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"Gefangene befreien in Afrika" - Solidarität italienischer Gefangener mit afrikanischen Gefangenen


 
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13. Juli 2009 

 

"GEFANGENE BEFREIEN IN AFRIKA"
Solidarität italienischer Gefangener
mit afrikanischen Gefangenen

 

In diesen Tagen startet das Projekt "Gefangene befreien in Afrika", an dem sich Insassen von 200 italienischen Haftanstalten beteiligen, die aufgerufen werden, den in afrikanischen Gefängnissen Inhaftierten zu helfen. Denn niemand ist so arm, dass er nicht einem anderen helfen kann. Die Würde einer Person hängt auch davon ob, ob er einem anderen helfen kann. Oft reicht schon wenig, eine kleine Hilfe kann das Leben eines Menschen verändern.

Die Inhaftierten, die sich der von der Gemeinschaft vorgeschlagenen Kampagne anschließen möchten, können mit kleinen Spenden helfen und die schrecklichen Lebensbedingungen der Insassen afrikanischer Gefängnisse verbessern. Dies geschieht, wenn sie eine Schlafmatte oder fünf Stück Seife (für 1 Euro) kaufen. Mit 3 Euro können sie für einen kranken Gefangenen Medikamente kaufen, mit 6 Euro Mahlzeiten für einen Monat.

 

 

Mit einigen Duzend Euros kann die Gebühr für eine Straftilgung finanziert werden, die in vielen Ländern für kleinere Vergehen vorgesehen ist. Wenn diese Gebühr nicht bezahlt wird, ist man gezwungen, eine unbestimmte Zeit im Gefängnis zu bleiben.

Diesen Brief hat die Gemeinschaft an die Gefangenen gesendet:

 

Lieber Freund, liebe Freundin,
dies ist ein Appell an Dich wegen der schwierigen Situation der afrikanischen Gefangenen. Das Leben in vielen afrikanischen Gefängnissen ist besonders schlimm: Oft fehlt Wasser, in den Zellen gibt es keine Frischluft, kein elektrisches Licht. Man schläft auf dem Boden im Schlamm, manchmal können sich nicht einmal alle gleichzeitig hinlegen. Die hygienischen Bedingungen sind furchtbar. Es gibt keine Ärzte, Epidemien verbreiten sich schnell, und viele sterben daher ohne Behandlung. Das Essen ist knapp, im Gefängnis noch mehr, einige sterben an Erschöpfung.
Die meisten Gefangenen können keinen Anwalt bezahlen und warten auf einen Prozess, der nie beginnt. Andere haben die Strafe schon abgesessen, bleiben aber im Gefängnis, weil sie die Gebühr nicht bezahlt haben, die in vielen Ländern zur Entlassung vorgesehen ist. Du kannst diese Lage besser verstehen als andere.
Die Gemeinschaft Sant'Egidio arbeitet in Gefängnissen von 15 afrikanischen Ländern, um die Lebensbedingungen der Gefangenen zu verbessern und die Achtung ihrer Rechte zu fördern, zu denen auch die grundlegendes Rechte auf Leben und Würde zählen.
Unsere Hilfe erreicht Tausende von Gefangenen.
Wir wenden uns an Dich und vertrauen auf Dein Mitgefühl, denn auch Du kannst etwas für sie tun. Jede Hilfe ist kostbar, auch die kleinste.
Du kannst etwas Sinnvolles und Entscheidendes tun!
Die Gemeinschaft Sant'Egidio

 

Das Leben in vielen afrikanischen Gefängnissen ist besonders schlimm: Keine Luft in den Zellen, kein elektrisches Licht und oft kein Wasser. Seife ist ein Luxusgut, das es nur zwei- oder dreimal im Jahr gibt. Es gibt keine Betten, im besten Fall nur einige Matten. Man schläft auf dem Boden, im Schlamm, manchmal reicht der Platz nicht einmal, damit alle sich gleichzeitig hinlegen können. Die hygienischen Bedingungen sind furchtbar. Es gibt keine Ärzte, Epidemien verbreiten sich schnell, und viele sterben daher ohne Behandlung. Nahrungsmittel sind aufgrund von Armut in vielen afrikanischen Ländern knapp, im Gefängnis fehlt sie manchmal ganz, und einige sterben an Erschöpfung. Viele Gefangenen müssen lange auf ein Urteil warten, weil sie keinen Anwalt bezahlen können, der den Anfang des Prozesses ermöglicht. Das war auch bei J.G. der Fall, einem nigerianischen LKW-Fahrer, der wegen Schmuggel angeklagt war. Im Gefängnis von Conakry sprach niemand seine Sprache. Eineinhalb Jahre wartete er auf einen Prozess, der nie begann, weil niemand einen Antrag stellte. Die Gemeinschaft Sant'Egidio fand einen Übersetzer und hat einen Rechtsanwalt bezahlt (ca. 50 Euro), um den Prozess einzuleiten. Das Urteil lautete auf ein Jahr Gefängnis, das J.G. schon abgesessen hatte.

Viele Gefangene besitzen keine Kleidung, sie tragen Monate lang dasselbe. Die Bedingungen sind oft unmenschlich. Im Gefängnis von Faranah in Guinea Conakry gibt es keine Wasserinstallation, das Wasser wird täglich mit Fahrzeugen angeliefert. Im Gefängnis von Tcholliré in Nordkamerun gibt es keine Betten, die Gemeinschaft hat 1.100 Materatzen geschenkt. Im Gefängnis von N'Zerekore fehlen die Innenhöfe im Freien. In den Gefängnissen von Lichinga und Cuamba in Mosambik wurden 12 Latrinen erneuert und durch Spendensammlungen von Sant'Egidio die Wasserinstallation repariert.

 

Beteiligungsmöglichkeiten an der Kampagne "Gefangene befreien in Afrika"

 

Hilfen zur Gesundheitshygiene
1 €      5 Stück Seife
1 €      eine Matte
2,50 €  ein Moskitonetz
3 €      Medikamente für die Grundversorgung einer Person

 

Nahrungsmittelhilfe
6 €      Essen für einen Gefangenen und einen Monat
           Entlassung eines Gefangenen

 


Mit geringen Summen kann ein Gefangener entlassen werden, wenn die Strafe abgelaufen ist und er kein Geld zur Entrichtung der Gebühr besitzt.

 

Spenden an:
Gemeinschaft Sant'Egidio
Stichwort: "Gefangene befreien in Afrika"
LIGA-Bank Würzburg
Konto-Nr. 3029999
BLZ 75090300

 

 

 

Freunde im Gefängniss

Campaña Liberar a los Prisioneros en África



Unterstützen Sie das Programm "Gefangene befreien" mit einer Spende

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