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Beitrag von Elard Sadimba Alumando von der Gemeinschaft Sant'Egidio aus Malawi bei der Afrikasynode


 
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Beitrag von Elard Sadimba Alumando von der Gemeinschaft Sant'Egidio aus Malawi bei der Afrikasynode
Oktober 2009

Ich bin der Direktor des DREAM-Zentrums zur AIDS-Behandlung der Gemeinschaft Sant'Egidio in Malawi. Auf dem Kontinent ist die Lage dramatisch, sodass die Rate der Infizierten in manchen Ländern auf bis zu 20-30% geschätzt wird. Afrika stirbt! Das ist nicht nur ein Problem der Prävention, es geht vielmehr darum Millionen von Menschenleben zu retten. Im Evangelium heilt Jesus die Kranken. Doch wir sind wie die Jünger beim mondsüchtigen Jungen häufig unfähig zu heilen. Warum konnten denn wir den Dämon nicht austreiben? - fragen sie Jesus. In Afrika sind wir häufig resigniert. Und die Welt resigniert angesichts von Afrika. Jesus antwortet: Weil euer Glaube so klein ist, konntet ihr diese Kranken nicht heilen!

Auch wir können heilen. Nicht durch mirakulöse Heilungen wie bei den Sekten oder in der Welt der traditionellen Religionen. Heute kann man die AIDS-Kranken behandeln. Zusammen mit Liebe und Intelligenz hat uns der Glaube geholfen, den Weg zu finden. Die Behandlung ist möglich, sie benötigt jedoch finanzielle Mittel und menschlichen Einsatz. DREAM ist ein Gemisch aus Wissenschaft und Freundschaft und entsteht aus dem gelebten Evangelium. Seit 2001 behandelt DREAM Menschen mit HIV/AIDS, ca. 80.000 Kranke in zehn afrikanischen Ländern. Wie der Heilige Vater in Kamerun gesagt hat, ist DREAM ein Traum, der Wirklichkeit geworden ist. 

Behandlung ist auch der beste Weg, um Prävention zu betreiben. Die Behandlung reduziert die Verbreitung der Pandemie wie nichts anderes. Eine Kultur des Lebens ist notwendig, die die menschliche Person an die erste Stelle rückt. In Afrika kommen viele Gelder für AIDS an, die oft zu einem Geschäft für die Regierungen werden. Doch werden die Kranken wirklich behandelt und auf ihr Leben Rücksicht genommen?

Ich habe erlebt, dass durch DREAM 8.000 gesunde Kinder von HIV-positiven Müttern geboren wurden. Wie der Heilige Vater am vergangenen Sonntag gesagt hat, muss in Afrika jedes Kind als menschliches Wesen angesehen werden. Ich kann viele Geschichten der Auferstehung von kranken Menschen bezeugen. Ich habe Frauen gesehen, die man fast schon als tot ansah, die jedoch mit einer neuen Würde wieder aufleben; sie sind befreit vom Stigma und nehmen wieder am sozialen Leben teil. Diese behandelten Frauen helfen jetzt anderen Frauen, die Behandlung zu beginnen, sie überzeugen die Männer, keine Angst zu haben, sie retten die Familien. Und sie schenken wieder Zukunft. 

Das sind Geschichten der Auferstehung. Auf diese Weise wird das Gebot gelebt, die Kranken zu heilen. Es ist der Lebensschutz in Ländern, in denen der Wert des Lebens sehr niedrig ist und die Menschen wegen Nichtigkeiten sterben. Unsere Arbeit in Afrika geht aus der Kommunion hervor: DREAM wird von unseren europäischen Geschwistern von Sant'Egidio vorangetrieben. DREAM fordert eine Zusammenarbeit zwischen Europa und Afrika. Das betone ich, indem ich zum Beispiel sage, dass die Behandlung von DREAM dieselbe ist wie im Norden der Welt. 

Nur ein starkes und lebendiges Christentum, das tief im Glauben und im Gebet verwurzelt ist, wird die Mittel einsetzen können, ohne der Plage der Korruption zu verfallen, die Afrika so sehr verwundet. Ich glaube, dass wir durch DREAM der Krankheit ins Auge schauen können, indem wir auch gegen die Hexerei und die Mystifizierung der Sekten kämpfen, die leider ihre Praktiken auf dem Kontinent verbreiten. Diese Heilungen sind keine geheimnisvollen und unerklärlichen Wundertaten, sondern das Ergebnis einer leidenschaftlichen Arbeit und vor allen Dingen des Gebetes. Das ist das wahre Wunder. 

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