hier ist eine kulturelle und humane Aufklärung notwendig, um Misstrauen, Vorurteile und Spaltungen zu überwinden."

Am gleichen Ort sprach die Kanzlerin in ihrer Erwiderung von den Mitgliedern der Gemeinschaft als "Menschen mit Mut zum Frieden". Sie wies Europa darauf hin, dass "der Friede nicht selbstverständlich" sei und lud die Länder der Europäischen Union ein, sich "für die Verbreitung des Friedens in der Welt einzusetzen, wie es Sant'Egidio tut, das sein Zeugnis an viele Orte der Welt bringt, indem es nicht nur vom Frieden spricht, sondern ihn lebt: Ich denke an die vielen Gesten der Versöhnung, die Sie möglich gemacht und die Brücken, die Sie gebaut haben."

Sie forderte eine diplomatische Lösung für den Krieg in der Ukraine und mahnte, man solle "nicht die Augen vor den Konflikten in der Welt verschließen, denn die Probleme, die wir nicht direkt zu lösen vermögen, können künftig auch zum Problem für uns werden." Angesichts der Migrationsbewegungen rief sie zur Verantwortung auf: "Wir müssen uns einsetzen und den Mut und das Vertrauen haben, die Aufgabe auf uns zu nehmen, die Menschen von Armut und Krieg zu befreien und den Kindern zu helfen." Schließlich dankte sie der Gemeinschaft für die Begegnung: "Wir konnten an diesem Ort sein, an dem man Kraft und Mut bekommt, inspiriert durch christliche Wurzeln, wo man nicht die Augen verschließt, wo die Probleme angegangen werden und die Menschen die Verantwortung für ihren eigenen Beitrag übernehmen. Sie denken langfristig und haben die Freiheit nicht von etwas, sondern für etwas. Und Sie nutzen diese menschliche Freiheit, um die Welt zu verändern."
Zum Schluss stellte sich Angela Merkel noch für ein Erinnerungsfoto mit den Mitarbeitern der "Trattoria degli Amici" (Trattoria der Freunde) an der Piazza Sant'Egidio auf. In dem von der Gemeinschaft betriebenen Restaurant arbeiten mehrere Menschen mit Behinderung.

 

 
 

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