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28 Februar 2014

Die Kirchen der Ukraine sagen Nein zur Gewalt: Wir müssen alle Hindernisse auf dem Weg zum wahren Frieden heilen

Der Appell von Erzbischof Schevschuk, Primas der griechisch-katholischen Kirche der Ukraine

 
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24. Februar 2014
Santa Maria in Trastevere
Friedensgebet für die Ukraine

 
Markus 9,14-29

Homillie von Sviatoslav Schevschuk, Großerzbischof von Kyiv-Haly
č und Primas der griechisch-katholischen Kirche der Ukraine

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Allen einen guten Abend. Wenn ich in diese Basilika komme und mit euch bete, fühle ich mich Zuhause. Mittlerweile bin ich euer Bruder. Ich denke an die letzte Begegnung, als wir gekommen sind und mit eurer Gemeinschaft gebetet haben. In der St. Bartholomäusbasilika wird unser Schatz aufbewahrt: die Reliquien unserer Märtyrer. Damals hätte ich mir niemals denken können, dass wir wieder neue Märtyrer bekommen und dass sich in unserem Land erneute Gewalt zeigt. Doch in diesen drei Monaten erlebt die Ukraine vielleicht den schwierigsten Augenblick ihrer Geschichte. Die Leute lehnen sich endlich auf gegen Lüge, Korruption, Diktatur und eine despotische Regierung, die Leid und Blut dieses Volkes für politische Zwecke benutzt, dem sie doch dienen sollte. Wie ihr genau wisst, haben wir drei Monate lang in der Ukraine friedliche Proteste erlebt. Einige sagten, dass die Ukrainer eine neue Art des Protestes entdeckt haben: Einfach auf dem Platz stehen und sich nicht bewegen. Hunderttausende haben auch bei Temperaturen bis -29 Grad ausgeharrt.

Doch in der vergangenen Woche kam eine Dunkelheit über die Stadt Kiew: ein Heckenschütze hat kaltblütig über 100 Personen erschossen. Menschen, die anderen halfen und das Leben der Verwundeten retten wollten. Diese Opfer haben das Land wirklich ein wenig aufgerüttelt. Wir haben tief im Inneren eine Abscheu gegen die Gewalt empfunden. Alle Kirchen in der Ukraine haben offen Nein zur Gewalt gesagt. Mittwoch und Donnerstag letzter Woche wurden unsere lateinische und griechisch-katholische Kathedrale in Kiew zum Operationssälen, wo Menschen operiert wurden, die nicht anderswohin gebracht werden konnten. Doch diese Tage voller Leid und Tränen haben die Solidarität in überraschender Weise gestärkt. Unsere Kirchen wurden Zentren der menschlichen und christlichen Solidarität, und gerade durch diese Eintracht konnten wir der Gewalt Einhalt gebieten. Einige behaupten: für den Augenblick. Denn niemand weiß, wie die Sache enden wird. Deshalb bin ich zu euch gekommen und bitte um eure Solidarität. Die Gemeinschaft Sant'Egidio ist weltweit bekannt, weil sie fähig ist, für den Frieden zu beten. Ich bitte euch, dass ihr vielleicht täglich zumindest ein Vater unser und ein Ave Maria für den Frieden in der Ukraine betet. Doch ihr betet nicht nur, ihr arbeitet auch für den Frieden. In verschiedenen Konflikten der Welt ist eure Gemeinschaft wirklich eine Vermittlerin und im Einsatz für den Frieden tätig. Auch bei diesem Konflikt bitten wir um eure Solidarität, um eure Hand. Ich bin davon überzeugt dass der Herr den Leidenden nahe ist. Bevor ich nach Rom aufbrach, haben ich diese versteckten Krankenhäuser in Stadtzentrum besucht. Ich habe die lutherische Kirche besucht direkt neben dem Verwaltungsgebäude des Präsidenten, dort in der lutherischen Kirche waren immer wenigstens 10 Verwundete. Als ich dem lutherischen Pastor danken wollte, sagte er zu mir: Sie müssen nicht danken, denn wir haben verstanden, dass dort auf dem Platz und hier unter uns Christus anwesend ist in der Person dieses Verwundeten, den wir jetzt hier unter uns sehen.

Christus ist anwesend, er hilft, er ist unsere Hoffnung. Er ist unser Friede, er ist unser Licht und schenkt uns wirklich gemeinsam mit den Anderen eine friedfertige Möglichkeit: die Wunden zu heilen. Nicht nur die leiblichen Wunden.
Jetzt gibt es wirklich Tausende Verwundete. Einige benachbarte europäische Länder wie Polen, die Slowakei, Tschechien und auch Litauen haben viele Verwundete aufgenommen. 20jährige junge Leute haben einen Arm oder ein Auge verloren. Diese Möglichkeit, die körperlichen Wunden zu heilen, ist wichtig. Doch es gibt auch spirituelle Wunden der Seele. Wir müssen Hass und Wut beseitigen. Wir müssen alle Hindernisse auf dem Weg zum wahren Frieden heilen. Möge Christus, der unser Friede ist, uns allen beistehen. Amen.


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