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15 November 2015 | INDONESIEN

Konferenz über den Religionsdialog für Zusammenleben und Frieden mit Andrea Riccardi im indonesischen Parlament

Das von Sant'Egidio und der Muhammaddiyah organisierte interreligiöse Treffen beginnt mit einer Schweigeminute für die Opfer von Paris

 
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Eine Schweigeminute für die Opfer von Paris eröffnete die interreligiöse Konferenz zum Thema "Der Religionsdialog für Zusammenleben und Frieden", die gemeinsam vom Zentrum für den Dialog der Kulturen der Vereinigung Muhammaddiyah (die mit 40 Millionen Mitgliedern zu den größten Islamverbänden der Welt zählt) und der Gemeinschaft Sant'Egidio am 14. November am Sitz des indonesischen Parlaments organisiert wurde.

Prof. Din Syamsuddin, der ehemalige Präsident der Muhammaddiyah, Andrea Riccardi und Zulfikli Hasan, der Präsident der Volksversammlung waren die Hauptredner. Ein Forum mit Vertretern der sechs wichtigsten Religionen Indonesiens (Katholische Kirche, protestantische Kirchen, Islam, Buddhismus und Konfuzianismus) bildete den Abschluss der Konferenz.

In einem so schwierigen geschichtlichen Augenblick wurde deutlich, dass die Religionen sich deutlich von aller Gewalt distanzieren müssen und unmissverständlich den Wert des Lebens verteidigen. Andrea Riccardi sagte: "Wenn Religionen benutzt werden, um Gewalt zu rechtfertigen und zu verbreiten, wird eine spirituelle und menschliche Revolte benötigt. Der Terrorismus ist blind. Wir müssen ihm ins Gesicht schauen. Seinen religiösen Wurzeln muss jede Grundlage entzogen werden. Ihm muss der heilige Name Gottes aus dem Mund entfernt werden. Ihm müssen die Anhänger entzogen werden durch Friedenserziehung nach den Unterweisungen der Lehrer und Propheten der Religionen. Der Terrorismus wird durch die friedliche Eintracht der Religionen bekämpft."

Dieser Appell wurde vom Präsidenten der Volksversammlung und von anderen anwesenden muslimischen Oberhäuptern aufgegriffen, die auf die Entscheidung des indonesischen Islams für eine pluralistische Gesellschaft hinwiesen, in der der Beitrag der religiösen Minderheiten für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung des Landes positiv gesehen wird.


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