change language
sie sind in: home - Ökumene und dialog - internat...streffen - rom 2013 kontaktnewsletterlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  

Treffen und Gebet mit Obdachlosen am Ende des langen russischen Winters

Ökumenischer Gottesdienst für Europa am Vorabend des 60. Jahrestages der Römischen Verträge

Basilika Santi XII Apostoli um 19.30 Uhr. LIVE STREAMING auf der Homepage und der Facebook-Seite von Sant'Egidio

Ab heute humanitäre Korridore für Flüchtlinge auch in Frankreich, Unterzeichnung des Abkommens im Élysée-Palast heute Vormittag

Präsident Hollande: Dieses Projekt entspricht den Werten der Gastfreundschaft und Solidarität

Flüchtlinge feiern ein Jahr humanitäre Korridore mit neuen Ankömmlingen aus dem Libanon

Andrea Riccardi: "Das Projekt verbindet Integration und Sicherheit. Nein zu Mauern". Fast 700 Personen wurden in Italien durch das Projekt von Sant'Egidio und den evangelischen Kirchen Italiens aufgenommen

Der Patriarch der äthiopischen Kirche Abuna Mathias in Sant'Egidio: wir haben gesehen, wie ihr das Evangelium lebt

Die Homilie des Patriarchen in der Basilika Santa Maria in Trastevere

Sant'Egidio feiert den 49. Jahrestag mit dem Volk der Gemeinschaft

In der ganz vollen Lateranbasilika sind junge und alte Menschen, Obdachlose und Flüchtlinge der humanitären Korridore versammelt. Marco Impagliazzo: "Wir glauben an eine Stadt, in der es nicht das Wir und das Sie gibt, sondern in der gemeinsam eine große Kraft des Friedens aufgebaut werden kann"
EVENTS
alle veranstaltungen

 
druckversion
29 September 2013 10:30 | Basilica di San Paolo Fuori le Mura

Predigt



Agostino Vallini


Kardinalsvikar Seiner Heiligkeit für die Diözese Rom

Liebe Schwestern und Brüder,

das Friedenstreffen der Religionsoberhäupter beginnt für uns Christen mit dem Gebet und dem Hören auf das Wort Gottes. Sowohl der Prophet Amos – in der ersten Lesung – als auch Jesus im Evangelium – mit dem Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus – laden uns ein, das Leben ernst zu nehmen, es nicht sorglos und genießerisch zu leben, verschlossen im Egoismus, und auf unsere Reichtümer zu vertrauen, sondern uns auch um die Brüder zu kümmern.

Im Grunde tat der Reiche nichts Böses: Er hielt Festmähler ab. Das genügt nicht. Man lebt nicht nur für sich selbst. Jesus gibt seinen Jüngern die Regel: „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.“ Der Schwachpunkt des Reichen ist, dass er das Gute nicht tat, das er hätte tun können. Vergessen wir es nie: Wir sind füreinander verantwortlich.

Der Christ macht sich zum Weggefährten der Personen, die neben ihm leben, er hört ihre Fragen, versteht ihre Sorgen und ihr Leid, ist gemäß seinen Möglichkeiten solidarisch mit denen, die bedürftig und in Not sind. Wir dürfen nie vergessen, dass wir am Ende des Lebens nach der Liebe beurteilt werden, der Liebe zu Gott und zum Nächsten, ob wir uns der anderen, insbesondere der Armen, angenommen haben.

Der wahre Jünger Jesu bemüht sich, die Abstände zwischen den Menschen zu überbrücken, das Leid zu mildern, die Herzen einander näher zu bringen, er arbeitet, um die Ungerechtigkeit zu überwinden. Er stellt sich nicht selbst an die erste Stelle.

Diese Vision des Lebens kommt nicht aus einem Gefühl des Erbarmens, des Mitleids, gegenüber dem, der weniger Glück hatte. Sie hat ein klares Fundament: Paulus erinnert uns im Brief an die Philipper daran: „Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht: Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod […]. Darum hat ihn Gott über alle erhöht […] damit […] jeder Mund bekennt: Jesus Christus ist der Herr - zur Ehre Gottes, des Vaters.“

Der Vorschlag des Evangeliums ist klar: An Christus glauben, ihm folgen, ihn im Herzen aufnehmen, bedeutet nicht nur, ihn zu verehren, sondern jeden Tag die Werte und den Lebensstil Christi anzunehmen: den Bruder zu lieben, sich um ihn zu kümmern, das zu teilen, was man hat, das Leid zu lindern, für Gerechtigkeit zu kämpfen, mitzubauen an einer gerechteren Welt, Hoffnung einzuflößen. Ist das einfach? Nein, aber es ist möglich, wenn wir das Herz dem Wirken der Gnade öffnen.

Die christliche Neuigkeit liegt nicht nur in der Anerkennung Gottes als Vater und im Glauben an ihn, aber – in gleicher Weise – darin, die Welt in Gerechtigkeit und Liebe aufzubauen.

Paulus empfiehlt Timotheus in der zweiten Lesung: „Du aber, ein Mann Gottes, […] strebe unermüdlich nach Gerechtigkeit, Frömmigkeit, Glauben, Liebe, Standhaftigkeit und Sanftmut. Kämpfe den guten Kampf des Glaubens […]. Erfülle deinen Auftrag rein und ohne Tadel, bis zum Erscheinen Jesu Christi, unseres Herrn.“

Liebe Schwestern und Brüder, erleuchtet von diesem Wort, Christus in der Eucharistie, dem Sakrament der Liebe, ähnlich geworden, lasst uns mit Mut vorangehen. Bezeugen wir die Hoffnung auf eine bessere Welt, in der – wie wir im 85. Psalm lesen – Gerechtigkeit und Friede sich küssen, und Huld und Treue einander begegnen.

 Kardinal Agostino Vallini

 


WEITERE TREFFEN
weltweit

PROGRAMMA
PDF

PROGRAMM DER LIVEÜBERTRAGUNGEN

RELATED NEWS
23 Oktober 2013

Mut zur Hoffnung: Drei Videos


Von der Elfenbeinküste bis Rom Bilder der Treffen von Menschen und Religionen dieses Jahres, die im Fernsehen gezeigt wurden
IT | EN | ES | DE | FR | PT | CA | ID
3 Oktober 2013
SAN ANTONIO, VEREINIGTE STAATEN

The Courage of Hope. Der Geist von Assisi in Texas


Religionsoberhäupter und Studenten haben am Treffen in San Antonio teilgenommen, das im Anschluss an Rom stattfand
IT | EN | ES | DE | PT
2 Oktober 2013
ABIDJAN, ELFENBEINKÜSTE

Auch in Afrika "Mut zur Hoffnung"


Treffen der Religionen in Abidjan in Verbindung mit Rom
IT | EN | ES | DE | FR | PT | CA | ID
1 Oktober 2013

Rede des Hl. Vaters Franziskus an die Teilnehmer des Internationalen Friedenstreffens der Gemeinschaft Sant’Egidio

IT | EN | ES | DE | FR | PT | CA | ID
1 Oktober 2013
Dem religiösen Terrorismus die Legitimität entziehen

Der indische Intellektuelle Kulkarni: Der religiöse Terrorismus trennt in erster Linie die Religionen, aus denen er entstanden ist

IT | EN | ES | DE | PT | CA | ID
1 Oktober 2013

Rita Prigmore, Sintezza und Überlebende des Porrajmos: "Die Propaganda der neuen europäischen Rechten ist ein Albtraum"

IT | EN | ES | DE | PT | CA | ID
tierratgeber

NEWS HIGHLIGHTS
28 März 2017 | MOSKAU, RUSSLAND

Treffen und Gebet mit Obdachlosen am Ende des langen russischen Winters

IT | EN | DE | FR
24 März 2017 | ROM, ITALIEN

Ökumenischer Gottesdienst für Europa am Vorabend des 60. Jahrestages der Römischen Verträge


Basilika Santi XII Apostoli um 19.30 Uhr. LIVE STREAMING auf der Homepage und der Facebook-Seite von Sant'Egidio
IT | DE | FR
20 März 2017
Pressemitteilung

Internationaler Tag gegen Rassismus, Marco Impagliazzo: "Mit Dialog und Integration der Intoleranz entgegentreten"

IT | ES | DE | FR | PT

ASSOCIATED PRESS
6 September 2015
Shekulli
“Takimi i paqes”, krerët botërorë të feve mblidhen në Tiranë
11 November 2013
Herder Korrespondenz
Religion und Frieden: Internationales Treffen der Gemeinschaft von Sant'Egidio
29 Oktober 2013
Roma sette
Preghiera e condivisione fondamenta della pace
13 Oktober 2013
SIR
Insieme scegliamo il coraggio della pace
6 Oktober 2013
Avvenire
«Non usare la fede per la violenza». Un bilancio del XXVII Incontro internazionale per la pace
alle presse-