Riccardi Andrea: auf dem web

Riccardi Andrea: auf sozialen netzwerken

Riccardi Andrea: pressespiegel

change language
sie sind in: home - news kontaktnewsletterlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  
3 September 2015 | BUDAPEST, UNGARN

Allein der Friede kann die Flüchtlingsströme beenden. Sant'Egidio in Ungarn fordert Gesetze, die die Menschenrechte achten

Im Rahmen des Einsatzes für eine Kultur der Gastfreundschaft appelliert die Gemeinschaft an das Parlament für eine menschliche Gesetzgebung auf dem Prinzip der Gleichheit. Kardinal Péter Erdö, der Erzbischof von Budapest, bringt seine Wertschätzung zum Ausdruck

 
druckversion

Seit Beginn der humanitären Krise der Flüchtlinge aus Syrien und anderen Kriegsgebieten aus dem Nahen Osten hat sich die Gemeinschaft Sant'Egidio in Ungarn für die Aufnahme der Asylbewerber eingesetzt und versucht, eine Kultur der Menschlichkeit und des Respekts gegenüber den Flüchtlingen aus dramatischen Situationen zu stärken, die oft ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben.

Vor einigen Tagen hat der Erzbischof, Kardinal Péter Erdö, in einem Gottesdienst am nationalen Feiertag des Hl. Stephan in Anwesenheit der höchsten Vertreter des Staates öffentlich seine Anerkennung "für den Einsatz der Gemeinschaft Sant'Egidio und anderer Verbände und katholischer Gemeinden, die mit Liebe und Menschlichkeit den Bedürftigen helfen", zum Ausdruck gebracht.
 
Gestern hat die Gemeinschaft einen Appell im Parlament vorgelegt, in dem sie dazu aufruft, einige Gesetzesvorlagen nicht umzusetzen, die sich gegen die Ankunft von Flüchtlingen wenden und diese kriminalisieren.

 

Budapest, 2. September 2015

Die Gemeinschaft Sant'Egidio blickt mit Sorge und Mitleid auf das Schicksal der Asylbewerber in Ungarn, die auf der Durchreise in andere Länder Europas Schutz suchen und aus ihren von Krieg und Gewalt gezeichneten Ländern fliehen. An ähnlich schlimme Ereignisse erinnern sich nur unsere Landsleute, die den Zweiten Weltkrieg erlebt haben, wie auch anschließende Deportationen, oder diejenigen, die 1956 ihre Heimat verlassen mussten.

Bestimmte von den Behörden ergriffene Maßnahmen verschlimmern die Lage der Menschen, die schon so viel mitgemacht haben, und lösen die Probleme nicht. Sie stellen auch nicht die öffentliche Ordnung her - vielmehr haben sie gegenteilige Auswirkungen. Wir denken an den Stacheldrahtzaun an der serbisch-ungarischen Grenze als einer solchen Maßnahme.

Eine ähnliche Ansicht vertreten wir angesichts verschiedener Abschnitte des Gesetzespaketes, das in diesen Tagen auf der Tagesordnung des Parlaments steht. Vor allem die Kriminalisierung der "nicht genehmigten Durchreise" und der "Grenzverletzung" geben Anlass zu großer Sorge. Die Strafmaßnahmen würden Menschen betreffen, die die Grenze nicht in krimineller Absicht überschreiten, sondern aus Verzweiflung und auf den Wegen der Flucht. Ein Strafprozess würde Familien auseinanderreißen, was nicht einmal der Krieg bewerkstelligen konnte. Eventuelle Ausweisungen wären sowieso nicht möglich, da das internationale Recht und das Grundgesetz unseres Landes Deportationen in Kriegsgebiete verbieten.

Gleichzeitig bereitet die vorgesehene Vorschrift Sorge, dass die Polizei in bestimmten Fällen bevollmächtigt werden soll, ohne Gerichtsbeschluss oder Genehmigung der Behörden private Wohnungen betreten zu können, wenn die Anwesenheit eines illegalen Immigranten vermutet wird. Diese Vorschrift würde diejenigen unserer Landsleute treffen, die aus humanitären Gründen für gewisse Zeit beispielsweise Familien mit Kindern aufnehmen.

Die Perspektive von Strafmaßnahmen wird denjenigen keinen Einhalt bieten, die aus Angst um ihr Leben oder das Leben ihrer Angehörigen vor dem sicheren Tod fliehen und unter zahlreichen Gefahren verschiedene Grenzen überqueren. Die Meinung, dass die Flüchtlingszahlen zunehmen, wenn sie gut aufgenommen werden, und abnehmen, wenn sie hart behandelt werden, wird durch die Erfahrungen widerlegt: Nicht Gründe der Anziehung sondern schwerwiegende Gründe führen zur Flucht und haben Einfluss auf die Zahl der Ankommenden. Rechtliche Strenge oder andere strenge Maßnahmen sind nicht geeignet, um die Flüchtlingskrise zu lösen. Allein der Friede in den Ursprungsländern kann den Exodus der Flüchtlinge stoppen.



ZUGEORDNETEN OBJEKTE

 LESEN SIE AUCH
• NACHRICHTEN
14 März 2017
PARIS, FRANKREICH

Ab heute humanitäre Korridore für Flüchtlinge auch in Frankreich, Unterzeichnung des Abkommens im Élysée-Palast heute Vormittag

IT | EN | ES | DE | FR | PT | CA | NL | RU | PL | HU
10 März 2017
NOVARA, ITALIEN

"Von Homs nach Novara durch die humanitären Korridore; die Veränderung unseres Lebens"

IT | ES | DE | FR
14 November 2011

Im Auditorium Antonianum in Rom fand am 13. November die Eröffnung des neuen Schuljahrs der Schule für italienische Sprache und Kultur und die Zeugnisverleihung statt

IT | ES | DE | FR | PT | CA | NL
7 Juli 2011

Caserta (Italien): Zeugnisübergabe in der Schule für italienische Sprache und Kultur

IT | ES | DE | FR | CA | NL
25 Juni 2011

Padua (Italien): Sterben auf dem Weg der Hoffnung - Namen und Geschichten von Migranten, die auf den Wegen nach Europa ums Leben kamen, bei der Gebetswache in San Luca

IT | DE | FR | NL | RU
17 Juni 2011

"Sterben auf dem Weg der Hoffnung": Namen und Geschichten von Flüchtlingen, die auf den Reisen nach Europa gestorben sind. Gebetswache zu ihrem Gedenken in Santa Maria in Trastevere

IT | EN | ES | DE | FR | CA | NL
all news
• DRUCKEN
23 März 2017
Famiglia Cristiana

Profughi, la rotta della salvezza

21 März 2017
Clarín

El Papa Francisco, los refugiados y los corredores humanitarios

17 März 2017
Sette: Magazine del Corriere della Sera

Andrea Riccardi: Le politiche sulle migrazioni devono partire dai giovani africani che usano Internet e il cellulare

11 März 2017
Vatican Insider

La rifugiata siriana che lavora da biologa nell’ospedale del Papa

10 März 2017
Vida Nueva

El cardenal Blázquez aborda con Rajoy la acogida de refugiados

3 März 2017
Internazionale

Accoglienza privata

alle pressemitteilungen
• KEINE TODESSTRAFE
7 Oktober 2015
VEREINIGTE STAATEN

The World Coalition Against the Death Penalty - XIII world day against the death penalty

5 Oktober 2015
EFE

Fallece un preso japonés tras pasar 43 años en el corredor de la muerte

24 September 2015

Pope Francis calls on Congress to end the death penalty. "Every life is sacred", he said

12 März 2015
Associated Press

Death penalty: a look at how some US states handle execution drug shortage

12 März 2015
AFP

Arabie: trois hommes dont un Saoudien exécutés pour trafic de drogue

9 März 2015
Reuters

Australia to restate opposition to death penalty as executions loom in Indonesia

9 März 2015
AFP

Le Pakistan repousse de facto l'exécution du meurtrier d'un critique de la loi sur le blasphème

9 März 2015
AFP

Peine de mort en Indonésie: la justice va étudier un appel des deux trafiquants australiens

28 Februar 2015
VEREINIGTE STAATEN

13 Ways Of Looking At The Death Penalty

15 Februar 2015

Archbishop Chaput applauds Penn. governor for halt to death penalty

11 Dezember 2014
MADAGASKAR

C’est désormais officiel: Madagascar vient d’abolir la peine de mort!

3 Dezember 2014

5th Circuit Court of Appeals stops execution of Scott Panetti!

gehen keine todesstrafe
• DOKUMENTE

Dossier: What are the humanitarian corridors

alle dokumente
• BÜCHER

Il grande viaggio





Leonardo International
alle bücher

FOTOS

407 besuche

417 besuche

1576 besuche

406 besuche

1505 besuche
alle verwandten medien