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Unterstützung der Gemeinschaft

  

Pressekonferenz: Recht auf Schule, Recht auf Zukunft. Gelungene Beschulung der Romakinder


 
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"RECHT AUF SCHULE, RECHT AUF ZUKUNFT" - Das Programm der Gemeinschaft zur Beschulung und Integration von Romakindern wurde vorgestellt.
15. Juni 2009

In Rom wurde bei der Gemeinschaft Sant'Egidio das Programm “Recht auf Schule, Recht auf Zukunft” vorgestellt, das von der Gemeinschaft zur Förderung der Beschulung von Roma- und Sintikindern ins Leben gerufen wurde. Das mit Mitteln aus dem Fond für soziale Integration von Immigranten des Ministeriums für Gesundheit und Soziales finanzierte Programm  hat durch die Unterstützung ihrer Familien zur schulischen Integration der Romakinder geführt.

Marco Impagliazzo, der Präsident der Gemeinschaft Sant'Egidio, hob die Ergebnisse der im vergangenen Oktober begonnenen Initiative hervor. Im in diesen Tagen zum Abschluss kommenden Schuljahr haben über 80% der am Projekt beteiligten Romakinder die Schule regelmäßig besucht.

Er erklärte, dass das Programm aus der Feststellung hervorging, es sei nutzlos über die Bettelei von Romakindern zu lamentieren, ohne die Bedingungen für eine wirkliche Integration in die Schule zu schaffen. Daher wurden Stipendien zur Unterstützung der Familien zur Verfügung gestellt, die sich ernsthaft um einen regelmäßigen Schulbesuch bemühen und unrechtmäßiges Fehlen unterlassen.

Die Gemeinschaft Sant'Egidio besitzt mittlerweile eine dreißigjährige Erfahrung mit den Roma in vielen italienischen Städten. Diese lange Erfahrung verdeutlicht, dass eine neue in Italien geborene Romageneration an die Integration glaubt und nicht mehr in Lagern leben will. Es gibt daneben eine große Zahl von Romakindern, die an der Grundschule gemeldet sind (17.500 in ganz Italien), doch nur eine Minderheit (219), die die Sekundarstufe erreicht.

Das Programm "Recht auf Schule, Recht auf Zukunft" beschränkt sich nicht nur auf die Schulanmeldung, denn dies ist unzureichend für eine Integration, wenn der regelmäßige Besuch des Unterrichts nicht garantiert wird. Wie kann das gelingen? Wie kann garantiert werden, dass die Kinder die Schule ganz in Anspruch nehmen? Wie kann auch das Interesse der Eltern am schulischen Erfolg ihrer Kinder geweckt werden?

Die Gemeinschaft Sant'Egidio wollte das verbreitete Vorurteil nicht akzeptieren, das den Roma eine Verschiedenheit unterstellt, durch die ein ernsthafter Schulbesuch und eine echte Integration unmöglich sei. Das erste Jahr der Anwendung des Programms hat zu einem Integrationsprozess der Roma in das städtische Umfeld und zu einer Annäherung der Romalager an die Stadtviertel geführt.

Die Ausgabe von Stipendien für die Beschulung von Minderjährigen ist zudem ein von der Verfassung der italienischen Republik garantiertes Recht.
Denn in Art. 34 der Verfassung heißt es:
"Die Schule steht allen offen. Die mindestens achtjährige Grundausbildung ist verpflichtend und kostenfrei.
Begabte und Verdienstwürdige haben auch ohne Mittel das Recht, höhere Ausbildungsgrade zu erzielen. Die Republik macht dieses Recht durch Stipendien wirksam, die Familien und anderen Fürsorgern nach einem Bewerbungsverfahren zuerkannt werden".

Die in den Jahren gereifte Erfahrung der Gemeinschaft auch auf dem Gebiet der  Fernadoptionen (mit über 8.000 adoptierten Kindern in Afrika, Lateinamerika, Asien und Europa) hat die positiven Auswirkungen solcher Programme erwiesen. 

Das Programm "Recht auf Schule, Recht auf Zukunft"

Das Programm begann mit einer Zählung im Nomadenlager von Via dei Gordiani in Rom, es ist ein beispielhaftes Lager in der Welt der Roma.

Die Stipendien betragen 100€ im Monat und werden ausgezahlt, wenn:
• die Kinder weniger als dreimal im Monat unentschuldigt fehlen
• die Eltern die Schule besuchen
• die Kinder an außerschulischen Aktivitäten, Ausflügen teilnehmen
• die Kinder nicht betteln müssen

Das Programm bedient sich zudem der Hilfe einiger Erzieher und kultureller Vermittler der Roma, damit sie selbst zu Mitarbeitern des Projekts werden.

Es gibt einen Anreiz für Lehrkräfte, die außerhalb der Schulzeit die schulischen Rückstände der Romakinder aufarbeiten (Theater, Kunstwerkstätten, etc.)
 

Maurizio Giuseppe Silveri, der Generaldirektor der Abteilung Immigration im Ministerium für Gesundheit und Soziales, betonte die Beispielhaftigkeit dieses Programms, das einen deutlichen Erfolg zeigt. Er verpflichtete sich, die Verbreitung durch örtliche Einrichtungen zu fördern, denn er sagte, dass "die Arbeit für die Minderjährigen eine Priorität der ganzen Gesellschaft darstellt".

Die Wiederholbarkeit ist eine bedeutende Charakteristik dieses Programms, das - mit begrenzten Mitteln und dem Einsatz von kulturellen Vermittlern der Roma - wirklich in vielen italienischen Städten reproduzierbar ist (Neapel und Mailand haben schon die Voraussetzungen für einen Einsatz geschaffen).



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