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Papst Franziskus in der St. Bartholomäusbasilika zum Gebet im Gedenken an die neuen Märtyrer. Texte, Video, Fotos

Papst Franziskus besucht am 22. April die St. Bartholomäusbasilika zum Gebet im Gedenken an die neuen Märtyrer

Beim Gebet gibt es Zeugnisse von Verwandten und Freunden der Märtyrer und eine Begegnung mit Flüchtlingen. Die Veranstaltung wird im Live-Streaming auf der Homepage und bei Facebook übertragen

Ostern der Auferstehung: Christ ist erstanden! Er ist wahrhaft auferstanden!

Papst Franziskus kommt am 22. April zum Gebet mit den neuen Märtyrern in die St. Bartholomäusbasilika auf der Tiberinsel

Am Palmsonntag haben wir ein Friedenszeichen auf den Straßen und in den Städten der Welt verteilt #PalmSunday

Hier die Fotos
29/04/2017
Vorabend des Sonntags

Das tägliche Gebet


 
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8 September 2015 19:30 | Internationales Kulturzentrum (Platz der Pyramide)

FRIEDENSAPPELL 2015

Als Männer und Frauen aus verschiedenen Religionen haben wir uns auf Einladung der Gemeinschaft Sant'Egidio in Tirana versammelt, der Hauptstadt eines Landes, das ein Symbol für das Zusammenleben der Religionen ist. Dieses Land hat die Erfahrung der Arroganz des Bösen gemacht, das Gott und die Freiheit aus dem Leben der albanischen Nation beseitigte. Wir danken den Behörden und dem Volk von Albanien für die herzliche Gastfreundschaft in diesen Tagen.

Heute ändert sich die Welt sehr schnell. Vielleicht waren wir unfähig, diesem Wachstum und dieser Veränderung eine Seele zu verleihen. Unsere Welt läuft Gefahr, das Bewusstsein für die eigene Begrenzung zu verlieren und sich allmächtig zu fühlen, während sich anonyme Mächte ausbreiten mit Auswirkungen auf das Schicksal der Völker.

Uns ist das durch den Götzendienst von Macht und Geld, von Korruption und zunehmender Gottesferne verursachte Leid im Namen des Ego bewusst, wie auch das Leid einer grenzenlosen Umweltzerstörung ohne Zukunftsperspektive, der Herrschaft des Menschen über andere Menschen, des unheilvollen Plans einer Welt ohne den anderen und der Leiden von endlosen, ansteckenden und unkontrollierten Kriegen.

70 Jahre nach dem nuklearen Massensterben und dem Ende des Zweiten Weltkriegs scheint die Menschheit vergessen zu haben, dass der Krieg ein Abenteuer ohne Rückkehr ist. Denn die Kriege scheinen wirklich normal geworden zu sein, viele Völker sind der Versuchung der gefährlichen Anziehungskraft der Gewalt ausgesetzt. Die Macht des Bösen wendet sich heutzutage gegen Millionen von Kindern, Frauen, alten Menschen und Familien. Sie findet Kämpfer, die in einem ungesunden und gewalttätigen Denken gefangen sind. Viele Tausende Flüchtlinge brechen aus Asien auf und überqueren die Grenzen nach Europa und in andere Gegenden der Welt.

Unser 21. Jahrundert steht am Scheideweg zwischen Hoffnungslosigkeit und Zukunft, zwischen Gleichgültigkeit und Solidarität. Wir brauchen eine globale Solidarität. Wir brauchen geöffente Türen unserer Herzen und unserer Länder, denn weder Mauern noch Stacheldraht werden die Not von Menschen aufhalten, die leben wollen und für ihre Kinder eine Zukunft suchen. Den Religionen sagen wir: Helfen wir mit, dass die Welt eine menschliche Antwort auf den Krieg findet, auf die weltweite Migration, auf die Umweltkrise, auf die zahlreichen Formen von Armut und die Suche nach Sinn von so vielen Menschen.

Als Oberhäupter verschiedener Religionen und Kulturen spüren wir die moralische Pflicht, der Welt zu helfen, damit sie sich nicht selbst zugrunde richtet und die menschlichen Gefühle nicht auslöscht.

Den Regierenden sagen wir: Krieg kann nicht durch Krieg beseitigt werden, das ist ein Trugschluss! Kriege gleiten uns aus den Händen. Lasst euch nicht betrügen! Kriege machen ganze Völker unmenschlich. Lasst uns wieder mit dem Dialog beginnen, der eine einzigartige Kunst und eine unersetzliche Medizin ist, die den Völkern Versöhnung schenkt.

Unseren Religionen rufen wir in Erinnerung: Krieg ist niemals heilig, Beseitigung und Unterdrückung der anderen im Namen Gottes ist immer blasphemisch. Die Beseitung und Unterdrückung von anderen und von ihrer Geschichte mit dem Missbrauch des Namens Gottes ist ein Gräuel.

Möge eine Bewegung von Völkern für den Frieden und des Widerstands gegen Terrorismus und Gewalt wachsen. Möge der Geist von Assisi uns führen, um mutiger und besser den Frieden zu suchen und Gesellschaften aufzubauen, in denen das Zusammenleben verschiedener Menschen friedvoll und positiv ist.

Der Friede kommt von Gott. Daher bitten wir den Unsichtbaren um das Geschenk des Friedens. Das ist die Spache der Zukunft. Lernen wir alle die Sprache des Dialogs und des Friedens.

Frieden ist immer möglich. Deshalb müssen wir alle ihn gemeinsam aufbauen als Gläubige und Nichtgläubige. Lasst uns den Frieden aufbauen! Mit Gottes Hilfe können wir diese Epoche in eine Zeit des Friedens verwandeln. Denn für Gott ist nichts unmöglich.

Tirana, 8. September 2015


 

#peaceispossible
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