Riccardi Andrea: auf dem web

Riccardi Andrea: auf sozialen netzwerken

Riccardi Andrea: pressespiegel

change language
sie sind in: home - news kontaktnewsletterlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  
24 März 2014 | WÜRZBURG, DEUTSCHLAND

Sant'Egidio will die Namen und Gesichter der verstorbenen armen Freunde nicht vergessen

Das Licht Jesu verklärt die Dunkelheit und Kälte von Einsamkeit und Tod

 
druckversion

Die Anwesenheit von Menschen, die auf der Straße leben oder unter Vereinsamung leiden, nimmt in den vergangenen Jahren auch in einem reichen Land wie Deutschland dramatisch zu. Manche schlafen unter Pappkartons, andere leben in Notunterkünften oder Verfügungswohnungen, wieder andere besitzen zwar eine eigene Wohnung aber leider keine Angehörigen und Freunde. Diese neue Armut hat die Gemeinschaft Sant'Egidio seit vielen Jahren veranlasst, eine Freundschaft zu ihnen aufzubauen. In vielen Städten, wie auch in Würzburg gibt es in der sogenannten Mensa einen regelmäßigen Treffpunkt, wo man eine warme Mahlzeit und vor allen Dingen eine herzliche Freundschaft und die Geborgenheit einer Familie geschenkt bekommt.

Ein besonders schwieriger Moment für diese Personen sind Krankheit und Sterben. Häufig gibt es niemanden, der in diesen schwierigen Zeiten Freundschaft und Begleitung anbietet oder sich auch nach dem Tod erinnert. Immer wieder hören die Freunde der Gemeinschaft die drängende Frage: "Wer denkt an mich, wenn es mir schlecht geht? Wer wird einmal an meinem Grab stehen?" In Großstädten wie Berlin, München und Hamburg werden mittlerweile fast 50% aller Menschen anonym bestattet.

Dagegen möchte die Gemeinschaft Sant'Egidio eine Kultur des Lebens und der Freundschaft setzen, um diese Menschen dem Vergessen zu entreißen. Dieses Gedenken hat mittlerweile eine lange Geschichte und begann vor 30 Jahren in Rom: Damals starb die obdachlose Modesta Valenti am 31. Januar 1983 vor dem Bahnhof Termini im Alter von 71 Jahren, ohne Hilfe zu erfahren. Die Sanitäter hatten sich geweigert, sie mitzunehmen, weil sie schmutzig war. In Würzburg wird das Gedenken als ökumenischer Gottesdienst begangen, seit am 6. Januar 1998 der stadtbekannte obdachlose Straßenmusikant Fritz Werner Marschner verstarb. Wie immer in solchen Fällen sollte er kostengünstig in einem auswärtigen Massengrab ohne Aussegnung und Grabstein bestattet werden sollen. In einer gemeinsamen Aktion mit anderen Organisationen hat die Gemeinschaft Sant'Egidio durch Spenden ein Grab auf dem Hauptfriedhof eingerichtet und kümmert sich in Zusammenarbeit mit den Kirchen vor Ort um solche Bestattungen.

Hunderte von Namen wurden in der
Marienkapelle verlesen, viele ärmere Freunde, Mitglieder der Gemeinschaft und Freunde aus der ganzen Stadt waren gekommen und zündeten für ihre Lieben eine Kerze an. Pfarrerin Wagner erinnerte in ihrer Predigt zur Verklärungsgeschichte daran, dass das Licht des Herrn in der Dunkelheit von Leid und Tod die Hoffnung schenkt, dass niemand vergessen wird. Es war ein tröstliches Gedenken und ein Zeichen der Hoffnung für eine menschlichere Stadt, die niemanden im Leid allein lässt. Beim anschließenden gemütlichen Zusammensein im Haus der Gemeinschaft konnten alle die Schönheit der Freundschaft in der Familie von Sant'Egidio erleben in der Gewissheit, dass niemand vergessen wird.

 


 LESEN SIE AUCH
• NACHRICHTEN
1 April 2014
MOSKAU, RUSSLAND

Gedenken an Modesta, Lilja und die verstorbenen Freunde von der Straße

IT | ES | DE | RU | UK
25 März 2011

Würzburg, Gebet zum Gedenken an die Menschen, die nach einem Leben auf der Straße verstorben sind

IT | EN | DE | FR | PT | NL
27 Februar 2011

Genua (Italien): Gedenkliturgie an Pietro und an Menschen, die durch das harte Leben auf der Straße gestorben sind

IT | ES | DE | FR | CA | NL
22 Februar 2011

Liturgie zum Gedenken an auf der Straße verstorbene Obdachlose in Neapel - VIDEO

IT | DE | FR | NL | RU
all news
• DRUCKEN
29 Februar 2016
La Vanguardia

Sant Egidi es revolucionario

29 Februar 2016
La Vanguardia

¿Quién se acordará de mí?

22 März 2015
Avvenire

Il monito. «Mai più morti per l'indifferenza»

31 März 2014
Il Messaggero - ed. Civitavecchia

In un libro le storie dei clochard di S. Egidio

23 Februar 2014
Avvenire

Sant'Egidio. In memoria dei senza dimora

30 März 2014
Corriere del Veneto

Sant`Egidio, ecco la guida che consiglia ai senzatetto dove mangiare e dormire

alle pressemitteilungen
• DOKUMENTE

La GUÍA "DÓNDE comer, dormir, lavarse" 2016

alle dokumente

FOTOS

1622 besuche

1611 besuche

1600 besuche

1664 besuche
alle verwandten medien