change language
sie sind in: home - Ökumene und dialog - internat...streffen - sarajevo 2012 kontaktnewsletterlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  

Treffen und Gebet mit Obdachlosen am Ende des langen russischen Winters

Ökumenischer Gottesdienst für Europa am Vorabend des 60. Jahrestages der Römischen Verträge

Basilika Santi XII Apostoli um 19.30 Uhr. LIVE STREAMING auf der Homepage und der Facebook-Seite von Sant'Egidio

Ab heute humanitäre Korridore für Flüchtlinge auch in Frankreich, Unterzeichnung des Abkommens im Élysée-Palast heute Vormittag

Präsident Hollande: Dieses Projekt entspricht den Werten der Gastfreundschaft und Solidarität

Flüchtlinge feiern ein Jahr humanitäre Korridore mit neuen Ankömmlingen aus dem Libanon

Andrea Riccardi: "Das Projekt verbindet Integration und Sicherheit. Nein zu Mauern". Fast 700 Personen wurden in Italien durch das Projekt von Sant'Egidio und den evangelischen Kirchen Italiens aufgenommen

Der Patriarch der äthiopischen Kirche Abuna Mathias in Sant'Egidio: wir haben gesehen, wie ihr das Evangelium lebt

Die Homilie des Patriarchen in der Basilika Santa Maria in Trastevere

Sant'Egidio feiert den 49. Jahrestag mit dem Volk der Gemeinschaft

In der ganz vollen Lateranbasilika sind junge und alte Menschen, Obdachlose und Flüchtlinge der humanitären Korridore versammelt. Marco Impagliazzo: "Wir glauben an eine Stadt, in der es nicht das Wir und das Sie gibt, sondern in der gemeinsam eine große Kraft des Friedens aufgebaut werden kann"
EVENTS
alle veranstaltungen

 
druckversion
11 September 2012 19:00 | Centre of Sarajevo

Beitrag von Andrea Riccardi - schlusszeremonie



Andrea Riccardi


Gründer der Gemeinschaft Sant’Egidio

Diese Tage des Dialogs in Sarajewo waren sehr wertvoll. In gewisser Hinsicht ein einzigartiges Ereignis. Ich danke den Menschen dieser Stadt, den Behörden, besonders der Muslimischen Gemeinschaft, der Orthodoxen Kirche, der Jüdischen Gemeinschaft, der Katholischen Kirche.
Nach einem nützlichen Dialog über Schlüsselthemen, nach den verschiedenen Gebeten die einen neben den anderen, schicken wir uns an, einen Appell in Umlauf zu bringen. Wir sprechen mit einer einzigen Stimme, ungeachtet der verschiedenen Religionen und Geschichten. Es ist eine Stimme, die aus der Tiefe der religiösen Traditionen kommt: Sie hat unterschiedliche Grundlagen und Alphabete, aber sie vereinigt sich zu einem Ruf nach Frieden. Ein Ruf steigt auf von Sarajewo, eine Anrufung Gottes, eine Ermahnung: nie wieder Hass oder Bruderkrieg! Die Zukunft heißt Zusammenleben!
Wer wird sich für diese Botschaft zuständig fühlen? Jeder, der glaubt und weiß, dass der Friede ein schöner Name Gottes und das Leben der Völker ist. Die Religionen können dabei helfen, zusammen zu leben, zu verstehen, dass dieser Umstand kein Fluch, sondern ein Segen ist.
Wenn wir diese Stadt verlassen, entfernen wir uns nicht ganz von Sarajewo. Etwas bleibt hier: eine Vision der Hoffnung für dieses Land und eine große Zuneigung. Etwas von Sarajewo bleibt bei uns: sein Schmerz und seine Fragen. Wer den Geist von Assisi lebt, der Dialog im Klima des Gebets ist, hat eine tiefe Verbundenheit mit dieser vielfältigen, verwundeten, wieder aufgebauten Stadt voller Leben und Zukunftswillen. Sarajewo möge eins bleiben und plural! Die Geschichte Sarajewos ist eine Ermahnung.
Es ist eine tiefe Zuneigung zwischen Sarajewo und denen, die den Geist von Assisi leben, entstanden. Europa hat durch seine hohen Institutionen und die Aufmerksamkeit der Medien Interesse an Bosnien-Herzegowina gezeigt. Wir haben Sarajewo nicht vergessen: Die Zukunft dieser Region betrifft die Europäer. Übrigens ist auch die Europäische Union mit ihren vielen Verschiedenheiten ein Feld des Zusammenlebens. Um unter Verschiedenen zusammen zu leben, ist spirituelle Nähe nötig. Es braucht tiefe Bindungen. Die Völker können sich nicht physisch und geographisch einander annähern ohne sich spirituell zu verstehen und zu schätzen. Ohne Geist, ohne Harmonie unter den Religionen und Kulturen, ohne Dialog, ohne menschliche Sympathie ist es nicht möglich zu leben, nicht einmal zu überleben: nicht nur in Sarajewo, sondern in allen Teilen der Welt. Die Religionen helfen den Menschen, in Frieden zu leben. Der Dialog zwischen den Religionen ist ein wirkungsvoller Hinweis für die Kultur, die Politik, die Beziehungen unter den Völkern
Sehen wir ohne Angst in die Zukunft! Aber bereiten wir die Zukunft vor in Zuneigung unter den Völkern. Sehen wir in die Zukunft, ohne uns von den Ängsten der Vergangenheit lähmen zu lassen. Es braucht Mut und Hoffnung, um eine Zukunft des Zusammenlebens in Frieden vorzubereiten. Lassen wir die Vorurteile fallen, die Predigten des Hasses. Wir können die Zukunft gestalten, indem wir Frauen, Männer und Jugendliche zum Frieden erziehen: dass nur der Friede heilig ist, dass das Zusammenleben den Willen Gottes und die Gleichheit der Menschen zum Ausdruck bringt. Eine Gleichheit, die in Gott selbst wurzelt. So sehr, dass, wer einen Menschen tötet, auch Gott selbst trifft. Aber auch, wer ihn hasst und verachtet!
Die Religionen können vorausschauend sein. Wir können allen eine Überzeugung mitteilen, die durch den Kontakt zum Schmerz vieler und zur Erfahrung zahlreicher Völker gereift ist: dass der Krieg ein Übel ist, dass die Gewalt niemals im Namen Gottes gerechtfertigt werden kann. Der Dialog kann helfen, unüberwindliche Probleme zu lösen. Warum werden die Instrumente des Dialogs in Krisensituationen zu oft zurückgestellt, so dass nur der Weg der Waffen bleibt?
Wir haben eine heitere und sichere Vision: Es ist eine uralte und ganz neue Vision. Wir sind ein Bezugspunkt - der Geist von Assisi ist es - in der Vielfalt unserer Religionen: ein Bezugspunkt des Friedens. Seit 1986 beschreiten wir diesen Weg im Geist von Assisi. Große Gläubige haben daran teilgenommen und ihren Beitrag geleistet. Unter vielen anderen erinnere ich an Kardinal Carlo Maria Martini, Abuna Paulos, den Patriarch von Äthiopien, Ghassan Tueni und den Journalisten Giancarlo Zizola und viele andere. Das Erbe von Assisi ist Hoffnung und Prophetie für die Zukunft. Es ist eine große Errungenschaft in einer Welt, die den "Clash of civilisations" und den der Religionen riskiert.
Mehr als zehn Jahre sind seit jenem 11. September 2001 vergangen, als es schien, als stehe ein Konflikt der Religionen vor der Tür. Wir haben immer darauf bestanden, dass es keinen Krieg der Religionen gibt, sondern nur den Missbrauch der Religionen. Wir haben in schwierigen Zeiten und in besseren Momenten darauf bestanden. Das ist das Geschenk einer Friedensvision, die Johannes Paul II. prophetisch in Assisi begründete. Und die wir weiterhin Jahr für Jahr kultivieren als ein Erbe, das wächst.
Jetzt haben wir eine Unerschütterlichkeit und Klarheit der Überzeugungen, die die Kraft darstellt, um sich der Zukunft zu stellen. Deshalb haben wir keine Angst zu sagen: die Zukunft heißt Zusammenleben. Danke für eure Anwesenheit!

Message of His Holiness Benedict XVI
Benedict XVI

Programme in English
PDF

BROADCAST LIVE PROGRAMME

RELATED NEWS
24 März 2017
ROM, ITALIEN

Ökumenischer Gottesdienst für Europa am Vorabend des 60. Jahrestages der Römischen Verträge


Basilika Santi XII Apostoli um 19.30 Uhr. LIVE STREAMING auf der Homepage und der Facebook-Seite von Sant'Egidio
IT | DE | FR
20 März 2017
MOSKAU, RUSSLAND

Caritativer Einsatz in den verschiedenen Religionen. Dialogabend im Geist in Assisi


Konferenz von Sant'Egidio in Russland mit Vertretern der drei großen monotheistischen Religionen
IT | DE
28 Februar 2017

Abuna Matthias, der Patriarch der äthiopischen Kirche, hat wenige Tage nach seinem Besuch einen Brief an die Gemeinschaft geschrieben

IT | EN | ES | DE | FR
18 Februar 2017
BARCELONA, SPANIEN

Der Kardinal und der Imam von Bangui sprechen über den Friedensprozess in der Zentralafrikanischen Republik als ein übertragbares Modell

IT | ES | DE | FR
12 Februar 2017
ROM, ITALIEN

Der Patriarch der äthiopischen Kirche Abuna Mathias in Sant'Egidio: wir haben gesehen, wie ihr das Evangelium lebt


Die Homilie des Patriarchen in der Basilika Santa Maria in Trastevere
IT | ES | DE | PT | HU
3 Februar 2017
ROM, ITALIEN

Besuch des slowenischen Parlamentspräsidenten Milan Brglez bei der Gemeinschaft Sant'Egidio

IT | ES | DE | PT
tierratgeber

NEWS HIGHLIGHTS
28 März 2017 | MOSKAU, RUSSLAND

Treffen und Gebet mit Obdachlosen am Ende des langen russischen Winters

IT | EN | DE | FR

ASSOCIATED PRESS
9 Februar 2017
Radio Vaticana
Un libro sui 30 anni di "spirito di Assisi", tra storia e profezia
8 Februar 2017
Agenzia SIR
Spirito di Assisi: Impagliazzo (Sant’Egidio), “non è passato di moda”
5 Februar 2017
Vatican Insider
Lo spirito di Assisi tra storia e profezia
14 Dezember 2016
Vatican Insider
S.Egidio firma un protocollo con i Carabinieri su pace e diritti umani
28 November 2016
FarodiRoma
La preghiera per la pace da Wojtyla a Bergoglio in un libro di Paolo Fucili
alle presse-

BÜCHER
Das Wort Gottes jeden Tag 2016/2017



Echter Verlag
Feinde werden Freunde



Echter Verlag
weitere bücher

29/03/2017
Gedenken an die Heiligen und die Propheten

Das tägliche Gebet


FOLLOW LIVE THE EVENT
Sarajevo 2012