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8 März 2013 | GENOA, ITALIEN

Auch Genua gedenkt der Obdachlosen

Gedenken an Modesta, Pietro, die kleine Maria, Babu und viele andere auf der Straße Verstorbene

 
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Wie schon in verschiedenen Städten Europas wurde auch in Genua ein Gedenkgottesdienst für Obdachlose gefeiert, die durch das harte Leben auf der Straße verstorben sind. Dreißig Jahre nach dem Tod von Modesta Valenti, die in Rom ohne Beistand auf der Straße starb, und zwanzig Jahre nach dem Tod von Pietro Magliocco, einer der ersten obdachlosen Freunde der Gemeinschaft Sant'Egidio in Genua bei ihrem Dienst für die Freunde auf der Straße, haben sich in der Basilika der Annunziata mehrere Hundert Menschen zum Gedenken an 131 obdachlose Männer und Frauen, die in den vergangenen zwanzig Jahren durch Kälte, Krankheiten, Gewalt oder auch durch wärmendes Feuer gegen die Kälte entstandene Brände ums Leben kamen.

Die Messe wurde von Msgr. Marino Poggi, dem Diözesanvikar für Caritas und Vorsitzende des Caritasverbandes, P. Francesco Cambiaso SJ, dem Präsidenten der Stiftung und Vereinigung San Marcellino, Don Antonio Lovato, einem "historischen Freund der Obdachlosen Genuas" und Don Jorge Lopez von der Gemeinschaft Sant'Egidio gemeinsam gefeiert. In der Kirche waren viele Obdachlose aus Italien und dem Ausland, auch viele Nichtkatholiken, und zahlreiche Ehrenamtliche von Vereinigungen für die Betreuung von Obdachlosen versammelt.


Die Liste der verlesenen Namen begann mit Pietro Magliocco. Er gehört zu den ersten obdachlosen Freunden von Sant'Egidio im Dienst für diese Freunde auf der Straße. Pietro schlief am Bahnhof von Sampierdarena, er erkrankte an einer Lungenentzündung und starb am Abend, an dem er ins Krankenhaus gebracht wurde, am 11. Februar 1993 im Alter von 57 Jahren.

Die Obdachlosen kommen gut gekleidet, legen ihre Tüten mit ihrem Besitz hinten in der Kirche nieder, beten und sind betroffen, während sie zum Altar treten und eine Kerze entzünden vor der Ikone mit dem leuchtenden Antlitz Jesu. Es wird an Babu erinnert, der im Dezember 2008 starb, an das kleine neugeborene Romakind Maria, das 1997 erfroren ist, an den jungen 14jährigen Brusli, der im Wohnwagen seiner Familie 2002 verbrannt ist. Der vorletzte Name ist vom Kroaten Tino, der vor einem Monat tot aufgefunden wurde und wahrscheinlich gewaltsam umgekommen ist.

Seine Freundin Paola Romagnoli erinnert mit bewegenden Worten an ihn und erklärt, dass man das Leben auf der Straße nur schwer mit Kategorien und Vereinfachungen verstehen kann; sie sagt: "Vielleicht entscheiden sich manche auch für dieses Leben, doch meistens entscheidet das Leben für dich. Es reicht eine falsche Entscheidung oder ein Unglück, um schon in kurzer Zeit allein und ohne Hilfe dazustehen. Die Straße vergibt nicht, deshalb bekommen viele von uns einen harten Charakter und werden manchmal auch ein wenig böse, sonst kann man nicht überleben".

In Genua leben einige Hundert Obdachlose in öffentlichen oder privaten Einrichtungen, aber viele verbringen den Winter auch im Freien in Notunterkünften. Dann gibt es noch viele rumänische Roma, wie einige alte Menschen, die in Baracken leben, um das erbettelte Geld an ihre Kinder und Enkel in der Heimat zu schicken. Don Jorge Lopez, ein Priester der Gemeinschaft Sant'Egidio aus El Salvador, erinnert in seiner Predigt an das harte Leben: "Gott kennt das Lied, so zitiert er die Lesung aus dem Buch Exodus mit dem Dialog zwischen Gott uns Mose. Er hat Mitleid mit dem Elend seines Volkes und seinem harten Leben im fremden Land. Heute verstehen wir besser, dass wir nicht allein sind und dass der Herr der Freund der Menschen ist, vor allem derer, die seinen Trost besonders brauchen".

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