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Unterstützung der Gemeinschaft

  
23 Oktober 2013 | ROM, ITALIEN

Appell der Gemeinschaft Sant'Egidio an die EU: Europa soll großzügiger und gerechter bei der Aufnahme der Flüchtlinge sein

Erklärung des Präsidenten der Gemeinschaft Marco Impagliazzo. Würdigung der italienischen Initiative beim Gipfel von Brüssel

 
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Kurz vor der Versammlung des Europarates in Brüssel würdigt die Gemeinschaft Sant'Egidio die Absicht der italienischen Regierung, den Partnern der Union die Einhaltung der kurz nach der Tragödie von Lampedusa eingegangenen Verpflichtungen zu Fragen der Solidarität mit Migranten und der Mitverantwortung bei der Aufnahme und bei der Kostenbewältigung zur Überprüfung vorzulegen. Der Präsident der Gemeinschaft, Marco Impagliazzo, erklärte: "Das Migrationsphänomen hat epochale Dimensionen angenommen und darf nicht mehr mit Kategorien der Vergangenheit bewertet werden. Schon heute ist es neben der Betroffenheit über die Dimensionen der humanitären Katastrophe und der Trauer über die Opfer zu besorgniserregenden Unterschieden gekommen, was die nationale und gemeinschaftliche Verantwortung in diesem Bereich betrifft. In dieser Hinsicht ist der Aufruf des Präsidenten des italienischen Ministerrates umso mehr zu würdigen und zu unterstützen, dass Europa unbedingt die eigenen Vorschriften im Bereich Immigration verändern muss".

Marco Impagliazzo erwähnte, dass diese Frage im Mittelpunkt des Gesprächs vom vergangenen Montag stand, das er gemeinsam mit dem Gründer der Gemeinschaft Sant'Egidio, Andrea Riccardi, mit dem Präsidenten des Europarates, Herman van Rompuy, geführt hat, und betonte, dass "die unverzichtbare Identität Europas im Respekt und Schutz der Menschenrechte besteht". Daher sind alle Mitgliedstaaten der Union verpflichtet, "möglichst alles zu tun, um das Leben der Migranten zu schützen und ein großzügiges und gerechtes System der Aufnahme von Flüchtlingen und Asylbewerbern aufzubauen". "Der Grundsatz der Solidarität und gerechten Aufteilung der Verantwortlichkeiten unter den Mitgliedsstaaten im Bereich von Immigration und Asyl ist durch die Verträge festgelegt", so heißt es weiter in der Erklärung, die dazu aufruft, eine Reihe von Maßnahmen zu ergreifen: eine stärkere Zusammenarbeit mit den Herkunftsländern der Immigranten, die Einrichtung eines humanitären europäischen Korridors, der die Flüchtlinge aus den Fängen der Menschenhändler befreit, die Einrichtung eines europäischen Immigrationsbüros auf nordafrikanischem Gebiet, gemeinsame Vorgehensweisen zur Sofortaufnahme, die Schaffung von europäischen Erstaufnahmeeinrichtungen auf Lampedusa und Sizilien, in denen in Abweichung von den Dublin-Verordnungen anerkannte Asylbewerber die Niederlassungsfreiheit in allen Ländern der Union gewährt wird, zum Zwecke der Familienzusammenführung bevorzugt in Ländern, wo schon familiäre Beziehungen bestehen.


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