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Unterstützung der Gemeinschaft

  
8 Dezember 2014

Marco Impagliazzo wiedergewählt als Präsident der Gemeinschaft Sant'Egidio

Breite Zustimmung von den Vertretern aller Kontinente. Gebet, Arme und Frieden als Leitlinien für die Zukunft

 
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Am 7. Dezember wurde Marco Impagliazzo als Präsident der Gemeinschaft Sant'Egidio wiedergewählt. Er ist Professor für Zeitgeschichte an der Ausländeruniversität in Perugia, war bisher Präsident der Gemeinschaft und wurde mit einer breiten Zustimmung von den Vertretern der verschiedenen Gruppen von Sant'Egidio weltweit erneut gewählt. Die Wahl war ein Spiegelbild für das Wachstum der 1968 von Andrea Riccardi in Rom gegründeten Gemeinschaft, die nunmehr auf allen Kontinenten verbreitet ist. Die Wahlversammlung fand in Rom statt, über Streaming waren zahlreiche Städte in Italien, Europa, Amerika, Afrika und Asien mit 220 Delegierten verbunden.

Die Gemeinschaft Sant'Egidio ist vom Heiligen Stuhl als Öffentlicher Verein von Gläubigen und von zahlreichen internationalen Organisationen, beispielsweise der UNO und der Afrikanischen Union, anerkannt. Sie ist in 73 Ländern tätig und zählt über 60.000 aktive Mitglieder und weitere Tausende Freiwillige. Ihre Ziele sind überall die Weitergabe des Evangeliums, die Solidarität mit den Armen und der Aufbau des Friedens, wie es auch Papst Franziskus bei seinem Besuch der Gemeinschaft am 15. Juni dieses Jahres formuliert hat: "Schreitet voran auf diesem Weg: Gebet, Arme und Frieden. Auf diesem Weg seid ihr eine Hilfe, um das Mitleid im Herzen der Gesellschaft aufzubauen, und das ist die wahre Revolution". Marco Impagliazzo dankte der Versammlung, die sein Mandat verlängert hat, und kündigte an, seinen Einsatz in Richtung der drei durch den Papst aufgezeigten Wege (Gebet, Arme und Frieden) fortzusetzen. Angesichts der in den vergangenen Jahren gesammelten Erfahrungen mit der Gemeinschaft weltweit zeigte er sich "beeindruckt von ihrer Ausbreitung und den vor ihr liegenden wichtigen Herausforderungen".

Heute setzt sich Sant'Egidio in diesem Bereich als Vorreiterin bei wichtigen Kampagnen gegen jede Form von Rassismus und Ausgrenzung von Immigranten und Armen in Europa oder gegen die sich immer weiter ausbreitende Gewalt in den Städten in Afrika und Lateinamerika ein. Die Gemeinschaften von Sant'Egidio fördern in verschiedenen Regionen der Welt die Sensibilisierung gegenüber den schwächeren Bevölkerungsschichten, z.B. einsamen alten Menschen und Behinderten. Sie setzen sich für bessere Haftbedingungen in Gefängnissen in Europa, Afrika und anderswo ein. Ein enges Netzwerk von "Schulen des Friedens" bemüht sich auf allen Kontinenten um den Schutz der Minderjährigen mit der Anmeldung der Kinder beim Einwohnermeldeamt und der Förderung des Schulbesuchs. Eines der bekanntesten Projekte ist "DREAM" zur Prävention und Behandlung von AIDS, in dem 260.000 Menschen in zehn afrikanischen Ländern betreut werden.

Die Friedensarbeit gehört zu den wichtigsten Tätigkeiten, denn "der Krieg ist der Vater aller Armut". Diese Erkenntnis hat im Verlauf der Jahre zum Engagement bei zahlreichen Vermittlungen geführt. Am bekanntesten ist die Friedensvermittlung für Mosambik mit dem Abschluss des Abkommens im Jahr 1992. Zahlreiche andere Vermittlertätigkeiten wurden übernommen. Die neueste Initiative ist der Appell "Aleppo retten", den Andrea Riccardi veröffentlicht hat und der auf große Zustimmung gestoßen ist. Er fordert einen humanitären Korridor, der die historische syrische Stadt mit einem Jahrhunderte langen Zusammenleben von Muslimen und Christen verschiedener Konfessionen von der Besatzung durch den aktuellen Bürgerkrieg befreit.


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