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Unterstützung der Gemeinschaft

  
19 Februar 2013 | KIEV, UKRAINE

Gedenken an Modesta, Mila und Freunde, die auf der Straße gestorben sind

Die Familie von Sant'Egidio in Kiew betet für ihre Lieben

Mila war eine arme Roma. Sie erfror, während sie Essen für ihre Kinder suchte. 2012 starben in der Ukraine fast 200 Menschen durch Kälte, überwiegend lebten sie auf der Straße.

 
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Am 2. Februar 2013 versammelten sich einhundert Obdachlose auf Einladung der Gemeinschaft Sant'Egidio in der Kirche der Verkündigung in Kiew, um ihrer auf der Straße gestorbenen Freunde gedenken. Die liturgische Feier wurde vom Stadtdekan der Metropolie Kiew von der ukrainisch-orthodoxen Kirche, P. Viktor (Ivaschiuk) mit Priester der benachbarten Pfarreien gehalten.

Nach der liturgischen Feier hat die Pfarrei ein Essen für alle angeboten.

P. Viktor sprach zu Menschen, "deren Haus die ganze Stadt" ist, und sagte, dass die Kirche für alle Gläubigen betet, vor allem aber für die Armen. Am Ende der Homilie überbrachte er allen den Segen und die Grüße von Metropolit Vladimir, dass in allen Pfarreien der Stadt an die Namen der Armen erinnert wird.

Das Gedenken an die Obdachlosen, die auf der Straße gestorben sind, begann für die Gemeinschaft Sant'Egidio in Kiew mit der Geschichte von Mila. Sie ist beispielhaft für die dramatischen Probleme, die Obdachlose erleben.

Mila war eine junge Frau von 39 Jahren, Mutter einer großen Romafamilie. Ihre war mit ihrer Familie nach Kiew gekommen, um sich den Lebensunterhalt durch den Verkauf von Blumen und Betteln zu verdienen. Die Familie mietete eine armselige Wohnung außerhalb der Stadt. Der Winter 2006 war besonders streng, und sie verloren die Wohnung, weil sie die Miete nicht bezahlen konnten. Mila konnte ihre Kinder bei Verwandten unterbringen und bettelte im Stadtzentrum vor einem Einkaufszentrum. Nachts schlief sie auf der Straße ein und erfror.

Ein Jahr später starb ihr kleiner Sohn Ruslan mit 5 Jahren. Um zu überleben, sammelte er mit dem Vater Blumen auf dem Acker, um sie am Rand der Autobahn zu verkaufen. Bei der Arbeit wurde sie von einem Auto angefahren. Die Geschichte der Familie von Mila ist auch die Geschichte der Tragödie der Roma. Im April 2012 konnten die Angehörigen während der Tage des Gedenkens an die Verstorbenen ihr Grab nicht besuchen, weil die örtliche Verwaltung, in der sich der Friedhof befindet, das Verbot "für Bürger mit Romanationalität (Zigeuner) den Besuch im Bereich des Friedhofs" verboten hat.

Für Sant'Egidio in Kiew ist das Gedenken an die Namen der auf der Straße verstorbenen armen Freunde nicht nur eine Geste der Solidarität, sondern möchte auch zum Ausdruck bringen, dass sie sich mit ihnen wie in einer Familie verbunden fühlt: man lebt zusammen, nimmt Anteil an die Schwierigkeiten, erinnert sich an die, die verstorben sind, und betet für sie.

Die örtlichen Fernsehkanäle haben über diese Veranstaltung berichtet: link1 , link2
 

 

 


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