Riccardi Andrea: auf dem web

Riccardi Andrea: auf sozialen netzwerken

Riccardi Andrea: pressespiegel

change language
sie sind in: home - news kontaktnewsletterlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  
3 August 2013

Wie ist das Leben in einem Gefängnis in Kivu?

In einer Rede beim Besuch des Präsidenten der Gemeinschaft berichtet ein Gefangener von der dramatischen Lage der Gefangenen

 
druckversion

Beim Jugendtreffen in Bukavu/Kivu am 18. und 19. Juli hat der Präsident der Gemeinschaft Sant'Egidio, Marco Impagliazzo, mit einer Delegation das Zentralgefängnis der Stadt besucht, in dem die Gemeinschaft nun schon seit 6 Jahren wöchentlich Besuche in der Jugendabteilung durchführt. Die meisten Gefangenen sind Straßenkinder und werden bei städtischen "Säuberungsaktionen" durch die Polizei aufgelesen. Ihre einzige Schuld ist ihre extreme Armut.

Im Namen aller sprach ein junger Gefangener und wandte sich an die Gemeinschaft und die "Außenwelt", indem er die dramatische Lebenssituation im Gefängnis beschrieb:

 

“Lieber Marco, liebe Freunde von der Gemeinschaft Sant'Egidio,
im Namen aller Minderjährigen im Zentralgefängnis von Bukavu begrüße ich euch herzlich. Die Welt meint heutzutage, dass wir nicht rehabilitierbar sind, dass wir uns nicht mehr ändern können und die einzige Lösung das Gefängnis ist. Das Gefängnis belastet uns in psychischer, physischer und sozialer Hinsicht, denn die meisten von uns haben keine Unterstützung und Mittel, um sich zu verteidigen. Unsere Gesellschaften haben Gefängnisse errichtet, doch sie achten nicht darauf, wie das Leben drinnen ist, was vor sich geht, was die Gefangenen erleben, was sie essen, wo sie schlafen?
Wir danken der Gemeinschaft Sant'Egidio für die verschiedenen Aktivitäten, durch die wir noch träumen können, vor allem für das Weihnachtsmahl. Die Freunde von der Gemeinschaft sagen zurecht: "Silber und Gold, das haben wir nicht, wir haben nur das Wort des Herren" und die Liebe, die sie uns schenken. Das stärkt die Menschlichkeit, und ich selbst bin ein Ergebnis dieser Liebe.
Trotz der Anwesenheit der Gemeinschaft gibt es viele Probleme für die Jugendlichen, einige wichtige möchte ich nennen:

Das Essen reicht nicht, wenn wir krank werden, kümmert sich nur die Natur um uns, denn es gibt fast überhaupt keine Medikamente, es gibt auch keine Freizeitgestaltung und pädagogische Angebote.
Deshalb bitten wir um folgende Dinge, um unsere Träume der Reintegration in die Gesellschaft und der Humanisierung unseres Lebens zu verwirklichen:
Ärztliche Betreuung, angemessenes Essen, Alphabetisierung und Berufsausbildung im Gefängnis, Freizeitmöglichkeiten mit Filmen und Spielen. Wir danken euch noch einmal für eure Freundschaft zu uns und versprechen, dass wir für euch und die ganze Gemeinschaft beten".

Bei dieser Gelegenheit wurde der Vollzugsplan von 5 Jugendlichen neu geschrieben, sodass sie durch Bezahlung einer Kaution zu ihren Familien zurückkehren konnten. 

 6 Jahre Freundschaft mit jungen Gefangenen


Das Gefängnis von Bukavu ist ein altes Gebäude aus der Kolonialzeit, das die Belgier Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet haben. Es wurde für 300 Gefangene eingerichtet, aber heute sind über 1.500 Gefangene in sehr schwierigen Situationen dort inhaftiert. Als wir anfingen mit den Besuchen war das Hauptproblem die vollkommene Promiskuität, die Baufälligkeit der Einrichtung und der Gesundheitszustand vieler Gefangener, die überhaupt nicht medizinisch betreut wurden. Die erste Idee bestand darin, die Jugendlichen in einer eigenen Abteilung unterzubringen, was auch vom kongolesischen Gesetz vorgeschrieben ist.

Nachdem wir dieses Recht durchsetzen konnten, entstand eine persönlichere Freundschaft vor allem zu den jungen Gefangenen. Eine ihrer wichtigsten Bitten, waren Bibelkreise und Gebete, dann Ratschläge zur Hygiene und Gesundheitsversorgung, Versorgung mit Seife und Alphabetisierung für jene, die nie eine Schule besucht hatten und überwiegend vom Land kommen.

Viele von ihnen sind Straßenkinder, die wir schon kennengelernt haben, bevor sie ins Gefängnis kamen. Auch ohne besondere Vergehen können sie in die "Fänge" der Polizei geraten, die leider regelmäßig die Stadt von Bettlern "säubert". Die Gemeinschaft hat offiziell durch einen offenen Brief gegen diese Praxis protestiert und einigen Straßenkindern direkt geholfen, indem sie ihnen eine Unterkunft besorgte und zur beruflichen Eingliederung verhalf. Nach dem Gefängnis endet die Freundschaft nicht, die Gemeinschaft möchte für die Jugendlichen der Stadt und mit ihnen eine Zukunft aufbauen.


 LESEN SIE AUCH
• NACHRICHTEN
9 Februar 2017

Sant'Egidio feiert den 49. Jahrestag mit dem Volk der Gemeinschaft

IT | ES | DE | FR | PT | CA
8 Februar 2017
BUKAVU, DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO

Tag des Gebetes und der Reflexion gegen den Menschenhandel

IT | ES | DE | FR | PT | RU
8 Februar 2017

Sant'Egidio, 49 Jahre: Appell für eine Kultur des Friedens und der Solidarität mit den Armen #periferiealcentro (Peripherien im Mittelpunkt)

IT | ES | DE | FR | CA | RU
7 Februar 2017

Die Gemeinschaft Sant’Egidio wird 49 Jahre alt. Vielen Dank allen, die täglich diesen Traum durch #periferiealcentro (Peripherien in den Mittelpunkt) verwirklichen

IT | ES | DE | FR | PT | RU
3 Februar 2017
GOMA, DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO

Brief aus Goma im Kongo: Wir sind zu Fürsprechern für die in der Peripherie der Stadt verlassenen alten Menschen geworden

IT | EN | ES | DE | FR
2 Februar 2017
DOUALA, KAMERUN

Ein Zelt macht das Leben im Gefängnis New Bell in Douala (Kamerun) menschlicher

IT | ES | DE | PT
all news
• DRUCKEN
10 Februar 2017
Avvenire

Roma. Becciu: Sant'Egidio porta Cristo nelle periferie

10 Februar 2017
L'Osservatore Romano

Una presenza vivace

10 Februar 2017
RomaSette.it

Becciu a Sant’Egidio: «I poveri siano sempre il vostro tesoro»

9 Februar 2017
Vatican Insider

Becciu: “I manifesti? Il Papa ci ha riso su”

9 Februar 2017
L'Osservatore Romano

L’arcivescovo Becciu per l’anniversario di Sant’Egidio - Una presenza vivace

8 Februar 2017
AdnKronos

Il Paese della Sera, più di 1,5 milioni di lettori per la solidarietà che viaggia in treno

alle pressemitteilungen
• GESCHEHEN
18 Februar 2017 | GENOA, ITALIEN

Liturgie à Gênes pour le 49e anniversaire de la communauté de Sant'Egidio

Alle sitzungen des gebets für den frieden
• DOKUMENTE

Dove Napoli 2015

Comunità di Sant'Egidio: Brochure Viva gli Anziani

I Numeri del programma "Viva gli Anziani"

Analisi dei risultati e dei costi del programma "Viva gli Anziani"

Messaggio del Patriarca ecumenico Bartolomeo I, inviato al Summit Intercristiano di Bari 2015

Marco Impagliazzo

Saluto di Marco Impagliazzo alla liturgia di ringraziamento per il 47° anniversario della Comunità di Sant’Egidio

alle dokumente
• BÜCHER

Elogio dei poveri





Francesco Mondadori

Il martirio degli armeni





La Scuola
alle bücher

FOTOS

925 besuche
alle verwandten medien