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Unterstützung der Gemeinschaft

  
2 Februar 2013 | ROM, ITALIEN

Ein Gedenkzug am Bahnhof Termini, um an Modesta zu erinnern, die „Heilige“ der Obdachlosen

 
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Eine Charakteristik der Gemeinschaft Sant'Egidio, die Grundlage und das tägliche Engagement ist von Anfang an der Dienst an den Armen, der im Rahmen einer Freundschaft gelebt wird. Die ersten Schüler versammelten sich 1968 zum Lesen des Wortes Gottes und spürten, dass das Evangelium nicht fern von den Armen gelebt werden kann. Die Armen als Freunde und das Evangelium als gute Nachricht für die Armen.

Ein Gedenkzug am Bahnhof Termini, um an Modesta zu erinnern, die "Heilige" der Obdachlosen.

 

"Die Geschichte von Modesta wäre vergessen worden. Sie war eine arme Frau, durch das Leben auf der Straße als Wohnungslose und ohne Familie geschwächt. Ihr Leben wäre in Finsternis und erlittenem Unrecht untergetaucht. Ihre Geschichte hat uns besonders beeindruckt, weil sie ein schreckliches Beispiel dafür ist, wie fehlendes Mitleid tödlich sein kann.

Die Stimme von Francesca Zuccari, der Verantwortlichen der Gemeinschaft Sant'Egidio für den Dienst für Obdachlose, eröffnet das Gedenken an Modesta, die als 71jährige am 31. Januar 1983 vor genau dreißig Jahren an jenem Ort auf Gleis 1 des Hauptbahnhofs Termini starb, ohne die nötige Versorgung zu bekommen, weil sie als schmutzig angesehen wurde.

Dreißig Jahre danach sind wir aufgrund des inständigen Gedenkens der Gemeinschaft Sant'Egidio zu vielen hier zusammengekommen, mehrere Hundert Personen, die ein einfaches und doch bewegendes Gedenken begehen. Vom Fahrkartenschalter bewegt sich ein Schweigemarsch mit einem großen Blumenkranz durch den Bahnhof, der vor einem Bild niedergelegt wird, auf dem eine arme gesichtslose Frau dargestellt ist. Diese Frau wird von der Obdachlosen mittlerweile als "Heilige Modesta" bezeichnet, wie Matteo Zuppi erwähnt, der Weihbischof für das Stadtzentrum von Rom.  

Am Ende sagt Francesca Zuccari: "Wir danken Modesta, denn ihr Gedenken hat uns geholfen, nie das Bestreben aufzugeben, die Lage vieler Leidender zu verändern und nie vor Gleichgültigkeit und Hindernissen zu resignieren. Deshalb sind wir nach dreißig Jahren wieder hierher zurückgekehrt.
Wir werden ihr Gedenken immer wach halten, damit sie uns hilft, weiter für eine Stadt zu kämpfen, die sich um Schwache und Verlassene sorgt".
Am Sonntag, 3. Februar, findet in der Basilika Santa Maria in Trastevere eine Gedenkliturgie an Modesta statt, bei der die Namen aller verlesen werden, die wie sie gelebt haben und auf den Straßen Roms gestorben sind.

 


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