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13 Mai 2011

DREAM VII. Internationale Tagung: Universale Behandlungsmöglichkeit - ein entscheidender Fortschritt bei der AIDS-Bekämpfung und ein weiterer Erfolg. Zusammenfassung

 
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In Afrika verliert der Virus durch die antirethrovirale Therapie an Kraft und wird nicht mehr übertragen. Eine sechsjährige Untersuchung an 26.000 Patienten in Malawi bestätigt die Ergebnisse der Untersuchung des nationalen Instituts der USA für Infektionskrankheiten an 1.763 Paaren.

Die universale Therapie wird zur Waffe, um Übertragungen zu stoppen und den weltweiten Kampf gegen AIDS zu gewinnen.

Die 7. Internationale Tagung von DREAM mit 20 Gesundheitsministern aus Schwarzafrika und damit der am stärksten betroffenen Region der Welt bei der AIDS-Bekämpfung mit 22,5 Millionen Infizierten ist ein wesentlicher Fortschritt im Kampf gegen diese Pandemie.

DREAM. Es ist möglich, AIDS aus Schwarzafrika zu verbannen

Zusammenfassung des Vortrags von Dr. Noorjehan Abdul Nagid und Prof. Leonardo Palombi von der DREAM-Forschergruppe bei der VII. Internationalen Tagung "Universale Behandlungsmöglichkeit - ein entscheidender Fortschritt bei der AIDS-Bekämpfung".

Die aktuelle Situation in Afrika

Ende 2009 waren nach Schätzungen von UNAIDS ca. 22,5 Millionen Menschen in Schwarzafrika mit HIV/AIDS infiziert, das sind 5% der erwachsenen Bevölkerung des Kontinents. Diese Zahlen variieren sehr stark und bewegen sich von 0,7% in Mauretanien bis 25% in Swasiland und Lesotho. Allein 2009 gab es in Afrika 1,3 Millionen Todesfälle.

Von diesen 22,5 Millionen Infizierten sind 54% (und damit über 12 Millionen) Frauen und 10% (2,3 Millionen) Kinder, die überwiegend während der Schwangerschaft und der Stillzeit infiziert wurden. Es gibt jährlich 1,4 Millionen infizierte Schwangere, und ca. 40% und damit 560.000 dieser Neugeborenen infizieren sich in der Gebärmutter, bei der Geburt oder durch das Stillen. Nur die Hälfte dieser Kinder erreicht das zweite Lebensjahr. Das ist grausam und nicht hinnehmbar. Ohne die Epidemie gäbe es 15 Millionen weniger Waisenkinder, die häufig zu einem sehr kurzen Leben verurteilt sind.

Heute muss man sich der Verantwortung stellen, ob man nicht eine ausufernde Zahl von kranken Kindern und Waisen durch andere therapeutische Maßnahmen hätte verhindern können.

Wie hohe Kosten verursachen die 15 Millionen Waisen und kranken Kinder nicht nur finanziell, sondern auch auf sozialem und menschlichem Gebiet und haben sie schon verursacht?

Sicherlich liegt diese Zahl höher als die Kosten für die dreifache Therapie. Wie hoch liegen die Kosten der zögerlichen politischen Haltungen beim Kampf gegen HIV?

Diese Lehre darf in Zukunft nicht vergessen werden.

Entwicklung der Epidemie

Die Zahlen von UNAIDS über jährliche Neuinfektionen auf dem afrikanischen Kontinent sprechen von 1,8 Millionen Fällen, das sind 500.000 mehr als die Zahl der jährlichen Todesfälle. Die infizierte Bevölkerung ist damit um ca. eine Halbe Million gewachsen.

Die umfassende Einführung der Behandlung in Afrika hat zum Rückgang der Sterblichkeit geführt und eine Stabilisierung der Neuinfektionen pro Jahr bewirkt; das gilt für alle Länder. Dies ist ein Ergebnis der Einführung der antirethroviralen Therapie.

Man nehme vier Länder mit unterschiedlichem Behandlungsgrad mit der antirethroviralen Therapie: in Malawi und Kenia ist die Therapie ziemlich weit verbreitet (46 bzw. 48%), in Südafrika werden erst in jüngster Zeit 37% der Infizierten behandelt und in Nigeria 21%. Während in Malawi und Kenia die Sterblichkeit beträchtlich gefallen ist und damit gewissermaßen auch die Neuinfektionen, kann in Nigeria keine solche positive Entwicklung festgestellt werden.

Dieser Erfolg der Therapie wird durch die Tatsache bestätigt, dass in den beiden Regionen der Welt mit nur 3% Neuinfektionen (den USA und Westeuropa) die Behandlung mit antirethroviralen Medikamenten bei über 95% liegt. Es ist heute allseits bekannt, dass die Therapie nachweislich präventive Auswirkungen hat wegen der Auswirkung einer reduzierten Viruslast im Plasma und in der Körperflüssigkeit, sodass die Ansteckungsgefahr reduziert ist.

Auf der Grundlage dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse hat DREAM seit 2002 die Grundlage für eine wahre Prävention der vertikalen Übertragung durch die Dreifachtherapie auf breiter Ebene während der Schwangerschaft und der Stillzeit bis zum sechsten Lebensmonat geschaffen. Diese Strategie hat zu unglaublichen Ergebnissen geführt und die Übertragungsquote auf ein westliches Niveau von weniger als 1% von bei der Geburt infizierten Kindern und unter 3% bis zum ersten Lebensjahr infizierten Kindern gesenkt. Ohne Behandlung wären ca. 40% der Neugeborenen infiziert worden.

Therapie und sofortiger Erfolg. Impfung in weiter Ferne

Viele Jahre lang haben die internationale Forschungsgemeinde und auch DREAM auf eine wirklich erfolgreiche Impfung gehofft, um die Krankheit zu beseitigen. Viele Anstrengungen und Energien wurden für die Forschung und Entwicklung investiert. Heute ist ziemlich deutlich geworden, dass die Herstellung eines Impfstoffes trotz zahlreicher verheißungsvoller Studien noch in weiter Ferne liegt.

Das Modell Granich und der Vorschlag von DREAM

Mittlerweile sind sich viele einig, dass eine mit dem Test verbundene Therapie für alle eine angemessene Strategie ist. 2009 haben Granich, De Kock und weitere Forscher der WHO diese als beste Möglichkeit und glaubwürdigste Lösung zur Beseitigung von HIV/AIDS vorgeschlagen.

DREAM hat ein Modell zur Beseitigung von HIV ausgearbeitet, das nicht auf der Grundlage von Ergebnissen theoretischer Studien entworfen wurde, sondern auf eine reale Erfahrung von 26.000 Patienten, die in den Jahren 2002-2010 unentgeltlich betreut wurden. Wenn man die Zahlen über die Summe der HIV-positiven Schwangeren innerhalb von fünf Jahren beobachtet, ist die Verbreitung von HIV-positiven Personen um die Hälfte gesunken, was nicht einem Musterstudium entspricht, sondern auf ein gesamtes Gebiet in einer bestimmten Region  basiert.

EINE ECHTE LÖSUNG FÜR AIDS IST MÖGLICH

Sie besteht in der Therapie für alle HIV-positiven Schwangeren, um der Mutter-Kind-Übertragung des Virus zu vorzubeugen.

Das Angebot der männlichen Beschneidung für alle Neugeborenen und Kinder, die frühreifen Gefahren ausgesetzt sind. Seit 2007 empfehlen die WHO und UNAIDS die männliche Beschneidung zur Vorbeugung der HIV-Infektion, da die Gefahr für die Männer um 60% gesenkt wird und damit in Schwarzafrika 5,7 Millionen Neuinfektionen vermieden werden und in zwanzig Jahren 3 Millionen weniger Todesfälle zu registrieren sind.
 
 


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